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Wohnliebe | Wie der Kalender zur Deko wird

Die Blogbuster-Longlist: Mit Katharina Radtke im Gespräch

28 März 2017 | 0 Kommentare

Hier habe ich ja schon über meine Wahl geschrieben und euch erzählt, weshalb Katharina Radtke mit 'Schneestolz' meine Wahl und damit meine Kandidatin für die Blogbuster-Longlist war. Wie alle anderen Longlistkandidaten auch, hat auch sie den Fragenbogen beantwortet. Die Antworten findet ihr hier. Ich war aber dennoch neugierig und wollte mehr wissen.

Wie kam es eigentlich dazu, dass du dich entschlossen hast ein Buch zu schreiben? 
Seit ich in der Schule schreiben gelernt habe, habe ich kleine Geschichten und "Bücher" verfasst und Tagebuch geschrieben. Woher diese Faszination kam, kann ich nur vermuten: Als Kind wurden mir etliche Bücher vorgelesen, ich interessierte mich besonders für Fremdwörter und habe mit meiner kindlichen Neugier Sprache und Literatur entdeckt. Mein Opa väterlicherseits war Schriftsteller und hat Gedichte und Kriegsberichte verfasst, dadurch war er mir schnell ein Vorbild. Als ich neun Jahre alt war, ist meine Oma gestorben und mir wurde schlagartig bewusst, dass das Leben endlich ist. Meine Gefühle habe ich in einem Brief an sie festgehalten, den mein Opa mit in ihr Grab gelegt hat. Ich weiß nur aus Erzählungen meines Vaters, dass ihn das sehr gerührt hat. Vier Jahre später ist auch er gestorben. Später habe ich mir oft vorgestellt, dass er schon damals mein Interesse für das Schreiben erkannt hat und mir vorgenommen, irgendwann ein Buch zu schreiben, für ihn sozusagen. Auf jeden Fall ist es mein Lebenstraum, ein Buch (oder am liebsten ganz viele Bücher) zu schreiben. 

Und jeder der irgendwann schreibt liest wahrscheinlich selbst gerne Bücher. Welche Autoren und Werke haben dich nachhaltig geprägt? 
Vor meinem Germanistikstudium habe ich ständig gelesen, währenddessen ist mir dann ein bisschen die Zeit für und Lust auf "Privatlektüre", wie wir das scherzhaft nannten, abhanden gekommen. In letzter Zeit versuche ich aber, wieder mehr zu lesen. Nachhaltig geprägt haben mich meist die tragischen Geschichten, darunter viele Klassiker wie Goethes Werther, Frankenstein und die Horrorgeschichten Edgar Allan Poes. Stark beeindruckt hat mich außerdem die mittelalterliche deutsche Literatur und dabei vor allem die immer noch aktuelle Mystik. Es geht um religiöse und philosophische Fragen - kurz gesagt darum, wie der Mensch zu seinem göttlichen Ursprung finden kann und was es eigentlich bedeutet, ein Mensch zu sein. 

Wie viel von dir selbst steckt in deinem Buch? 
Die Frage kann man eigentlich nur mit "alles und nichts" beantworten. Theoretisch kann ich nichts produzieren, was nicht an allen Ecken und Enden mit mir selbst verflochten ist und tatsächlich habe ich ja die Schauplätze des Romans bereist oder dort gelebt. Andererseits waren diese eigenen Erfahrungen immer nur Aufhänger, ein Startpunkt, von dem aus meine Protagonisten ihren eigenen Weg gegangen sind. Manchmal ging dieser Weg in eine ganz andere Richtung, als ich eigentlich wollte, aber da muss man loslassen und vertrauen. 

Der Schreibplatz von Katharina Radtke, an dem auch Schneestolz entstand
Stand die Idee für "Schneestolz" schon lange oder hast du viele andere Ideen verworfen, bis dieser Roman entstand? 
Ich habe zwar in meiner Jugend viele Ideen gehabt und wieder verworfen, aber die Idee für "Schneestolz" war ganz plötzlich da. Erst war es nur ein Gefühl, das ich dann zu fassen versucht habe. Nach und nach sind Charaktere, der Plot und einzelne Szenen vor meinem inneren Auge dazugekommen und zum Schluss fand sich nicht jedes Puzzleteil, das einmal zur Idee gehörte, darin wieder, aber das ist nicht schlimm. 

