Die 8. BuchSaiten Blogparade 2016 auf Die Liebe zu den Büchern

01 Dezember 2016 | 3 Kommentare

Die BuchSaiten Blogparade (= #BSBP) ist aus der Bloggerwelt mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Katrin von BuchSaiten hat diese bereits sieben Mal in Folge veranstaltet und immer mehr Blogger haben sich dieser angeschlossen. Dieses Jahr wird sie zum ersten Mal nicht bei Katrin stattfinden, sondern stattdessen bei mir. Katrin hat mich gefragt und ich habe liebend gerne ja gesagt und freue mich sehr, dass sie mir ihr Vertrauen schenkt. An der Blogparade wird sich deshalb nichts ändern, selbst der Name bleibt gleich.

Ich würde mich aber natürlich ebenso freuen, wenn ihr auch hier mit dabei seid und die altbewährten Fragen spätestens bis zum 06. Januar 2017 (um Mitternacht) auf euren Blogs beantwortet. Das Logo zur Aktion darf zu diesem Zweck gerne mitgenommen und verwendet werden. Ganz unten findet ihr ein Formular, in das ihr eure Beiträge gerne eintragen dürft. Ich veröffentliche dann gesammelt alle Beiträge im Abschlusspost der Parade

Die Fragen der BSBP



  • Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung) 
  • Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung) 
  • Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum? 
  • Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum? 
  • Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2017 lesen und warum?
     

Bücher, Hörbücher und E-Books aller Sprachen und Sparten sind erlaubt! Ihr könnt außerdem mit Blogs aller Art teilnehmen, es muss also kein reiner Buchblog sein!
Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele aus den vergangenen Jahren hier teilnehmen und natürlich sind auch Neulinge jederzeit willkommen. 

Ein kleiner Hinweis: Bitte kommentiert unter diesem Beitrag kurz, dass ihr hier teilnehmt. Es wäre schade, wenn euer Post irgendwo untergeht und dadurch im Abschlussposting nicht auftaucht. Teilt die Aktion gern auf den sozialen Netzwerken, damit möglichst viele mitmachen. Offizieller Hashtag ist #BSBP16. Fragen werden natürlich ebenfalls jederzeit gerne beantwortet.

Monatsrückblick | November 2016

30 November 2016 | 2 Kommentare
Der November ist ja bekanntlich der Monat, den ich am wenigsten mag. Jetzt ist er vorbei und Weihnachten steht kurz bevor. So ein bisschen Vorfreude macht sich ja schon langsam breit und ich starte happy in den Dezember. Adventskalender öffnen, wöchentlich neue Kerzen anzünden, Lebkuchen essen und ganz viel Weihnachtsstimmung einsaugen. Diesen Monat hatte ich tatsächlich viel Lust auf Bücher, aber einfach zu wenig Zeit und noch dazu viel zu dicke Bücher. Ich bin deshalb besonders gespannt auf den Dezember.
 

Gelesenes


Eine Übersicht meiner Bücher findet ihr übrigens auch hier HIER. Sollte bereits eine Rezension geschrieben sein, dann ist sie dort verlinkt.

Gut & Schlecht

Zum Glück haben mich beide Bücher absolut begeistert. Mehr zu 'Das Kind der Anderen' von Bethan Roberts könnt ihr bereits lesen und die Rezension zu 'Im Wald' von Nele Neuhaus folgt ganz bald. Für mich ein sehr starkes Buch, nachdem mich die Vorgänger eher enttäuscht haben.

Zusammengefasst

Essen, arbeiten, schlafen. Gefühlt sah die überwiegende Zeit genau so aus und deswegen freu ich mich besonders auf den Dezember, in dem auch Urlaub und viel freie Zeit ansteht. Außerdem will ich euch endlich von ganz vielen tollen Büchern berichten und auf Blogs stöbern gehen.

Postdschungel

Im November gab es auf dem Blog auch wieder einiges zu lesen. 'Die Vegetarierin' von Han Kang wurde viel diskutiert und auch ich habe das Buch gelesen. Meine Meinung könnt ihr auf dem Blog nachlesen. Lust eine Party zu schmeißen oder ein Dinner zu geben? In 'Feierlaune' könnt ihr die besten Tricks und Kniffe nachlesen. Die liebe Rebecca vom Blog 'Goldblatt' war im November zu Gast und gab ganz sympathische Antworten zu meinen Fragen. Lesen! Lust auf ein großartiges Buch? Dann solltet ihr unbedingt 'bleiben' von Judith W. Taschler lesen. Und im Kalender dürft ihr euch den 10. Dezember rot anstreichen, denn da öffnet sich das Türchen zum kreativen Blogger-Adventskalender auf meinem Blog.

