Ich bin wieder da. Warum eine Auszeit aber trotzdem manchmal gut ist.

28 Juli 2016 | 4 Kommentare

In den letzten drei Wochen war ich ja mehr oder weniger offline. Ich habe die sozialen Netzwerke zwar zwischendurch gecheckt und war beispielsweise auch bei der tollen #thepowerofblogs Aktion von Pinkfisch mit am Start. Aber die übrige Zeit habe ich mich meist rausgehalten und Social Media einfach mal Social Media sein lassen. In Anbetracht der politischen Situation und all den schlimmen Dingen, die in den letzten Tagen passiert sind, war das gleich doppelt richtig und hat mehr als gut getan. 

Was habe ich gelernt?

Ich blogge seit über vier Jahren und doch war dies meine bisher längste und bewusst genossene Pause. Und sie war gut so. Es ist ein befreiendes Gefühl an ganz andere Dinge zu denken, keine Gedanken an Bücher verschwenden zu "müssen", sondern nur zu wollen. Es ist wunderbar Posts in Gedanken planen zu können, aber rein theoretisch sich erstmal mit ganz anderen Dingen zu beschäftigen. Es ist erstaunlich, wie viel Zeit man plötzlich für ganz andere Dinge übrig hat. Insbesondere dann, wenn man das Smartphone mal in die hintersten Ecken verbannt und sich eben nicht von den zahlreichen Social Media Kanälen ablenken lässt. 

Lügst du dich jetzt nicht selbst an?

Zugegeben, ich habe es nicht ganz geschafft, auf alles zu verzichten. Ich habe meinen Instagram-Feed weiterhin verfolgt (das habe ich auch angekündigt), war auch hin und wieder auf Twitter aktiv und habe plötzlich eine riesige Lust auf Pinterest bekommen. Aber, ich habe deutlich weniger Zeit online verbracht, mir die Zeit genau eingeteilt und festgelegt und war daher doch insgesamt deutlich weniger online. Etwas, dass ich auch für die nächste Zeit mitnehmen will und hoffentlich funktioniert. Manche Menschen machen das schon grundsätzlich so, ich habe dafür erst diese Pause gebraucht, um mal wieder ein wenig Abstand zur Online-Welt zu gewinnen.

Und noch ein Buchtipp

Von Dani von Brösels Bücherregal bekam ich den Tipp zu diesem kleinen Büchlein, dass ich mir daraufhin gleich unbedingt näher angeschaut habe. 'Be a little analog' von Julius Hendricks ist ein kleines feines Buch, in dem der Autor dazu anregt wieder mehr analog zu leben. Es ist wichtig das Leben in seiner ganzen Vielfalt zu genießen und das geht nicht, wenn man zu sehr in der digitalen Welt gefangen ist. Eine nachdenkend machende Einleitung und zahlreiche Tipps regen dazu an, sein digitales Leben ein wenig zu überdenken. Sehr inspirierend.

Jetzt bin ich wieder da. Mit ein paar tollen (hoffe ich doch) Posts im Gepäck und jeder Menge Lust auf Bücher. Und wenn es doch mal nicht passt, dann wird halt nicht gebloggt, sondern das Leben analog genossen. Ich freu mich auf euch und hoffe, ihr schaut weiterhin gerne vorbei. 

Auszeit

11 Juli 2016 | 7 Kommentare

Im echten Leben 1.0 braucht man immer wieder Auszeiten, also warum nicht auch vom Bloggen? Und weil es schon lange notwendig ist und ich es trotzdem immer wieder vor mir hergeschoben habe, mache ich es jetzt. Nächste Woche beginnt mein Urlaub vom Job und jetzt auch vom Blog.

Ich brauche ein bisschen Zeit zum faul sein, durchschnaufen, Ideen suchen und Inspiration finden und komme dann ganz bald wieder mit frischen Ideen, tollen Beiträgen und schönen Büchern zurück. Auch Social Media wird eingeschränkt, damit ich die Pause wirklich genießen kann. Ihr findet mich weiterhin auf Instagram. Auf den anderen Kanälen bleibt es ruhig. 

In der Zwischenzeit möchte ich Bücher aus meinem Regal neu entdecken und einige andere Projekte angehen. Ich freu mich drauf, bleibe aber natürlich weiterhin erreichbar. Mails werden sporradisch gecheckt und beantwortet.