Wie wichtig ist Literatur für dich persönlich? 
Literatur ist für mich eine Möglichkeit, etwas Bleibendes zu schaffen und Menschen zu berühren. Mir ging und geht es selbst so, dass mir Literatur in schweren Zeiten Kraft gibt oder Trost spendet und das möchte ich gerne weitergeben. Meine persönliche Lebenseinstellung ist, dass nur das zählt, was wir in anderen bewirken oder für andere tun. Ich denke da auch oft an Hilde Domins Gedicht "wie wenig nütze ich bin": "Ich gehe vorüber - aber ich lasse vielleicht den kleinen Ton meiner Stimme, mein Lachen und meine Tränen und auch den Gruß der Bäume am Abend auf einem Stückchen Papier. Und im Vorbeigehn ganz absichtslos, zünde ich die ein oder andere Laterne an in den Herzen am Wegrand." 

Wo siehst du dich in zehn Jahren? 
In zehn Jahren bin ich hoffentlich noch genauso glücklich wie jetzt, lebe mit meinem Mann, meinem Sohn, noch ein, zwei weiteren Kindern und einem Mops namens Fran oder Frank (je nachdem) in unserem schönen Haus auf dem Land in Thüringen. Ich arbeite als Deutsch- und Englischlehrerin, wo ich junge Menschen für Sprache und Literatur begeistern kann und schreibe ab und zu nebenbei das ein oder andere Buch ... 

Und was machst du, wenn du nicht gerade einen Roman schreibst? 
Demnächst beginne ich nach meinem Studium, an einer Schule zu unterrichten. Vorher muss noch ein Umzug über die Bühne gehen und dann ist da noch meine Freiberuflichkeit, sodass man mich mit Sicherheit am Schreibtisch findet, wo ich korrigiere oder einen Roman übersetze. Natürlich nur, wenn mein 10-monatiger Sohn es dazu kommen lässt, denn meistens hängt er bei Mama am "Rockzipfel" und möchte von dort aus die Welt erkunden oder ein Buch vorgelesen bekommen. 

Katharina Radtke ist Jahrgang 1990 und hat in Freiburg und Oxford Germanistik und Anglistik studiert. Das eigene Buch ist für sie ein Kindheitstraum und die eine Sache, die sie im Leben getan haben wollte. Nach der Geburt ihres Sohnes 2016 war die Zeit endlich reif dafür und so wanderte das Manuskript zum Blogbuster. Sie lebt mit Mann, Sohn und jeder Menge antiken Büchern als freie Texterin und Übersetzerin in der Nähe von Leipzig.

Zur Leseprobe geht es hier

Essen & Trinken | 'Jeannys Lieblingskuchen: Süßes Glück mit Zucker, Zimt und Liebe' von Virginia Horstmann

26 März 2017 | 3 Kommentare

Foodblogleser kennen Virginia Horstmann, die unter Zucker, Zimt und Liebe bloggt ganz sicher. Seit 2012 teilt sie mit ihren Lesern tolle, einfache und besonders leckere Rezepte und hat mit diesem Buch jetzt ein wahres Schmuckstück auf den Backbuchmarkt geworfen. Die Besonderheiten liegen hier nicht nur im Inhalt, sondern ganz besonders auch in der Aufmachung.

Mit Zucker, Zimt und Liebe

Eigentlich bin ich ja gar nicht so der große Fan vom Backen. Kuchen kann man (ich zumindest leider) nicht täglich essen und deshalb mag ich kochen lieber. Aber wenn es dann doch ein Kuchen sein soll, dann mag ich lieber die einfachen Rezepte. Die Kuchen, die man problemlos ein paar Tage aufbewahren kann, die nicht überladen sind mit Creme und Sahne und die trotzdem lecker und saftig sind. Dieses Buch ist quasi all das. Aufgeteilt ist das Buch in die Kategorien Napfkuchen, Kastenkuchen, Kuchen aus der Springform, Kuchen vom Blech und Mini-Küchlein

Was findet man im Buch?

Man findet alles, was das Kuchenherz begehrt. Hier versammelt sich eine bunte Auswahl an 48 verschiedenen Rezepten, die jeden Fan von süßen Köstlichkeiten glücklich machen werden. Kirschkuchen mit griechischem Joghurt, Tiramisukuchen, Zimtschneckenkuchen, Blutorangen-Buttermilch-Guglhupf oder saftiger Limettenkuchen sind nur ein kleiner Teil der großen Auswahl. 

