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Rezension | 'Sieh nichts Böses' von Inge Löhnig

20 September 2017 | 0 Kommentare

Der Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort ist glücklich wie nie zuvor. Gerade ist er mit Gina von der Hochzeitsreise zurückgekehrt, die beiden freuen sich auf ihr erstes Kind. Doch ein überraschender Fund reißt Dühnfort aus seiner privaten Idylle. An einem nebligen Novembertag spüren Leichensuchhunde bei einer Polizeiübung den halb verwesten Körper einer jungen Frau auf. Neben ihr liegt eine kleine Messingskulptur - ein Affe, der seinen Unterleib bedeckt. Seine Bedeutung: Tu nichts Böses. Dühnfort findet heraus, dass es sich um eine seit Jahren vermisste Frau handelt. Er stößt auf einen weiteren ungeklärten Mord und kommt so einem niederträchtigen Rachefeldzug auf die Spur, der noch lange nicht beendet ist. Denn wieder verschwindet eine Frau.

Ein niederträchtiger Rachefeldzug

Die Reihe um Konstantin Dühnfort verfolge ich nun seit Beginn an und bekomme deshalb auch die Entwicklung der einzelnen Charaktere mit. Inge Löhnig schneidert ihren Figuren die perfekte Geschichte auf den Leib und beherrscht es wie kaum eine andere den Fokus nicht nur auf die Ermittlungen, sondern auch auf die zwischenmenschliche Beziehung zu legen, ohne den Leser damit zu langweilen.

Im achten Band der Reihe geht es um einen ungeklärten Mordfall. Eine Frau, die seit mehreren Jahren tot sein muss und die scheinbar dennoch keiner vermisst hat. Dühnfort findet bald heraus, wer sich hinter der Leiche verbirgt und stößt auf eine angespannte familiäre Situation und viele offene Fragen. Doch auch im Privatleben hat er einige Rückschläge hinzunehmen. Gina und er müssen eine schwierige und folgenschwere Entscheidung treffen, die ihnen nicht leicht fällt. Ich fand es unglaublich toll, dass die Autorin dieses "Schicksal" mit in das Buch aufgenommen hat. Wenn es auch nur dazu dient, ein Stück weit zu sensibilisieren und aufzuklären, dann hat es sich schon gelohnt. Hut ab.

Doch auch der eigentliche Kriminalfall und die unterschiedlichen Handlungsstränge, die am Ende wieder gekonnt zueinanderfinden, haben mich überzeugt. Löhnig beherrscht es fabelhaft, unterschiedliche Fährten zu legen und dem Leser viele mögliche Täter und Tathergänge zu präsentieren. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten und als Leser fiebert man der finalen Auflösung entgegen. Auch ihre emotionale und bildgewaltige Sprache trägt dazu bei, dass eine spannungsgeladene Atmosphäre entsteht, der man sich kaum entziehen kann. Man fängt an die Charaktere zu analysieren und versucht zu verstehen, weshalb sie so handeln, wie sie handeln.

Obwohl in diesem Bund relativ viele Personen involviert sind und zur Sprache kommen, kann man der Geschichte dennoch jederzeit folgen. Die vielen Wendungen tragen zusätzlich zur Spannung bei und stören nicht im geringsten. Für mich ein sehr facettenreicher Krimi, der zu keiner Zeit langweilig wird.

Fazit

Der Mix aus persönlichen Geschichten und spannender Ermittlung sind das Markenzeichen von Inge Löhnig. In ihrem achten Band überzeugt sie wieder auf ganzer Linie und liefert einen spannungsgeladenen Krimi mit vielen Wendungen und Handlungssträngen, die am Ende überzeugen und begeistern. Wer die Reihe noch nicht kennt, der sollte unbedingt damit beginnen.

5/5 Punkten

Sieh nichts Böses von Inge Löhnig - List - 448 Seiten - ISBN 9783548613192 - Taschenbuch - 9,99 Euro - bei Amazon kaufen* | bei Thalia kaufen*
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Themenwoche | 'Vegane Kosmetik' von Dr. Claudia Lainka

15 September 2017 | 0 Kommentare

Die Autorin Dr. Claudia Lainka ist promovierte Literaturwissenschaftlerin, arbeitet aber gerne eigenhändig und kreativ. Eine ihrer großen Leidenschaften ist die Herstellung von veganer und tierfreier Kosmetik, die sie in diesem Buch näher beschreibt. Sie bringt dem Leser hier natürliche Pflege - und Beautyprodukte näher und bietet verständliche Anleitungen, um schnell eigene Kosmetik herzustellen.