Habt eine tolle Zeit, lest viele tolle Bücher und habt tolle Tage in der Sonne. Spätestens irgendwann im August lesen wir uns wieder. Ich freu mich schon drauf. 

Bildquelle: Pixabay/kaboompics

Buchblog-Juwelen: schonhalbelf

10 Juli 2016 | 4 Kommentare
© schonhalbelf
Inga vom Blog "schonhalbelf" ist noch relativ neu dabei. Als ich ihren Blog vor einiger Zeit entdeckt habe, war ich sofort angetan. Von ihrem Layout, ihren Texten und ihrer Buchwahl. Es war deshalb ganz klar, dass ich sie euch hier bald näher vorstelle. Ihr Interview ist äußerst lesenswert und wenn ihr den Blog bisher noch nicht gekannt habt, dann solltet ihr jetzt ganz dringend vorbei schauen.

Liebe Inga, man könnte ja sagen, dass Bücher einen ziemlich großen Platz in deinem Leben einnehmen. Kannst du dich noch daran erinnern, welches Buch deine Liebe zur Literatur so richtig entfacht hat und seit wann du den Büchern verfallen bist?
Hallo! Das stimmt. An ein konkretes Buch kann ich mich leider nicht erinnern – aber daran, dass ich während meines letzten Jahres im Kindergarten den Schulbeginn kaum erwarten konnte, um das Lesen zu erlernen. Aktive erste Erinnerungen habe ich an die Leselöwen Bücher. Recht schnell folgten dann gefühlt sämtliche Werke von Astrid Lindgren und Enid Blyton. Kurz: Ich lese gerne, seit ich lesen kann. Zu verdanken habe ich das mit Sicherheit auch meiner Mutter, die selbst sehr gerne liest und damit für mich als Kind natürlich eine Vorbildfunktion erfüllt hat. Außerdem hat sie die Leselust meines Bruders und mir in Form von wöchentlichen Bibliotheksbesuchen sowie vielen Buchgeschenken sehr gefördert.

Du bloggst auf "schonhalbelf" über Bücher. Im ersten Moment kein Name, bei dem ich sofort an Bücher denke, aber dabei nicht weniger toll. Wie kam es dazu? Und wann fiel die Entscheidung für einen Buchblog? Und warum?
schonhalbelf ist quasi ein Zitat. Mir ist es eine Zeit lang sehr oft passiert, dass ich völlig versunken in ein Buch war, und es durch Zufall immer halb elf war, wenn ich einen ersten Blick auf die Uhr geworfen habe. Jedes Mal dachte ich mir: „Was? Schon wieder halb elf?!“ So kam ich auf den Namen des Blogs. Im kleinen Stil blogge ich seit Anfang 2014 über Bücher. Ernsthaft begonnen habe ich am 01.01.2016. Zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich mit meinem Freund ein Template und eine .de-Domain gekauft, wir haben uns ein Konzept überlegt und „richtig“ losgelegt. Mit dem Bloggen begonnen habe ich aus Spaß am Schreiben und Lesen. Der Blog stellt für mich ein persönliches Lesetagebuch, aber auch eine Möglichkeit dar, mich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Hast du es jemals bereut mit dem Bloggen angefangen zu haben und was liebst du am Bloggen am meisten?
Nein, überhaupt nicht. Am meisten freue ich mich, wenn ein Artikel gut bei den Lesern ankommt und ich interessantes Feedback in Form von Kommentaren für ihn erhalte. Schön ist aber auch, durch den Blog zu scrollen und zu sehen, was man in der letzten Zeit alles auf die Beine gestellt hat.

Wie integrierst du den Blog in dein Leben? Gibt es feste Zeiten in denen du schreibst? Arbeitest du mit einem Redaktionsplan? Machst du dir viele Gedanken und Notizen? Oder legst du einfach los, wenn du Lust und Zeit hast?
Es gibt keine festen Zeiten, läuft aber fast immer auf das Wochenende hinaus. An einem Tag bereite ich Artikel vor und time die Facebookposts. Um Pinterest kümmere ich mich täglich, um das Posten auf Instagram je nach Fotosituation. Für den Blog habe ich einen Redaktionsplan, der aber variabel ist und auch als virtuelles Notizbuch für vage Postideen dient, die ich mir vormerken möchte. Zu den gelesenen Büchern selbst mache ich mir während des Lesens keine Notizen, sondern markiere nur einzelne Passagen. Das Rekapitulieren läuft vor und während des Verfassens des Artikels ab.