Beschreibung & Zutaten

Dieses Buch erinnert in Layout und Gestaltung absichtlich ein bisschen an Großmutters Zeiten und so ist es auch aufgebaut. Ich persönlich finde das wunderschön. Es werden einfache Zutaten, die jeder hat oder die man überall kaufen kann verwendet und die Anleitung und Umsetzung ist ebenfalls super easy. Damit ist dieses Buch auch für die geeignet, die sich selbst eher als schlechte Bäcker bezeichnen würden. Die Rezepte in diesem Buch haben quasi Gelinggarantie. 

Das Probebacken


Ich habe mich für den fruchtigen Ananaskuchen von Seite 43 entschieden und war vom Ergebnis absolut begeistert. Der Kuchen war super einfach zu machen, schmeckte wahnsinnig fruchtig, war total saftig und hat auch meine Gäste begeistert. Und da gibt es auch noch ein paar mehr Rezepte die unbedingt darauf warten ausprobiert zu werden.

Das Besondere

Die absolute Besonderheit an diesem Buch liegt in der Gestaltung. Die Autorin und der Verlag haben sich bei der Umsetzung wirklich etwas gedacht und das Buch ist voller kleiner Besonderheiten. Fettflecken, Kaffeeränder, handschriftliche Notizen und Schokoflecken sind beispielsweise immer wieder zu finden. Das gibt dem Buch einen ganz besonderen Charakter. Die Einlageblätter in alter Handschrift haben mich letzten Endes komplett begeistert. 

Fazit

Dieses Buch ist inhaltlich, wie optisch ein absolutes Schmuckstück und gehört in jedes Koch- bzw. Backbuchregal. Wer tolle und einfache Kuchenrezepte sucht, die wirklich lecker schmecken, und zusätzlich wert auf eine tolle Gestaltung legt, der muss dieses Buch unbedingt haben.

Jeannys Lieblingskuchen: Süßes Glück mit Zucker, Zimt und Liebe von Virginia Horstmann - Hölker Verlag - 112 Seiten -  ISBN 978-3881171281 - Gebundene Ausgabe mit Einlegeblättern - 24,95 Euro - bei Amazon kaufen* 
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Samstagskaffee #12 - ganz im Zeichen der #Leseparty

25 März 2017 | 0 Kommentare

Dieses Wochenende fällt das Samstagskaffee etwas kürzer aus. Grund ist vielleicht das wunderschöne Wetter, ganz sicher aber die wunderbare #Leseparty die aktuell läuft und mich ganz schön auf Trab hält. Es beteiligen sich wieder so viele wunderbare Buchmenschen an unserer tollen Aktion und deshalb gilt es ständig zu lesen, zu twittern und sich an den tollen Beiträgen zu beteiligen. Bei all den Vorbereitungen und Aktionen komme ich daher erst jetzt dazu, hier etwas zu schreiben. Nächste Woche gibt es dann ganz sicher wieder mehr und wer die Reihe noch nicht kennt, der kann auch HIER alle letzten Folgen davon nachlesen und hat dann ganz sicher die volle Portion Samstagskaffee.

HIER

ZEITSCHRIFTEN | Weil ich Zeitschriften genauso liebe wie Bücher, habe ich letzte Woche auch mal dazu etwas geschrieben. Wem geht es denn ähnlich?

UNTERHALTUNG | Und dann gab es auch noch die Rezension zu 'Frühstück mit Sophie' von Jennifer Bentz, welches mich richtig gut unterhalten hat und ich tatsächlich sehr empfehlen kann.

Und der aufmerksame Leser hat dann sicherlich auch noch bemerkt, dass ich mein Blogdesign ein kleines Stückchen verändert und angepasst habe. Ich hoffe, es gefällt euch genauso gut, wie zuvor. Was neu ist? Unter 'Schon gelesen?' stehen nun ausgewählte Artikel von mir, die teilweise schon älter sind, aber immer noch lesenswert.


WOANDERS

DIY | Jenny von Tulpentag hat ein ganz klasse DIY auf ihrem Blog online gestellt. Wem einfach Reißzwecken zu langweilig sind, der kann sich mal an den coolen Teilen im Beton Style versuchen.

CLEAN EATING | Clean Eating von Hannah Frey liegt auch in meinem Regal, aber ich hab es immer noch nicht geschafft etwas darüber zu schreiben. Maike von Herzpotenzial schon und die Rezension ist auf jeden Fall lesenswert.