Blick über den Tellerrand

Ab und an sollte man über den Tellerrand blicken, um ganz besondere Dinge zu entdecken. Beispielsweise lesenswerte und tolle Posts aus dem Netz und von anderen tollen Bloggern, die ich sehr schätze. Was gabs da also im November zu lesen? Blogplanung mit Trello? Auf dem Blogst-Blog gibt es dazu einen ganz interessanten Artikel, den man sich unbedingt näher anschauen sollte. Wo bleiben die Vermarktungsnetzwerke? Ute Nöth spricht im Börsenblatt über Buchblogs und Bezahlung. Auf Herzpotenzial gab es ein tolles Interior-Special. Wer diese Art der Bücher mag, der sollte unbedingt mal vorbeiklicken. Zu den Büchern gibt es demnächst auch etwas bei mir. Lust auf Zürich? Dann mal bei Tina vorbeischauen.
 

Monatsimpressionen


(mehr auf Instagram)

Wie war der November bei euch? Was war Gut? Was war Schlecht? Welche Bücher haben euch begeistert?

Vorfreude auf den großen Blogger-Adventskalender

27 November 2016 | 5 Kommentare
Foto: ©pixabay.de/kaboompics
Die Vorweihnachtszeit ist für mich eine der schönsten Zeiten im Jahr und der Adventskalender gehört für mich da einfach dazu. Dieses Jahr bin ich zum zweiten Mal beim kreativen Blogger-Adventskalender vom Frechverlag dabei und gemeinsam mit 23 anderen Bloggern unterschiedlichster Bereiche versüße ich euch die Vorweihnachtszeit. Jeden Tag dürft ihr bei uns ein Türchen öffnen. Ich darf noch nicht zu viel verraten, aber es warten viele tolle Überraschungen auf euch. Welche Blogs mit dabei sind, könnt ihr in der Übersicht bereits sehen und mit einem Klick auf das Bild gelangt ihr direkt auf die jeweilige Seite. Schaut euch doch schon mal um, denn es gibt immer etwas zu entdecken.

Wo gibt es denn sonst noch tolle Adventskalender zu entdecken? Organisiert ihr gar selbst einen? Immer her mit den Links und Tipps, denn ich liebe Adventskalender. :-)
Der große Blogger-Adventskalender 2016 vom frechverlag


Im Regal | Meine Leseliste für kalte Tage

24 November 2016 | 4 Kommentare

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Der Winter kommt und für mich ist das der perfekte Monat, um endlich mal wieder mit gutem Gewissen faul zu sein. Wenn das Wetter draußen schlecht ist, dann bleibt einem sowieso nichts anderes übrig, als faul auf der Couch zu liegen und zu lesen. Und weil mein Regal so viele Bücher beinhaltet, die ich eigentlich alle irgendwann, bald, demnächst mal lesen wollen würde, habe ich mir kurzerhand ein paar rausgesucht, die ich demnächst auf jeden Fall lesen will. Wirklich will.



Ich liebe ja Kaffee, aber genauso gerne mag ich auch Tee und in der kalten Jahreszeit gehört der für mich auf jeden Fall täglich dazu. Ich mag köstlichen Schwarztee, belebenden Grüntee und lasse mich auch sonst immer wieder überraschen. Guten Tee zu finden, und damit meine ich nicht den Beuteltee aus dem Supermarkt, ist gar nicht so einfach. Gut, wenn man einen Teedealer seines Vertrauens hat. Bei Nisima habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht und das Tolle ist ja, dass diesen Shop Studenten eröffnet haben, die alle die Leidenschaft zu gutem Tee verbindet und das quasi alles bei mir ums Eck. 


Mein aktueller Favorit ist aktuell der Amber Oolong und der Honey Black, aber das ändert sich eigentlich auch regelmäßig. Für mich aktuell die besten Begleiter zum Buch und meine riesige Leseliste, die ich ja demnächst auf jeden Fall schaffen möchte. Wahrscheinlich Wunschgedanken, aber man sollte sich ja doch ein Ziel setzen. Wenn ihr Nisima auch einmal probieren wollt, dann könnt ihr übrigens mit dem Code bücherliebe10 10% auf die gesamte Bestellung sparen.