© schonhalbelf
Dein Blog lebt nicht nur von guten Texten und ansprechenden Buchbesprechungen, sondern auch von tollen Fotos. Woher kommen die Ideen? Fotografierst du gerne? Und wie viel Zeit investierst du dafür?
Hier möchte ich keine falschen Lorbeeren einheimsen und klarstellen, dass schonhalbelf ein Gemeinschaftsprojekt mit meinem Freund ist – er ist verantwortlich für die Blogpostbilder und nahezu immer für die Fotos auf Instagram. Woher seine Ideen kommen, frage ich mich oft selbst. Als Kommunikationsdesigner hat er aber natürlich eine große Affinität zur Fotografie, Bildbearbeitung und Komposition. Zeitlich investieren wir nahezu gleich viel in den Blog: Ich texte und bespiele die Social Media Kanäle; er überlegt sich währenddessen Motive, fotografiert und bearbeitet die Fotos.

Was bedeutet Lesen für dich und wie und wo liest du am liebsten? 
Lesen ist für mich ein großartiger Weg zu entspannen, in fremde Leben einzutauchen und dabei das eigene zeitweise völlig zu vergessen – Eskapismus als Motiv wäre zu negativ, aber ich mag es, alles um mich herum zu vergessen und mich in eine andere Welt zu begeben. Am liebsten lese ich auf der Couch oder im Bett. Am besten abends, weil dann tendenziell alles ruhiger ist und ich weniger abgelenkt bin.

Was sind Bücher für dich? 
Eine Manege für Wortkünstler, die wann immer ich möchte, eine Vorstellung für mich bereit hält.

Könntest du dir vorstellen, dass du zukünftig auch mal auf Youtube über Bücher sprichst oder Podcasts veröffentlichst? Wie wichtig findest du diese Medien für die Buch-/Bloglandschaft?
Es gibt derzeit keine konkreten Pläne; ausschließen möchte ich es aber nicht. Ich unternehme zur Zeit aber gerade Bewegtbildversuche auf Snapchat (ebenfalls unter dem Namen schonhalbelf). Vor allem YouTube empfinde ich als sehr wichtig für die Buch- und Bloglandschaft – der allgemeine Trend geht ganz offensichtlich in Richtung Bewegtbild und das nicht seit erst gestern, da sollten sich auch Buchblogger bzw. Verlage entsprechend positionieren. Die Zunahme der Bedeutung von Bewegtbild ist gut erkennbar am derzeitigen Erfolg von Snapchat, der Instagram-Erweiterung Boomerang und natürlich auch an den vielen Neuerungen in puncto Bewegtbild, die auf Facebook derzeit passieren (Beispiel: Facebook Live).

Genauso wichtig wie der Blog selbst, ist mittlerweile auch Social Media. Welche Plattformen nutzt du? Welche magst du am meisten? Und welche Erfahrungen hast du gemacht?
Ich nutze für schonhalbelf Facebook, Instagram, Pinterest und Snapchat. Ab und zu verlinke ich Artikel von meinem Twitter-Account aus, der ist aber eigentlich eher privater bzw. beruflicher Natur – ich arbeite als Social Media Managerin und habe mich dieses Jahr mit einer Partnerin selbstständig gemacht. Dementsprechend ist Social Media für mich natürlich nicht nur in puncto Blog ein unglaublich wichtiges Kommunikationsinstrument, sondern mein täglich Brot. Ich mag alle Kanäle, die ich für schonhalbelf nutze. Am effektivsten in Bezug auf Blogklicks ist nach wie vor Facebook, aber ich bin auch sehr gerne auf Instagram, Pinterest und Snapchat unterwegs. Auch privat nutze ich zum Beispiel Pinterest unglaublich gerne.

Liest du Bücher auch zweimal oder würde das für dich nicht in Frage kommen?
Oh, auf jeden Fall! Aber nur sehr wenige und nur mit einem längeren zeitlichen Abstand.