POESIE | Bei Evi von Literatour.Blog gibt es einen Beitrag zum Welttag der Poesie. Wie ist das bei euch? Habt ihr Lyrik-Tipps? Mögt ihr Gedichte?

INTERVIEW | Mara von Buzzaldrins Bücher ist für das blaue Sofa auf der Messe unterwegs. Sie traf Feridun Zaimoglu zum Interview und ich hab es sehr gerne gelesen.

EIN BLICK ZURÜCK


WURFSCHATTEN | Dieses starke Buch hat absolut zu unrecht schlechte Kritiken. Ich war damals sehr begeistert und muss es jetzt mal wieder empfehlen. >> 'Wurfschatten' von Simone Lappert

IN DER KÜCHE

VEGGIE | Auf dem Veggie & frei von Blog gibt es ein ganz köstliches Rezept für Kumpir: Gefüllte Süßkartoffel im Thai Style. Das muss ich machen!

SHOPPING

BUCH | Man kann es sich denken, denn es geht um ein Kochbuch. Da gibt es zwei unglaublich sympathische Bloggerinnen aus Salzburg, die vor Kurzem ein Buch auf den Markt gebracht haben. 'Köstlich in Null Komma Nix' muss wohl bei mir einziehen.

Habt ein zauberhaftes Wochenende mit viel Sonne, schönen Momenten und Zeit für euch.

Rezension | 'Frühstück mit Sophie' von Jennifer Bentz

21 März 2017 | 1 Kommentar

Louisa ist 28 und ihr Leben gleicht einem Bausparvertrag: geplant und geregelt, auf Jahrzehnte hinaus. Herrlich! Doch plötzlich setzt ihr Freund sie vor die Tür. Zum Glück haben Sophie und Paul ein Zimmer frei. Aber in der WG der beiden Rentner geht es alles andere als ruhig zu. Cannabispflanzen auf dem Balkon, wilde Parties - Louisa versucht verzweifelt, ihren penibel strukturierten Alltag aufrechtzuerhalten. Am meisten nervt sie Ben von gegenüber, der sie nur noch „Stuffy Lou“ nennt und dummerweise verdammt sexy ist ...

Im Leben läuft nichts nach Plan

Louisa ist das, was man einen durchgeplanten Menschen nennt. Ihr Leben verläuft vorhersehbar. Den passenden Mann hat sie gefunden, in der Firma wird sie bald durchstarten und einer Familie steht nichts mehr im Weg. Doch das Leben hält sich nicht immer an perfekte Pläne und so ist Louisa ziemlich geschockt, als ihr Freund ihr gesteht, dass er eine andere geschwängert hat. 

Ehe sie sich versieht, landet Louisa in der Rentner-WG von Sophie und Paul und was eigentlich als Notlösung gedacht war, entpuppt sich ziemlich schnell als Glücksgriff. Auch wenn Louisa das anfangs ganz anders sieht. 

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Louisa, die absolut spießig und perfektionistisch daherkommt. Schnell merkt man aber, dass dies nur eine Fassade ist, hinter der sich Louisa versteckt. Tatsächlich kann sie auch ganz anders und meistert ihr Schicksal mit Bravour. Dabei darf man nicht vergessen, dass viele Stellen in diesem Buch einfach nur brüllend komisch sind. Jennifer Bentz beweist hier großes Schreibtalent und hat es tatsächlich geschafft Protagonisten zu kreieren, die stellenweise ziemlich verrückt sind, jedoch auf eine liebevolle Art und Weise. Protagonisten, denen man gerne folgt, die glaubhaft, urkomisch und nie übertrieben wirken. 

Sophie und Paul, die zwei Rentner aus der WG, haben mir mitunter am besten gefallen. Herrlich amüsant zu lesen, wie ein altes Ehepaar im besten Alter noch allerhand ausprobieren will. Vom Studium über die Anlage einer Haschplantage ist übrigens alles dabei. Lacher garantiert. 

Die Autorin erzählt hier eine unterhaltsame Geschichte, die durchaus zum Nachdenken anregt. Die Quintessenz der Handlung ist nämlich, dass man nicht immer alles bierernst nehmen sollte, weil das Leben ja doch macht, was es will. Locker bleiben und das Leben mit Humor nehmen ist manchmal die bessere Option. So habe ich Louisa gerne ein Stück auf ihrem Weg begleitet, unglaublich viel mit ihr gelacht, auch ein kleines Stück von ihr gelernt und dieses Buch mit einem Lächeln beendet. 