Und was meine Bücher betrifft? Die sind wahrscheinlich auch alle zu empfehlen, aber die Zeit ist immer das Problem. Die ruhigen und kalten Monate sollen jetzt wieder mehr mit Lesen gefüllt werden und ich bin schon gespannt, ob ich hier neue Schätze entdecken kann.

180 Grad Meer von Sarah Kuttner | Wurde mir schon von vielen ans Herz gelegt und leider habe ich es immer noch nicht gelesen. Das sollte sich unbedingt ändern. Die Wahrheit und andere Lügen von Sascha Arango | Auch ein Tipp, der ebenfalls schon lange Zeit ungelesen im Regal steht. Das Ehespiel von Kate Christensen | Ich mag Eheromane ja seltsamerweise sehr gerne und bin sehr gespannt auf dieses Buch Stiller Tod von Roger Smith | Ein Autor, der mich überzeugt hat und von dem ich eigentlich alles lesen wollte. Bisher blieb es nur beim Vorsatz. Nach einer wahren Geschichte von Delphine DeVigan | Ihren Schreibstil mochte ich sehr und deshalb eigentlich auch unbedingt dieses Buch lesen. Jules und Jim vom Henri-Pierre Roché | Dieses Buch habe ich mir zum Indiebookday gekauft und seitdem liegt es hier immer noch ungelesen herum. Altes Land von Dörte Hansen | Ein hochgelobtes Buch, das ich bereits einmal begonnen habe und das mich dennoch nicht fesseln konnte. Ich würde es gerne nochmal versuchen. Das Leben natürlich von Elizabeth Strout | Von dieser Autorin habe ich bisher noch nie ein Buch gelesen und das würde ich sehr gerne ändern.

Kennt ihr denn schon eines der Bücher und könnt es mir besonders empfehlen? Trinkt ihr auch so gerne Tee oder kommt der nur auf den Tisch, wenn ihr krank seid?

Rezension | 'bleiben' von Judith W. Taschler

15 November 2016 | 2 Kommentare

Es ist eine kurze, zufällige Begegnung auf der Reise nach Italien: Max, Paul, Felix und Juliane – vier junge Leute, voller Träume für die Zukunft, treffen im Nachtzug nach Rom aufeinander. Juliane und Paul werden heiraten, Max und Felix sich auf eine Weltreise begeben. Nach zwanzig Jahren trifft Juliane Felix zufällig in einer Galerie wieder und die beiden beginnen eine leidenschaftliche Affäre, die er jedoch ohne jede Erklärung abbricht. Erst Monate später erfährt Juliane - ausgerechnet von ihrem Mann - den Grund. Die Wahrheit ist furchtbar und lässt das Leben aller eine dramatische Wendung nehmen.

Berührend und eindringlich

Wenn man viel über Bücher liest, dann wird dir über kurz oder lang irgendwann die Autorin Judith W. Taschler über den Weg laufen. Mir ist es in der Vergangenheit schon öfter so ergangen, dass ich mir unbedingt vorgenommen habe eines ihrer Bücher zu lesen. In meinem Urlaub am Meer habe ich mir dann aus einem spontanen Impuls heraus "bleiben" auf den Reader geladen und ich habe es keine Sekunde bereut.

Taschlers Erzählstil war der einzige Punkt, der mich zu Beginn der Geschichte irritiert hat. In "bleiben" geht es um vier Personen, die sich auf einer Zugfahrt kennengelernt und wieder aus den Augen verloren haben. Zwanzig Jahre später führt sie der Zufall wieder zusammen. Erzählt wird die Geschichte in unterschiedlichen Kapiteln, in der jedes Kapitel immer im Wechsel für eine der vier Personen steht. Interessant hieran ist, dass jeder Protagonist in der Ich-Perspektive erzählt und eine andere Person direkt anspricht. Für mich war nie ganz klar, welche Personen sich dort noch verstecken und ich sah nie wirklich einen Grund, die Geschichte so zu erzählen. Dennoch hat man sich als Leser nach einigen Kapiteln an diesen Stil gewöhnt und wird von der einnehmenden Erzählart Taschlers so gefesselt, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich habe dieses Buch am Meer an einem Stück gelesen und tatsächlich nur wenige Pausen eingelegt.