Die Haut als Spiegel unserer Seele

Immer mehr Menschen haben Probleme mit Allergien, empfindlicher Haut und Unverträglichkeiten. Ein Grund ist sicherlich die Menge an fragwürdigen und bedenklichen Inhaltsstoffen von Drogeriekosmetik. Dem Konsumenten wird häufig vorgegaukelt, dass es sich um hochwertige und pflanzliche Kosmetik mit guten Inhalten handelt, die zahlreiche positive Aspekte für die Haut liefert. Untersucht man die Inhaltsstoffe aber genauer, wird schnell klar, dass sehr häufig Mikroplastik oder weitere bedenkliche Stoffe Verwendung finden. Ein guter Grund für vegane und selbst hergestellte Kosmetik. Dr. Claudia Lainka liefert mit diesem Buch vielerlei Anregungen und Rezepte für unterschiedliche Bereiche.


Das Buch ist unterteilt in die Bereiche 'Gesichtspflege', 'Körperpflege' und 'Duschen & Baden'. Insgesamt sind dreißig unterschiedliche Rezepte enthalten. Aufgebaut ist das Buch wie ein klassisches Kochbuch. Alle Rezepte werden ergänzt mit einem ansprechenden Foto des Produkts, dem Schwierigkeitsgrad der Herstellung, einer Zutatenliste und weiteren Informationen zur Haltbarkeit und Anwendung. Häufig finden sich auch weitere Tipps oder Infos zu einzelnen Produkten und immer auch eine informative Einleitung der Autorin.

Was findet man im Buch?

Ob Lippenpeeling, Feuchtigkeitsgel, Handpackung, Körperlotion oder Haarspülung. Alle typischen Beautyprodukte sind vertreten und können in der Regel in einfachen Schritten und mit wenigen Zutaten nachgemacht werden. Zu Beginn des Buches gibt es eine umfassende Liste mit Rohstoffen und den Hinweisen, bei welchem Hauttyp diese besonders zu empfehlen sind. Eine Auflistung, wo welche Produkte zu bekommen sind, fehlt leider komplett. Stattdessen findet sich nur am Ende des Buches eine kleine Aufführung von unterschiedlichen Online-Shops und Literaturtipps zur Thematik. Hier muss sich der Leser aber auf jeden Fall selbst zurechtfinden.


Die Übersichtlichkeit, Gestaltung und Ausführung des Buches hat mir sehr gefallen, auch wenn der Umfang noch relativ gering ist. Beschäftigt man sich zum ersten Mal damit Kosmetik selbst herzustellen, ist dieses Buch aber auf jeden Fall ein guter Wegweiser. Die Auswahl der Rezepte ist nicht zu groß, dabei jedoch gelungen. Ich habe das Lippenpeeling selbst getestet und war von Aufwand, Wirkung und Duft begeistert. Die angegebene Haltbarkeit wurde bei richtiger Lagerung auch auf jeden Fall problemlos eingehalten.

Fazit

Für mich ein sehr gutes Buch zum Einstieg in die Thematik, weil es mit der Auswahl von Rezepten nicht überfordert und größtenteils welche mit leichtem Schwierigkeitsgrad beinhaltet. Wer sich näher mit der Materie befassen möchte, wird hier aber einen umfangreichen Info-Teil vermissen, wie er beispielsweise in 'The Glow' zu finden ist. Der Fokus liegt hier ganz klar auf den Rezepten.

Vegane Kosmetik von Dr. Claudia Lainka - NGV - 80 Seiten - ISBN 9783625175223 -Hardcover - 7,99 Euro - bei Amazon kaufen* | bei Thalia kaufen*

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Themenwoche | 'Besser leben ohne Plastik' von Anneliese Bunk und Nadine Schubert

14 September 2017 | 1 Kommentar

Beide Autorinnen dieses Buches sind mittlerweile Profis der Plastikvermeidung. Seit mehr als zwei Jahren leben sie selbst das, was sie in diesem Buch vermitteln möchten. Beide sind Mütter zweier Kinder. Nadine Schubert ist Journalistin und bloggt auf ihrem Blog 'Besser leben ohne Plastik' über diese Thematik während Designerin Anneliese Bunk aus München beweist, dass 'plastikfrei' auch in der Großstadt kein Problem ist. Sie produziert zudem einen Baumwollbeutel, der den Einkauf loser Lebensmittel ermöglicht ohne selbst Müll zu produzieren. Mehr dazu gibt es unter Naturtasche.