Rezensionen sind ja das Mittel der Wahl um andere von bestimmten Büchern zu überzeugen. Schreibst du gerne Rezensionen? Oder lieber Verrisse? Und immer sofort nach dem Buch oder wenn du eben gerade Zeit hast?
Einerseits möchte ich, dass mein Blog vollständig ist und ich dort über alle Bücher schreibe, die ich gelesen habe. Andererseits stelle ich mir immer vor, wie ein enttäuschter Autor meinen Verriss liest und sich schlecht fühlt, nur weil mir persönlich sein Buch nicht gefallen hat. Bücher, die ich richtig schlecht finde, breche ich in der Regel ab und dann erscheinen sie auch nicht auf meinem Blog (als letztes war das übrigens „Ein ganzes halbes Jahr“). Einen richtigen Verriss wird es glaube ich auf schonhalbelf nur geben, wenn ich mich mal wirklich über ein Buch ärgere. Bei mittelmäßigen merkt man glaube ich einfach, dass ich nicht ganz so überschwänglich über sie schreibe wie über Bücher, die mir sehr gut gefallen haben. Wichtig ist mir aber bei Kritik, immer das Subjektive zu betonen – ich achte da besonders auf Zusätze wie „in meinen Augen“ oder „meiner Meinung nach“, um nicht allgemeingültig zu verurteilen. Die Artikel schreibe ich immer sehr schnell, nachdem ich das jeweilige Buch beendet habe. Ich fange ungerne auch mit einem neuen an, bevor ich nicht die Rezension über seinen Vorgänger verfasst habe. Die Leseeindrücke sollen möglichst frisch sein. 

© schonhalbelf

Wenn man sich mit Blogs und Literatur beschäftigt, dann stolpert man zwangsläufig auch über andere Buchblogs. Welche Buchblogs liest du persönlich am liebsten? Welche kannst du guten Gewissens empfehlen?
Am liebsten lese ich deinen Blog, Herzpotenzial, Buzzaldrins Bücher und Literaturen.

Liest du auch gerne Blogs anderer Bereiche und wenn ja, welche wären das?
Ja, definitiv, ich folge 240 Blogs bei Bloglovin’. Sie behandeln die Themen Mode, Beauty, Fotografie, Design, Einrichtung / Wohnen, Kochen, Persönliches und Social Media & Online Marketing. Einzelne zu nennen, ist natürlich schwierig, aber ich habe ein paar ausgewählt. Mode: Framboise Fashion, Beauty: Into The Gloss, Fotografie: Unintended, Design: Convoy, Einrichtung / Wohnen: HomeAdore, Kochen: Penne im Topf, Persönliches: Niotillfem

Kannst du dein absolutes Lieblingsgenre und deinen Lieblingsautoren benennen? Und mit welchem Genre wirst du einfach nie wirklich warm werden, egal wie oft du es versuchst?
Am liebsten lese ich zeitgenössische Romane, davon häufig Thriller und Young Adult, wobei letzteres für mich nicht nur die Altersgruppe von 14-21 umfasst, sondern eher von 14 bis Ende 20. Gar nicht mag ich beispielsweise Science Fiction, Fantasy (Harry Potter ist die einzige Ausnahme) oder historische Romane. Die Frage nach meinem Lieblingsautor bringt mich sehr in die Bredouille, ich kann keine klare Antwort geben.

Welche drei Bücher willst du schon lange lesen und hast es trotzdem bisher nie geschafft?
Auf Anhieb fallen mir ein: „Der Distelfink“ von Donna Tartt, „The Circle“ von Dave Eggers und „Bonjour Tristesse“ von Françoise Sagan.

Und welche drei Bücher sollte man in seinem Leben unbedingt mal gelesen haben?
Das ist sehr individuell, aber wenn derjenige meinen Geschmack teilt, empfehle ich: „Die Mitte der Welt” von Andreas Steinhöfel, „Das größere Wunder” von Thomas Glavinic und ”Die Geschichte der Baltimores“ von Joël Dicker.