Max, Paul, Felix und Juliane sind vier unterschiedliche Protagonisten, die allesamt unglaublich authentisch gezeichnet wurden. Eine Geschichte über Freundschaft, Verrat, Tod und Schuld und eine Geschichte, die ganz viel im Leser bewegt. Man kann nicht zu viel über dieses Buch schreiben, ohne essenzielle Punkte der Handlung zu verraten. Man kann aber sagen, dass dieses Buch ein unglaubliches Leseerlebnis war, das Ende schockierte, überraschte und mich so nachdenklich stimmte, dass ich das Buch auch Tage nach der Lektüre noch im Kopf hatte. Für mich eines der Bücher, das ich mit gutem Gewissen empfehlen kann.

Judith W. Taschler habe ich mir nach dieser Lektüre auf jeden Fall vorgemerkt und alle weiteren Bücher werden sicher noch folgen. Eine großartige Autorin, die auf so vielen Ebenen über Gefühle, Ängste und Sehnsüchte erzählen kann und bei der dabei jedes Wort an der richtigen Stelle steht.

Fazit

Wer ein Buch sucht, das eine bewegende, mitreißende und eindringliche Geschichte erzählt und nachdenklich stimmt, dem sei "bleiben" auf jeden Fall ans Herz gelegt. Lange hat mich kein Buch mehr so begeistert und nicht mehr losgelassen, wie es "bleiben" getan hat. Leseempfehlung.

5/5 Punkten

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Buchblog-Juwelen | Goldblatt

13 November 2016 | 1 Kommentar

Rebecca ist schon längere Zeit in der Bloggerwelt unterwegs, hat ihre Seite aber vor einiger Zeit einem kompletten Relaunch unterzogen. Herausgekommen ist ein Blog, der wahnsinnig schön gestaltet ist, tolle qualitative Beiträge liefert und den ich unglaublich gerne lese. Wir teilen die Liebe zu Büchern, schönen Dingen, tollen Fotos und diesen Blog musste ich euch demnach unbedingt ans Herz legen. Wer Goldblatt noch nicht kennt, der sollte das unbedingt ändern.

Liebe Rebecca, dass Bücher einen ziemlich großen Platz in deinem Leben einnehmen ist nicht zu bestreiten. Nicht umsonst bloggst du über Bücher. Kannst du dich noch daran erinnern, welches Buch deine Liebe zur Literatur so richtig entfacht hat und seit wann du den Büchern verfallen bist? 
Leider nicht wirklich. Ich weiß, dass ich schon früh eine Faszination für Bücher entwickelt habe. Ich fand es immer schön, wenn meine Mutter mir vorgelesen hat. Ich habe gerne auch so in Büchern geblättert, als ich noch nicht lesen konnte und als ich es dann konnte, habe ich alles gelesen, was man mir in die Finger gab. Dass ich für Literatur brenne habe ich dann gemerkt, als ich das erste Mal in einer Bibliothek stand und von all den Büchern umgeben war. Ich habe mich einfach nur wohl gefühlt. 

Viele kennen dich noch unter deinem alten Namen „Bookaloo“. Seit kurzem hast du deinen Blog einem Relaunch unterzogen und bloggst nun unter „Goldblatt“. Warum der „Neustart“ unter anderem Namen? Und weshalb „Goldblatt“? 
Bei „Bookaloo“ habe ich nach einiger Zeit gemerkt, dass der Name nicht passt. Ich konnte niemanden beantworten, was das bedeutet. Woher der Name kommt. Weil es einfach ein Wortspiel mit dem Wort „Book“ war. Ich habe mir damals null Gedanken wegen des Namens gemacht. Mit der Zeit habe ich zusätzlich gemerkt, dass das reine Rezensieren und ausschließliche Bloggen über Bücher nicht die Erfüllung für mich ist. Das mache ich zwar gerne und auch noch überwiegend, allerdings habe ich mich automatisch durch den Namen limitiert gefühlt. Das wollte ich nicht mehr. Und deswegen musste Goldblatt her. Der Name Goldblatt hat eine ganz eigene Geschichte. Die ich gerne bei Bedarf und auf Anfrage genauer erläutere. Doch hier die Kurzfassung: Durch ein Missverständnis wurde mir mal der Nachname Goldblatt zugeteilt bzw erfunden. Bei der Suche nach einem neuen Namen klopfte Goldblatt immer mal wieder an. Aber irgendwie traute ich mich nicht recht. Mithilfe von anderen Bloggerinnen kam es bei einem WhatsApp-Pläuschchen zu der Entscheidung, dass es Goldblatt werden soll. Er klingt irgendwie bibliophil, erwachsener und auch klassischer; und bietet mir die Freiheit über andere Themen zu bloggen. Und ich hatte tatsächlich einen persönlichen Bezug zum Namen. 