Wer Lust auf eine unterhaltsame Geschichte hat, die nicht plump daherkommt, keine typischen Klischees bedient, realistisch geschrieben ist und Spaß macht, der sollte sich dieses Buch unbedingt näher anschauen. 

Fazit 

Ein angenehmer Schreibstil, sympathische Charaktere mit Wiedererkennungswert und eine realitätsnahe Geschichte machen dieses Buch zu einem wunderbaren Unterhaltungsroman, den ich absolut empfehlen kann und sehr gerne gelesen habe. 

5/5 Punkten

Frühstück mit Sophie von Jennifer Bentz - Ullstein - 304 Seiten - ISBN 978-3548287522 - Taschenbuch - 9,99 Euro - bei Amazon kaufen*

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Weil ich es mal loswerden muss: Ich liebe Zeitschriften

19 März 2017 | 16 Kommentare

Wer mir auf Instagram folgt, der findet dort immer wieder Bilder mit Zeitschriften und dem Hashtag #Zeitschriftensuchti. Ja, ich bin süchtig. Das muss ich hier eingestehen. Ich lese gerne. Schon immer. Und das beschränkt sich bei mir nicht nur auf Bücher. Ich lese Zeitungen, ich liebe Zeitschriften, ich mag Texte. Ich besten Fall lerne ich etwas, im "schlechtesten" Fall wurde ich einfach nur gut unterhalten. Wartezeiten machen mir nichts aus, denn wenn ich eine Zeitschrift oder ein Buch dabei habe, dann verfliegt die Zeit wie von selbst. Und es gibt "leider" auch enorm viele Zeitschriften, die mich interessieren, die Interessen und Hobbys aufgreifen und den Eindruck erwecken, als müsste man sie unbedingt haben. Das ist nicht immer so, aber meistens ja doch. Irgendeinen Artikel oder eine Rubrik mit Mehrwert gibt es immer und deswegen ist es letzten Endes nie wirklich umsonst.


In meinem Regal türmen sich ziemlich viele Kochbücher, mehr als hundert werden es mittlerweile sein. Dennoch liebe ich Kochzeitschriften, habe die Deli im Abo, liebe das Mutti-Magazin, nicht zu vergessen die Lecker. In jeder Ausgabe gibt es garantiert etwas, dass ich dringend nachkochen und ausprobieren will. Und mit einem ansprechenden Layout sind die tollen Ausgaben ja auch irgendwie wie eine Miniausgabe eines tollen Kochbuchs. Meine Liebe zum Kochen habe ich schon ziemlich früh entdeckt und damals einen Ordner angelegt, in dem ich alle Rezepte aus Zeitschriften gesammelt und eingeklebt habe. Den Ordner habe ich heute noch und mittlerweile ist kein Platz mehr. Rein theoretisch mache ich es aber noch heute so. Ich habe eine Box, in der ich alle guten und leckeren Rezepte aus Zeitschriften sammle. Viele Schnipsel und Seiten und ein großes Sammelsurium an tollen Rezepten.



Und dann wären da noch die tollen Wohnzeitschriften, Healthy Magazine, die Flow, die ganzen Zeitschriften über Bücher und alles, was mich halt sonst noch so interessiert. Der Stapel ist groß, die Zeit ziemlich oft klein und dennoch kann ich nicht dran vorbeigehen. Eine tolle Headline auf dem Cover, ein ansprechender Text, ein gutes Rezept und man hat mich schon. Ich bin auf dem Weg zur Kasse. Kennt ihr das vielleicht auch? Inga von schonhalbelf hat vor einiger Zeit begonnen, einen Magazincheck auf dem Blog online zu stellen. Eine Idee, die ich ziemlich genial finde, weil Zeitschriften ja auch ein klein wenig wie Bücher sind. Oder was meint ihr?


Und dann gibt es ja auch manchmal die Artikel in Zeitschriften, die geniale Bilder haben. Diese Seite stammt zum Beispiel aus dem aktuellen Sonderheft der Couch und gefällt mir so gut, dass es bald an der Wand hängen wird. Mit Washitape sind Postkarten und Zeitschriftenschnipsel nämlich schnell dort befestigt, bilden eine super Deko und können auch schnell wieder entfernt und ausgetauscht werden. Also wer meinte nochmal, dass Zeitschriften nur Geldverschwendung sind?

Lest ihr auch so gerne Zeitschriften? Welche denn besonders gern? Oder seht ihr das ganz anders und kauft euch eben lieber Bücher von dem ganzen Geld?