Wenn man dich jetzt in deine Lieblingsbuchhandlung schickt und dir dazu 100 Euro in die Hand drücken würde, mit welchen Büchern würdest du wahrscheinlich wieder herauskommen?
Da kopiere ich jetzt einfach mal einige Titel meiner Wunschliste: „Pink Hotel“ von Anna Stothard (14,90 €), „Alle, alle lieben dich” von Stewart O’Nan (9,99 €), „Der Tag, als wir die Erde drehten” von Valérie Tong Cuong (10,00 €), „Die Listensammlerin” von Lena Gorelik (9,99 €), „Wer war Alice” von T. R. Richmond (14,99 €), „Geheimer Ort“ von Tana French (9,99 €), „Honig” von Ian McEwan (11,90 €) und „Der letzte Weynfeldt“ von Martin Suter (13,00 €). Den Rest würde ich für ein paar schöne Postkarten oder einen neuen Kalender für das Jahr 2017 ausgeben.

E-Books oder das gedruckte Buch? Welches Medium bekommt bei dir den Vorzug und warum entscheidest du so?
Ich besitze keinen E-Book Reader, von daher: das gedruckte Buch. Ich erkenne die Vorzüge eines E-Book Readers definitiv an und wäre auch nicht abgeneigt, aber ich habe irgendwie immer wichtigere, andere Wünsche. Großer Nachteil: E-Books lassen sich für den Blog nicht so einfach schön inszenieren.

Abseits des Buchlebens: Für was kann man dich sonst noch begeistern? Was machst du, wenn du keine Bücher in der Hand hast?
Ich interessiere mich beispielsweise auch für Mode, Design, Einrichtung und Kunst. Als nächstes möchte ich die neu eröffnete Manet-Ausstellung in Hamburg besuchen. Im Kontrast zu all diesen „Äußerlichkeiten“ finde ich aber auch Psychologie sehr spannend. Bei schlechtem Wetter sehe ich mir natürlich auch einfach gerne Filme und Serien an. Ab und zu probiere ich mich in der Küche an neuen Rezepten aus – vorzugsweise an Desserts, Torten und Kuchen. Am besten welche mit viel Schokolade.


Wenn ihr jetzt neugierg geworden seid, dann schaut doch unbedingt mal auf dem Blog schonhalbelf vorbei und lasst euch von Ingas Beiträgen inspirieren. 

  Ihr könnt ihr auch hier folgen:
  >> Facebook
  >> Instagram
  >> Pinterest
  >> Twitter
  >> Snapchat: schonhalbelf

Buchvorstellung: "Die 2-Tage-Küche" von Mette Mølbak

03 Juli 2016 | 2 Kommentare

Täglich wird weltweit viel zu viel Essen weggeschmissen, mangels Zeit zu viel Fertignahrung konsumiert und zu wenig Kreativität in der Küche geübt. Autorin Mette Mølbak möchte mit ihrem Buch "Die 2-Tage-Küche" dazu anregen, aus übrigen Gerichten vom Vortag Neues zu kreieren und somit alte Lebensmittel ebenso zu verwerten. Das spart Zeit, macht Spaß und bringt trotzdem völlig neue Gerichte auf den Teller.

Inhalt

Im Einleitungsteil wird der Leser umfassend darüber aufgeklärt, warum man kein Essen verschwenden sollte, wie Reste die Basis für etwas Neues sein können und warum man nicht jeden Tag komplett neu kochen muss und dennoch leckere Gerichte servieren kann. In den Sparten Huhn, Gemüse, Fisch, Fleisch, Hackfleisch, Süßes und Basisrezepte werden eine Vielzahl leckerer Rezepte präsentiert, die sofort Lust aufs Loskochen machen.


Warum dieses Buch?

Der Gedanke, der hinter diesem Buch steckt, hat mich begeistert. In unserer schnelllebigen Welt hat man für immer weniger Dinge ausreichend Zeit und gerade berufstätigen Personen erleichtert es die Arbeit ungemein, wenn man mit wenigen Mitteln ein neues Gericht aus einem bereits bestehenden zaubern kann. Das wollte ich selbst testen.

Was findet man darin?