Weshalb hast du damals überhaupt mit dem Bloggen begonnen? Was liebst du daran? Was magst du nicht? 
Ich habe vor Jahren mal privat gebloggt. Sowas wie ein kleines Online-Tagebuch geführt. Dann wurde das Leben zu aufdringlich und ich ließ es bleiben. Aber ich habe schon immer gerne geschrieben. Das liegt mir einfach. 2014 ereilte mich dann wieder eine Lesesucht. Ich wollte darüber reden, aber im Umfeld gab es niemanden, der so viel las, geschweige denn ähnliche oder gleiche Bücher. Ich tingelte von Booktuber zu Booktuber, las Blogs, stöberte auf Lovelybooks rum und war dennoch nicht zufrieden. Dazu kam, dass ich wieder Lust hatte, selbst zu bloggen, vermehrt zu schreiben und eines Tages dachte ich mir nur „Du machst das jetzt!“. Ich liebe tatsächlich den Austausch mit Lesern, anderen Bloggern. Das ist ja eins der Dinge, warum ich überhaupt damit angefangen habe. Was ich weniger mag: Diese Stimme im Hinterkopf, dass es mal wieder Zeit wäre zu bloggen. Oder manchmal zu denken: Oh, das könnte ich verbloggen. Ich weiß noch nicht so wirklich, wie gut oder schlecht ich das finde. 


Ich mag Blogs mit einem tollen Layout und einem aussagekräftigen Namen. Bei Goldblatt ist dir das in meinen Augen perfekt gelungen. Hattest du Unterstützung? 
Danke! Ich freu mich über solches Feedback. Es hat auch lang genug gedauert, bis ich mich auf das Layout eingeschossen habe. Ich bin sehr lange von A nach B, nach Z und zurück zu D gewandert. Und ja. Ich hatte tatsächlich Hilfe. Ohne die es wahrscheinlich nochmal gefühlt 1000 Jahre gedauert hätte. Mein Freund ist Informatiker, kriegt selbst in seiner Freizeit nicht genug von dem Thema und er hatte mir angeboten, die Seite für mich zu programmieren. Ich war also für die oberflächliche Optik und den Inhalt des Blogs zuständig, er dafür, dass alles seinen Platz darin findet und Besucher nicht das kalte Grausen beim Nutzen der Seite kriegen. 

Wie integrierst du den Blog in dein Leben? Gibt es feste Zeiten in denen du schreibst? Machst du dir viele Gedanken und Notizen? Oder legst du einfach los, wenn du Lust und Zeit hast? 
Ich versuche wirklich nach Redaktionsplan zu schreiben. Ich habe sogar mit einem Bullet Journal angefangen, um mich besser zu organisieren. Das funktioniert noch nicht so wie ich das eigentlich gerne hätte. Also ist es im Moment eine Kombination aus festen Tagen, wo ich schreibe und einer Nach-Lust-und-Laune-Mentalität. Und bei Rezension geht es nicht ohne Notizen. Bei den anderen Beiträgen hau ich einfach in die Tasten, schau was bei rumkommt und korrigiere eventuell nach, ehe das online geht. 

Was sind Bücher für dich? Was bedeutet Lesen für dich? Und wie und wo liest du am liebsten? 
Bücher sind für mich der Schlüssel zu einem fantasiereicheren, aufgeklärteren und toleranteren Leben. Sie sind Zuflucht, Hobby und Inspiration. Lesen ist mir also immens wichtig. Am liebsten lese ich, wie so viele, im Bett oder auf dem Sofa. Und ganz oft liege ich auf dem Bauch dabei. Erst wenn die Ellbogen anfangen zu schmerzen, setze ich mich aufrecht hin um zu lesen. 