Plastik schadet der Umwelt

Dass Plastik ein immer größer werdendes Umweltproblem ist, haben wir alle wohl mittlerweile registriert. Die Frage ist jetzt nur, wie man den unglaublichen großen Verbrauch eindämmen kann. Was kann ein einzelner tun, um die Umwelt weniger zu belasten? Die beiden Autorinnen geben in diesem Buch Antworten auf wichtige Fragen und klären zudem auch darüber auf, wo die Gefahren lauern, wie Plastik in unseren Körper gelangt und was eigentlich die alternativen Verpackungsmöglichkeiten sind.


Schritt für Schritt begleiten die Autorinnen den Leser durch das Buch und bringen diesem diese wichtige Thematik näher. Durch einen sehr guten und eindringlichen Schreibstil hat man auch nie das Gefühl ein nerviges Sachbuch zu lesen, sondern ist absolut gebannt vom Thema. Manchmal ist man aber auch regelrecht geschockt. Wenn man liest, dass 90% der Menschen Plastik im Körper haben, jedes Jahr 1 Million Seevögel durch Plastik verenden oder gekaufte Körperpeelings bis zu 90% Mikroplastik enthalten, dann fehlen einem kurzzeitig die Worte. Auch wenn man das so oder so ähnlich schon öfter gehört hat, schocken die Zahlen auf Papier enorm.

In der Regel wird es nicht machbar sein, dass man seinen Haushalt über Nacht vom Plastik befreit. Das wollen die Autoren aber auch gar nicht erreichen. Viel wichtiger ist ihnen, dass man ein Bewusstsein dafür entwickelt, zukünftig Plastik einzusparen und das bereits vorhandene Plastik sinnvoll zu verwenden. Dabei ist es gut zu überlegen, ob man leere Sprühflaschen wirklich wegwirft oder vielleicht sogar weiterverwendet und mit einem selbst gemachten Deo füllt. Ressourcen sparen ist hier das Zauberwort. Auch machen beide bewusst, dass man bereits jetzt ganz leicht auf weniger Plastik umswitchen kann. Augen auf beim Einkauf! Viele Lebensmittel (z.B. Ketchup oder Senf) gibt es sowohl im Glas als auch im Plastik. Es sollte klar sein, welche Variante bevorzugt wird.


Das Buch ist aber nicht nur mit allerlei hilfreichen und wichtigen Tipps gefüllt, sondern enthält auch Anleitungen, um Dinge selbst herzustellen. Vanillezucker kommt ebenso vor, wie Babyfeuchttücher, Knete oder ein Blumendünger aus Kaffeesatz.

Im letzten Abschnitt des Buches beantworten die Autorinnen dann auch noch häufig gestellte Fragen, die sich immer wieder ergeben, wenn man erklärt, dass man auf Plastik verzichten möchte. Wie schwer ist der Umstieg? Ist ein Leben ohne Plastik teurer? Braucht man mehr Zeit? Auf etwas mehr als 100 Seiten gehen die beiden Autorinnen auf all diese Fragen ein, klären auf, rütteln wach und schaffen ein neues Bewusstsein im Umgang mit Plastik. Und allein das ist Grund genug, weshalb das Buch eine wichtige Lektüre ist, die ich jedem empfehlen kann.

Fazit

Plastik ist überall und mittlerweile auch dort, wo es nicht hingehört. Es belastet unseren Körper, die Weltmeere, tötet Tiere. Das alles ist Grund genug sich kritisch damit auseinanderzusetzen und seinen eigenen Konsum kritisch zu hinterfragen. Dieses Buch rüttelt wach, informiert und gibt eine Anleitung dazu, wie man bewusst auf Plastik verzichten kann. Ein äußerst lesenswertes Buch, das ich nur empfehlen kann.

Besser leben ohne Plastik von Anneliese Bunk und Nadine Schubert - Oekom Verlag - 112 Seiten - ISBN 978-3-86581-784-6 - Softcover - 12,95 Euro - bei Amazon kaufen* | bei Thalia kaufen*
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Themenwoche | 'Wie wir es schaffen, ohne Müll zu leben' von Hannah Sartin und Carlo Krauss

13 September 2017 | 4 Kommentare

Hannah Sartin und Carlo Krauss verfolgten seit einiger Zeit den Zero-Waste-Trend. Nach der Geburt ihrer ersten Tochter entschlossen sie sich, diesen Trend konsequent zu leben und auf Müll zu verzichten. In diesem Buch berichten sie über ihre Erfahrungen, Schwierigkeiten und Lösungen, die sie gefunden haben. Sie geben praktische Tipps, wie jeder von uns seinen Müll drastisch reduzieren kann, und bieten zahlreiche Rezepte, wie man Produkte selbst herstellen kann, die man nicht verpackungsfrei erwerben kann.