Insgesamt eine ziemlich große Auswahl an unterschiedlichsten Gerichten. Ein umfassendes Register am Ende findet man so leckere Dinge wie Hackbällchen in Curry, Fischspieß mit Spitzkohlsalat, Gebackener Kürbis mit Pestofisch und Spinatsalat, Sandwich mit Schweinebraten und Kräutermayonnaise, Zitronenhühnchen auf Wurzelgemüse oder Thai-Fischsuppe. Auch für süße Gerichte ist gesorgt.


Beschreibung & Zutaten

Die Rezepte sind immer in 2 Tagen gegliedert. An Tag ist die Menge deutlich höher, damit auf jeden Fall noch Reste für den zweiten Tag übrig bleiben. So gibt es beispielsweise "Gebratenen Lachs mit Bohnen-Blumenkohl-Salat" und am zweiten Tag wird daraus ein "Omelette mit Spinat und Lachs". Alle Rezepte sind für 3-4 Personen berechnet, machen damit also eine durchschnittliche Familie satt. Die Rezeptvarianten finde ich fast durchgängig sehr schmackhaft und interessant. Das betrifft sowohl die erste Variante, als auch die mit den Resten. Mit den unterschiedlichen Kategorien werden ganz sicher alle Geschmacksvorlieben abgedeckt. Alle Rezepte sind mit normalen Zutaten nachkochbar, verständlich verfasst und gegliedert und oft mit wertvollen zusätzlichen Tipps versehen. Zudem machen ansprechende Foodfotos Lust auf mehr.

Das Probekochen

Als ich für dieses Buch gekocht habe, war es Herbst, was auch diese Zutatenwahl erklärt. Damals habe ich mich den "Pestofisch mit gebackenem Kürbis und Spinatsalat" entschieden und in Variante zwei eine Kürbissuppe gezaubert. Beides hat äußerst lecker geschmeckt. Mittlerweile habe ich auch einzelne Gerichte nachgekocht, ohne mit Resten zu arbeiten. "Hühnchen aus dem Wok mit Erdnusssauce" hörte sich nämlich so lecker an, dass ich es sofort probieren wollte.


Fazit

Hinter diesem Buch versteckt sich ein interessantes und tolles Konzept, das gegen die Lebensmittelverschwendung ankämpft. Gefüllt mit einer Vielzahl an leckeren und interessanten Gerichten unterschiedlicher Bereiche ist es durchaus eine Empfehlung, auch wenn viele Gerichte auch wieder so normal sind, dass man dafür eigentlich kein Kochbuch bräuchte. Wer allerdings Inspiration zur Resteverwertung sucht und sich für das Konzept näher interessiert, sollte unbedingt einmal reinlesen.

Die 2-Tage-Küche von Mette Mølbak - aus dem Dänischen von Julia Gschwilm - Thorbecke - 176 Seiten - ISBN 978-3-7995-0581-9 - Hardcover mit vielen Farbabbildungen - bei Amazon kaufen | im Buchhandel kaufen*

*Affiliate Link

Monatsrückblick: Juni 2016

30 Juni 2016 | 6 Kommentare
Irgendwie habe ich erst über den Mai gebloggt und jetzt ist tatsächlich schon wieder der Juni vorbei. Die Zeit rast irgendwie nur noch und der Sommer lässt sich leider auch nicht so wirklich blicken. Das gute an Büchern ist ja u.a. auch, dass man sie immer und überall lesen kann und kein gutes Wetter dafür notwendig ist. Dennoch habe ich nicht gerade mehr Bücher als sonst geschafft, aber das liegt halt einfach an der guten alten Zeit. Dafür hat der Blog diesen Monat ein neues Gesicht bekommen und darüber freue ich mich immer noch sehr. Alleine aus diesem Grund hat sich das also schon gelohnt und jetzt freue ich mich einfach auf den Juli, meinen Urlaub und viele entspannte Stunden mit (hoffentlich) viel Sonne.

Gelesenes

Eine Übersicht meiner Bücher findet ihr übrigens auch hier HIER. Sollte bereits eine Rezension geschrieben sein, dann ist sie dort verlinkt.