Genauso wichtig wie der Blog selbst, ist mittlerweile auch Social Media. Welche Plattformen nutzt du? Welche magst du am meisten? Und welche Erfahrungen hast du gemacht?
Ich nutze Twitter, Instagram, Facebook und auch Pinterest. Am liebsten verweile ich aber tatsächlich auf Twitter. Die 140 Zeichen-Limitation nervt zwar oft, aber ich empfinde diesen direkten Kommunikationspool mit anderen Bloggern oder anderen Menschen als einfach, schnell und unkompliziert. Instagram befriedigt meine Schöne-Bilder-Sucht. Und Facebook mag ich nicht wirklich, ist aber noch immer ein guter Anlaufpunkt, wenn man mit dem Bloggen anfängt, und um überhaupt ein wenig auf sich und den Blog aufmerksam zu machen. Pinterest ist so ein Ding, was ich so ein wenig stiefmütterlich behandele. Ich habe Phasen, wo ich viel darauf unterwegs bin, und dann wieder Tage, wo ich nichts mache. Und irgendwie vermisse ich bei Pinterest noch ein bisschen die Wechselwirksamkeit. Es heißt ja immer, dass Pinterest für Blogger eine super Plattform ist um seine Beiträge zu teilen. Aber wirklich gebracht hat es mir noch nichts. Ich freue mich also, wenn mir da jemand Nachhilfe erteilen mag. 

Liest du Bücher auch zweimal oder würde das für dich nicht in Frage kommen? 
Seit ich mit dem Bloggen angefangen habe, ist es noch zu keinem „Re-Read“ gekommen. Dennoch habe ich schon Bücher mehrfach gelesen. Gutes Beispiel sind natürlich die Harry Potter Bücher. Und eigentlich wäre es sehr schade, wenn die Bücher einen nicht früher oder später zum Nochmal-Lesen verführen. 


Rezensionen findet man auf einem Buchblog natürlich recht häufig. Schreibst du sie gerne? Und immer sofort nach dem Buch oder wenn du eben gerade Zeit hast? 
Ich schreibe sie mal mehr, mal weniger gerne. Ich liebe es sie zu schreiben, wenn das Buch mich begeistert hat und ich all meine Begeisterung versuche in Worte zu packen. Allein die Hoffnung, dass jemand von der Begeisterung angesteckt wird, motiviert mich. Und es ist schön, über einzelne Aspekte nochmal die Gedanken kreisen zu lassen. Ich empfinde das Buch im Nachhinein dann nochmal intensiver. Und die Bücher verschwinden nicht einfach aus dem Kopf. Wenn ich sie rezensiere, kann ich mir Titel und Autor z. B. viel besser merken. Aber es gibt auch Bücher, wo ich mich mit dem Rezensieren schwer tue. Nicht immer, weil sie schlecht waren. Sondern weil die Wörter nicht kommen wollen. Weil meine Enthusiasmus dafür beschränkt ist. Und ich schreibe Rezensionen immer mit einer gewissen Pause. Ich kann nicht mehr direkt nach dem Lesen schreiben. Ich brauche die Zeit um das Gelesene im Kopf sacken zu lassen. Die Rezension schreibe ich aber nicht später als 2-3 Wochen danach. Alles darüber hinaus wird, meiner Erfahrung nach, echt schwierig. Und wie sieht es mit Verrissen aus? Ich scheue mich nicht davor zu schreiben, dass ich ein Buch furchtbar fand. Und ich würde mich und den Leser des Blogs belügen, wenn ich da versuche durch die Blume zu kritisieren. Das passt nicht zu mir. Ich bin auch so als Person sehr direkt. Und zugegeben, ich lese auch gerne Verrisse. Da schimmert oftmals ein bisschen stärker die Persönlichkeit, der Humor des Bloggers durch. Ich weiß, für den Verlag oder den Autor ist das nicht immer einfach und vor allem nicht schön. Aber ich hoffe, dass manch unverblümte Kritik die Autoren wachsen lässt. Außerdem wollen Blogger, die Verrisse schreiben, selten den Autor direkt beleidigen. Solange sich beide Seiten dessen bewusst sind, denke ich, sind Verrisse okay. 

Wenn man sich mit Blogs und Literatur beschäftigt, dann stolpert man zwangsläufig auch über andere Buchblogs. Welche Buchblogs liest du persönlich sehr gerne? Welche kannst du empfehlen? 
Ich lese ungemein gerne den Blog Zeit zu lesen. Kati trifft immer den Punkt mit wunderbaren Worten in ihren Rezensionen oder in ihren anderen Beiträgen. Die Qualität ihrer Beiträge und den Input den ich daraus ziehe, schätze ich ungemein. Darüber hinaus kann ich aber auch noch BücherKaffee empfehlen, da ist für jeden Lesegeschmack was dabei, Ink of Books und Herr Booknerd sind junge, freche Blogs, die aber auch die Buchblogger-Szene mit diversen anderen Beiträgen bereichern. 