Die Sache mit dem Müll

Zero Waste als Lifestyle finde ich persönlich immer schwierig. Einerseits ist es tatsächlich ein Trend, der sich über die letzten Jahre entwickelt hat. Es gibt viele Blogger, die sich mit diesem Thema beschäftigen, Bücher, die darüber geschrieben wurden und Texte, die man dazu lesen kann. Dennoch denke ich, dass die Müllvermeidung kein Trend sein, sondern tatsächlich Lebensinhalt von uns allen werden sollte. Wir alle produzieren viel zu viel Müll, angefangen von Plastik bis zu verdorbenen Lebensmitteln. Das muss nicht sein. Dieses Buch begleitet den Leser dabei zu lernen, wie man dies dauerhaft umgehen kann und welche Möglichkeiten es gibt, seinen Müll drastisch zu reduzieren.


Zu Beginn gehen beide näher auf den Müll an sich ein und erläutern dann die Thematik 'Recycling'. Entgegen der langläufigen Meinung, dass dies eine gute Lösung ist, verlagert es das Müllproblem teilweise nur. Die Autoren erklären unterschiedliche Sachverhalte und zeigen gleichzeitig auch auf, was wir selbst tun können, um diese Probleme zu vermeiden. Wie man verpackungsfrei einkauft, ist ebenso Thema, wie ein extra Rezeptteil für selbst produzierte Lebensmittel. Schokopudding, Gnocchis oder Granola kann man nämlich auch prima selbst produzieren. Erfahrene Köche werden hier aber ehrlich gesagt nichts neues erfahren.

Im Buch wird auch kurz angeschnitten, wie man Körperpflege selbst produzieren kann, ein DIY für Abschminkpads gezeigt und auf alternative homöopathische Arzneimittel hingewiesen, die bei gängigen Beschwerden teilweise besser helfen, als die Medikamente aus der Apotheke. Insgesamt gibt es eine Vielzahl an Tipps, Rezepten oder Anleitungen aus den unterschiedlichen Bereichen, die sehr gut alltägliche Dinge abdecken, die es so nur mit großer Menge an Verpackung zu kaufen gäbe. Auch das Thema 'Urban Gardening' bekommt ein eigenes Kapitel, was mir persönlich sehr gut gefällt.


In einem einfachen und gut lesbaren Schreibstil führt das Paar durch den Weg zu Zero Waste und zeigt in vielen Schritten und Anleitungen, wie der Weg dorthin gelingen kann. Man muss absolut davon überzeugt sein, um diesen Weg wirklich zu gehen. In diesem Umfang würde ich es persönlich wohl nie umsetzen, weil es bestimmte Dinge gibt, auf die ich einfach Wert lege. Aber selbst wenn man nur einzelne Schritte umsetzt und ein Bewusstsein dafür schafft, ist schon viel gewonnen. Auch kleine Schritte führen irgendwann zum Ziel. Ein Credo, das übrigens auch die Autoren predigen. Am Ende soll es Spaß machen und nicht zur Belastung werden. Das wird das ganze Buch über auch vermittelt.

Fazit

Wer sich ernsthaft mit dem Thema Müllvermeidung und -reduktion befassen will, der ist mit diesem Buch auf jeden Fall gut bedient. Die Autoren berichten aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz und zeigen in kleinen Schritten den Weg zu Zero Waste. Absolut lesenswert, um selbst ein Bewusstsein dafür zu bekommen, was man tun kann und was möglich ist.

Wie wir es schaffen, ohne Müll zu leben von Hannah Sartin und Carlo Krauss - mvg Verlag - 176 Seiten - ISBN 978-3-86882-721-7 - Softcover - 16,99 Euro - bei Amazon kaufen* | bei Thalia kaufen*

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Themenwoche | 'The Glow - Naturkosmetik selber machen' von Anita Bechloch

12 September 2017 | 3 Kommentare

Autorin Anita Bechloch ist TV Producerin und ehemalige Journalistin und Art Direktorin. Als sich selbst zahlreiche Allergien entwickelte, machte sie sich auf die Suche nach einem gesünderen und vereinfachten Lebensstil. Dabei entdeckte sie auch die Naturkosmetik und wie einfach es ist, diese selbst herzustellen. Mit diesem Buch möchte sie ihr Wissen und ihre Freude daran weitergeben und auch andere ermutigen, es selbst zu probieren.