Gut & Schlecht

Hier sind die Meinungen ja immer relativ, denn sie sind nun mal eben verschieden und was ich gut finde, muss euch nicht unbedingt gefallen. Auch diesen Monat kam wieder vermehrt der Reader zum Einsatz, weil der für unterwegs einfach wirklich unschlagbar ist und ich irgendwie unglaublich Lust habe, damit zu lesen. Ich lese oft Bücher gleichzeitig und habe diesen Monat nicht alle beendet, weshalb die Lesezeit eigentlich ganz gut war, das Endergebnis dann aber weniger. 'Freedom Bar' von David Bielmann war eines der Bücher, von dem ich gar nicht so viel erwartet habe, das mich aber unglaublich begeistert hat. Eine ausführliche Besprechung dazu folgt auf jeden Fall. 'Die Lichtung' von Linus Geschke ist auch ein Buch, das mir ziemlich gut gefallen hat. Von diesem Autor wollte ich schon längst etwas lesen und deshalb habe ich den Griff dazu nicht bereut. Weil alle so von der Autorin schwärmen, habe ich nun auch zu 'Revolverherz' von Simone Buchholz gegriffen. War irgendwie nicht wie ich dachte, aber auch nicht schlecht. Auch hier folgt noch meine Meinung. Und auf dem Reader gab es neben zwei angefangenen Büchern auch noch 'Ein Akt der Grausamkeit' von Patricia MacDonald. Ein solider Thriller, der wirklich gut unterhält. 

Zusammengefasst

Ein toller Monat, der mir die Freude am Bloggen wiedergeschenkt hat, einige Veränderungen mit sich brachte und mir klargemacht hat, dass ich in meinem ganz eigenen Tempo am Besten arbeite. Viele spannende Bücher warten in nächster Zeit darauf entdeckt zu werden und ich freue mich schon sehr darauf.

Postdschungel

Im Juni war auf dem Blog gar nicht so viel los, dennoch gab es aber ein paar Posts zu lesen. Eine echte Buchempfehlung ist ganz sicher 'Am Arsch vorbei geht auch ein Weg' von Alexandra Reinwarth, die mich immer wieder mit ihren Büchern begeistert. Ein wahres Schmuckstück im Regal ist 'Zuhause bei Audrey' von Luca Dotti, das man nicht verpassen sollte. Mit Dani von Brösels Bücherregal lese ich endlich die 'Millennium-Trilogie' von Stieg Larsson. Wer Hunger hat, findet hier noch ein leckeres Rezept für ein Blumenkohl-Curry und außerdem ganz viel Inspiration für neue Wohnbücher.

Blick über den Tellerrand

Ab und an sollte man über den Tellerrand blicken, um ganz besondere Dinge zu entdecken. Beispielsweise lesenswerte und tolle Posts aus dem Netz und von anderen tollen Bloggern, die ich sehr schätze. Was gabs da also im Juni zu lesen? Im Juni fanden sowohl die LitBlog Convention, als auch das LitCamp in Heidelberg statt. Beides Veranstaltungen die mich super interessiert hätten, die ich aber aus terminlichen Gründen nicht wahrnehmen konnte. Durch tolle Berichte anderer Blogger war man irgendwie aber doch ein wenig dabei und die will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Anabelle von Stehlblueten berichtete über '10 Schritte zur Professionalisierung von Buchblogs im Rahmen des LitCamp'. Susanne von Literaturschock, die auch das LitCamp ins Leben rief, fasste das Thema Professionalisierung nochmal sehr ausführlich in ihrem Bericht 'Professionalisierung von Buchblogs und -webseiten' zusammen. Einen ausführlichen Bericht zur LitBlog Convention kann man bei Debbie von Wolkenweiss nachlesen und zwar sogar in zwei Teilen. Einmal HIER und HIER. André Krüger, besser bekannt als Bosch, hat für W&V einen sehr interessanten Artikel zum Thema 'Woher kommen plötzlich all diese Influencer?' verfasst. Sehr lesenswert. Karin von little words frägt: 'Nehmen wir Bücher als zu selbstverständlich wahr?'. Sollte man sich ebenfalls mal anschauen. Interessiert am Bachmannpreis? Dann schnell bei Mara von Buzzaldrins Bücher schauen, denn da gibt es eine Zusammenstellung der Bücher. Noch passende Bücher für den Urlaub gesucht? Die Mädels von Herzpotenzial haben, inkl. 7 Krimi/Thrillertipps von mir, eine tolle Zusammenstellung an aktueller Literatur für den Urlaubskoffer gepostet. Da ist sicher etwas für euch dabei.