Liest du auch gerne Blogs anderer Bereiche und wenn ja, welche wären das?  
Ich lese tatsächlich auch aus anderen Bereichen. Ich lese gerne Lifestyle-Blogs, aber auch Blogs die sich mit DIY, Blogtipps, Kochen, Backen oder Reisen etc. beschäftigen. Ich bleib da hängen, wo ich Lust drauf habe. Am liebsten lese ich z. B. bei Zukkermädchen, Rosegolden, Vanilla Mind oder aus meinem Blogroll Not an Avocado

Kannst du dein absolutes Lieblingsgenre und deinen Lieblingsautoren benennen? Und mit welchem Genre wirst du einfach nie wirklich warm werden? 
Das eine Lieblingsgenre gibt es nicht. Ich lese gerne wonach mir ist. Das kann Gegenwartsliteratur sein, dann wieder ein Jugendbuch mit Kitschtendenz, ein Fantasy-Abenteuer, ein Thriller oder auch einfach mal eine Biografie. Daher gibt es auch keinen festen Lieblingsautoren. Zu der Frage mit welchem Genre ich nie wirklich warm werde: Krimis. Historische Romane wie z. B. Die Säulen der Erde. Und High-Fantasy. Das ist nicht mein Ding. Da quäle ich mich nur mit. 

Welche drei Bücher willst du schon lange lesen und hast es trotzdem bisher nie geschafft? 
1. Throne of Glass von Sara J. Maas. 2. Die kürzeste Geschichte der Zeit von Stephen Hawking. 3. Inferno von Dan Brown. 

Und welche drei Bücher sollte man in seinem Leben unbedingt mal gelesen haben? 
1. Der Schwarm von Frank Schätzing. 2. Stolz und Vorurteil von Jane Austen. 3. Harry Potter (egal welcher Band) von J. K. Rowling. 


Wenn man dir jetzt hundert Euro in die Hand drückt und dich in deine Lieblingsbuchhandlung schicken würde, mit welchen Büchern würdest du wahrscheinlich wieder herauskommen? 
Oh je. Oh je. Mein erster Gedanke: Das reicht niemals aus. Da muss ich ja Abstriche machen! Aber ich würde wahrscheinlich endlich in den Besitz von „Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells, der illustrierten Ausgabe von Harry Potter und der Kammer des Schreckens und ein paar nach Lust und Laune geshoppten Büchern kommen. Im Buchladen rückt die Wunschliste ganz oft in den Hintergrund. Da verselbstständigt sich alles. 

E-Books oder das gedruckte Buch? Welches Buch bekommt bei dir den Vorzug und warum entscheidest du so? 
Das gedruckte Buch. Weil ich den Geruch liebe. Ich bin so eine, die an einem neuen Buch, wenn sie es aufschlägt schnüffelt. Das kann mir das eBook leider (noch) nicht bieten. Außerdem lässt sich der Traum von einer eigenen kleinen Bibliothek in der Wohnung schlecht realisieren, wenn die nur digital vorliegt. Das sieht nicht schön aus. Nein. 

Online-Shopping oder der stationäre Buchhandel? Wie kaufst du am liebsten und wo siehst du die Vorteile? 
Zugegeben, ich kaufe häufiger online. Das liegt aber auch ganz oft daran, dass ich irgendwie nur abends, wenn der Buchladen zu hat, in Buch-Shopping-Laune verfalle. Es ist halt unglaublich bequem. Das heißt aber nicht, dass mir diese Kauf-Art am liebsten ist. Mir ist natürlich die negative Entwicklung, die so ein Verhalten mit sich bringt, bewusst. Und Bücher im Buchladen zu kaufen ist wieder ein ganz anderes Gefühl und auch Happening, was ich komischerweise noch mehr schätze und irgendwie auch zelebriere, dadurch, dass ich häufiger online bestelle. 

Abseits des Buchlebens: Für was kann man dich sonst noch begeistern? Was machst du, wenn du keine Bücher in der Hand hast? 
Immer mehr die Fotografie. Digitale Bildbearbeitung und –erstellung. Das ist so ein Ding, was durchs Bloggen wiederkam und sich weiterentwickelt hat. Wie viele liebe ich aber auch das Storytelling durch Serien oder Filme. Aber ich spiele auch Computer-/Videogames. Ergo: Ich werde am Ende meines Lebens viereckige Augen haben. 