Natürlich schön gepflegt

Ich habe glücklicherweise nicht mit Allergien zu kämpfen, allerdings reagiert meine Haut ziemlich empfindlich auf zu viele fragwürdige Inhaltsstoffe. Sie trocknet schnell aus, spannt und gerade im Winter habe ich auch mit Trockenheitsekzemen zu kämpfen. Seit ich mich näher mit den Inhaltsstoffen meiner Produkte im Badezimmer befasst habe, musste ich wirklich mit dem Kopf schütteln. Selbst vermeintlich teure Produkte sind gar nicht so rein, wie man zuerst vermuten mag. Das Label 'vegan' oder 'tierversuchsfrei' reicht nicht aus, damit man wirklich bedenklose Pflege in Händen hält. Also habe ich mich damit befasst, was man sonst noch tun kann und bin dabei auf 'The Glow' aufmerksam geworden. Seine Kosmetik selbst herzustellen ist ein möglicher Weg um garantiert Pflege mit guten Inhaltsstoffen zu erhalten.


In der Regel hat man nicht die Zeit, um wirklich alle Produkte der täglichen Pflegeroutine selbst herzustellen. Hinzu kommt, dass manche Rezepturen auch nur begrenzt haltbar sind. Dennoch empfinde ich es als eine sinnvolle Ergänzung, die nebenbei auch noch Spaß macht. Dieses Buch ist damit quasi ein Kochbuch fürs Badezimmer und mit Kochbüchern kenne ich mich ja sowieso aus.

Was findet man im Buch?

Im ersten Teil werden die Basics erklärt. Weshalb ist es sinnvoll, seine Skincare selbst herzustellen? Was bringt es mir? Welcher Hauttyp bin ich eigentlich? Wie schaffe ich es, meinen 'Glow' wieder zurückzubekommen? Welche Rohstoffe brauche ich für meine eigene Naturkosmetik? Und was muss ich eigentlich sonst noch beachten? All diese Fragen werden im ersten Teil des Buches ausführlich erklärt und beantwortet und für mich als Leser blieben keine Fragen offen. Besonders hervorheben möchte ich außerdem auch noch die Übersicht der verwendeten Zutaten im Schlussteil. Hier werden alle Zutaten von A-Z alphabetisch aufgelistet, einer Wirkstoffgruppe zugeordnet, alle Rezepte aufgezählt, in denen dieser Zusatz enthalten ist und erklärt, wo man diesen Wirkstoff bzw. diese Zutat beziehen kann. Besonders für Laien eine echte Bereicherung und große Hilfe.


Der zweite Teil des Buches ist den Rezepten gewidmet, die wiederum nach 'Für das Gesicht', 'Sanfte Pflege', 'Für den Körper', 'Bad und Wellness' und 'Detox-Day' unterteilt sind. Gesichtswasser, Cremes, Masken, Peelings oder Body Butter. All diese Dinge und noch viel mehr wird man in diesem Buch finden. Aufgemacht ist es tatsächlich wie ein klassisches Kochbuch. Jede Seite enthält ein wunderschönes, ansprechendes Foto und einen Rezeptteil. Neben der Zutatenliste und der Zubereitung gibt es auch oft noch Wissenswertes zu bestimmten Bestandteilen und immer auch die Information, wie das Produkt angewendet werden sollte und wie lange es haltbar ist.


Anita Bechloch setzt auf eine moderne und ansprechende Art und Weise Naturkosmetik in den Fokus und macht bewusst, wie einfach man diese Pflege selbst herstellen kann. Einziger Überwindungspunkt war die Besorgung der ganzen Produkte. Hat man diese aber erst einmal zu Hause, dann wird man immer wieder darauf zurückgreifen. Für den Einstieg sind gerade Peelings sehr zu empfehlen, da die unglaublich einfach herzustellen sind.

Fazit

Für mich ist dieses Buch eine große Bereicherung im Regal, das ich immer wieder gerne zur Hand nehme. Ich habe selbst schon einige Produkte daraus getestet und war von Wirkung, Anwendung und Verträglichkeit der Produkte immer überzeugt. Wer sich näher mit Naturkosmetik befassen möchte, der sollte auf jeden Fall zu diesem Buch greifen.

The Glow - Naturkosmetik selber machen von Anita Bechloch - GU Verlag - 128 Seiten - ISBN 978 3 833 841 736 - Hardcover - 16,95 Euro - zur Leseprobe - bei Amazon kaufen* | bei Thalia kaufen*

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