Monatsimpressionen


Ananas / Erdbeerliebe / Hochzeit / Blumen / Kaiserschmarrn / Tolles Buch / Himmel / Asia / Rosen / Buchtipps / Überraschungsbücher / Moka / kleine Pause / Kartoffelliebe / Pfingstrosen / Krimi / Kochbuch / Müsli / Dinner / Melonenliebe / Rosen / und noch mehr Erdbeeren / Blümchen / wieder Pause
(mehr auf Instagram)

Wie war der Juni bei euch? Was war Gut? Was war Schlecht? Welche Bücher haben euch begeistert?

10 Wohnbücher, die man sich im Herbst näher anschauen sollte

28 Juni 2016 | 1 Kommentar
Zuhause ist für mich der beste Ort. Der Ort, an dem ich mich wohl und geborgen fühle, an dem ich auch mal mit der alten Joggingbuxe rumlaufen kann und der Ort, der ganz laut Heimat schreit. Um diesen Ort immer wieder schön zu machen, braucht es auch immer wieder ein bisschen Veränderung. Da kommen mir die neuen Wohnbücher genau recht. Eines interessanter als das andere und alle ein Blickfang. Auf diese zehn Exemplare freue ich mich bereits:


Modern Wohnen - Scandinavian Style von Claire Bingham - teNeues - erscheint im September / Nordisch wohnen im Industrial Style von Rikke Larsen - Busse Seewald - erscheint im August / Happy Living - Die besten Zutaten für mehr Wohnglück von Maria Spassov - DVA - erscheint im Oktober / Einzigartig von Hans Blomquist - Christian Verlag - erscheint im Juli / Best of Interior: Wohnideen aus dem wahren Leben von Nicole Knaupp - Callwey - erscheint im September


Wohnen in Grün von Igor Josifovic und Judith De Graaff - Callwey - erscheint im September / Mein kleines Zuhause von Marion Hellweg - Christian Verlag - erscheint im August / Stillvoll Wohnen mit Farbe von Joa Studholme und Charlotte Cosby - Callwey - erscheint im September / Fashion at Home: So wohnen deutsche Modedesigner von Christine Mortag und Dennis Braatz - Callwey - erscheint im September / Raum für Träume von Ashlyn Gibson - Knesebeck - erscheint im August
*Link zur Callwey-Vorschau, weil die Bücher auf der Homepage noch nicht gelistet sind.

Mögt ihr auch so gerne Bücher über Wohnen? Welches interessiert euch besonders? Welches wollt ihr selbst unbedingt haben? Lasst es mich gerne wissen, denn ich bin neugierig.

Kochliebe: Leckeres Curry mit Blumenkohl

26 Juni 2016 | 1 Kommentar

Ich bin ja großer Fan von simplen und einfachen Gerichten, die wenige Zutaten und wenig Zeit brauchen. Das ist besonders ideal, wenn man als berufstätiger Mensch spät nach Hause kommt und trotzdem was leckeres Essen möchte. Dieses leckere Blumenkohl-Curry erfüllt die Kriterien perfekt. Es schmeckt sehr lecker als Beilage zu Fleisch, funktioniert aber auch prima mit grünem Spargel und Cashewnüssen als vegetarisches Hauptgericht oder zusammen mit Reis.


Du brauchst für 2 Personen:

1 kleinen Blumenkohl | 1 Dose Kokosmilch | 4 EL rote Currypaste (nach Belieben mehr) | 1 EL Kurkuma | Pfeffer aus der Mühle | Salz

      So funktionierts:


      Den Blumenkohl waschen und in Röschen zerteilen, kurz in einem Topf anbraten und mit Kokosmilch auffüllen. Currypaste und Kurkuma zugeben und mit reichlich Pfeffer und etwas Salz würzen. Je nach Schärfewunsch kann bei der Currypaste variiert werden.
      Alles gut durchmischen und etwa 20 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen, bis der Blumenkohl gar ist.

      Woher hab ich das?

      Dieses Rezept stammt aus dem Buch 'Pur genießen - Natürlich & Gesund' von Pascale Naessens aus dem Verlag Zabert Sandmann. Mehr Informationen dazu könnt ihr auch in meiner Buchvorstellung nachlesen.