Du in drei Worten! 
Tollpatschig. Impulsiv. Melancholisch. 

Und was wolltest du sonst schon immer mal sagen? 
Ich darf so viele Bücher kaufen, wie ich will und muss nicht selbst zahlen?! Geil! 


Wenn ihr jetzt neugierg geworden seid, dann schaut doch unbedingt mal bei Goldblatt vorbei und lasst euch von den vielen tollen Beiträgen inspirieren. 

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Essen & Trinken | 'Bayrische Crossover-Tapas' von Mo Gämmerler

10 November 2016 | 0 Kommentare

Tapas haben ihren Ursprung in Spanien. Dort werden sie als kleine Häppchen zur Begleitung von Kaltgetränken serviert. Im Orient sind sie als Mezze bekannt. Auch in Bayern gibt es kleine Häppchen als "Schmankerl aus der Küche". Autorin Mo Gämmerler verband bayrische Tradition mit kulinarischen Aromen und kreierte tolle Rezepte, die das beste aus aller Welt verbinden. Fertig sind die bayrischen Tapas, die auch als Hauptgerichte funktionieren.

Inhalt

Die Autorin hat in diesem Buch in fünf Kategorien unterschiedliche Rezepte zusammengestellt, die alle unglaublich lecker und kreativ klingen und anzuschauen sind. Es wird da beste aus unterschiedlichen Kulturen vereint und verschiedene Geschmäcker kombiniert. Egal ob Fleisch oder Geflügel, Fisch oder Meeresfrüchte, Suppen oder Salat oder sogar Süßes. Hier ist alles vertreten, was das Herz begehrt und auch meine Empfehlung, wenn ein Fingerfood-Buffet geplant wird. Im letzten Teil stellt die Autorin aus den Rezepten passende Tapas-Menüs zusammen, die alle unter verschiedenen Oberthemen stehen.


Was findet man darin?

Was sind wohl bayrische Tapas? Im ersten Moment konnte auch ich mir nicht richtig etwas drunter vorstellen, aber wenn man erstmal durchs Buch blättert, dann wird man nur tolle Sachen finden, die auch prima als ganzes Hauptgericht funktionieren. Das wären dann Dinge wie Rosmarin-Puten-Spießchen, Indian Masala Saibling, Fisch-Carpaccio in Aperol-Vinaigrette, Ricottaknödel mit Salbeibutter oder Bayrisch Creme mit Mangopüree. Wie der Name des Buchtitels schon vermuten lässt, haben sich in die Rezepttitel einige bayrische bzw. sogar österreichische Namen eingeschlichen. Aber auch für Nicht-Bayern ist ganz schnell klar, um welche Zutaten es sich handelt.

Beschreibung & Zutaten

Wie bei BLV gewohnt, ist auch dieses Buch wieder äußerst ansprechend und übersichtlich gestaltet. Eine ausführliche Zutatenliste informiert über Portionsgröße und beinhaltet einfache Zutaten, die man auch im heimischen Supermarkt kaufen kann. Die Zubereitungsanleitung ist Schritt für Schritt und einfach verständlich verfasst und ansprechende Bilder zu jedem Rezept laden zum Nachkochen ein. Wie oben schon erwähnt, eignen sich die meisten Gerichte prima in kleiner Variante als Fingerfood oder Vorspeise oder in größerer Ausfertigung auch als ganzes Gericht. 

Das Probekochen



Ich liebe ja Kartoffeln und deswegen war ganz schnell klar, dass ich mir das Erdapfelgangerl mit Salsiccia von Seite 76 mal genauer anschaue. Ich habe die Menge der Flüssigkeit etwas erhöht, um eine flüssigere Suppe zu bekommen. Aber geübte Köche variieren ja immer ein bisschen und kochen nicht nur streng nach Rezept. Der Geschmack war wirklich vorzüglich und endlich habe ich auch einmal für Pastinaken Verwendung gefunden.

Fazit

Wer Tapas bzw. Fingerfood mag und offen für Neues ist, der sollte unbedingt einmal einen Blick in dieses Buch riskieren. Bayrische Klassiker werden hier komplett neu interpretiert und überraschen mit einem absoluten Geschmackserlebnis.

Bayrische Crossover-Tapas von Mo Gämmerler - BLV Verlag - 128 Seiten - ISBN 978-3-8354-1334-4 - Hardcover - 14,99 Euro - bei Amazon kaufen* | im Buchhandel kaufen
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