Rezension: "Chucks" von Cornelia Travnicek

13 März 2012 | 0 Kommentare
 

Zum Buch

Chucks von Cornelia Travnicek - Deutsche Verlags-Anstalt -  187 Seiten - ISBN 978-3421045263 - Broschiert - 14,99 Euro  

Inhalt

Mae ist Anfang zwanzig und war vor kurzem noch als Punk in den Straßen von Wien unterwegs. Sie lebte von Dosenbier und den Gesprächen mit ihrer Freundin Tamara. Im Aids-Hilfe-Haus muss sie eine Strafe wegen Körperverletzung abarbeiten und lernt dort den HIV positiven Paul kennen. Sie verliebt sich in und verlässt für ihn ihren Freund Jakob.Mit Paul ist das Leben anders, jeden Tag neu, weil auch jeder Tag der letzte sein kann. Als bei ihm die Krankheit ausbricht und der Tod unvermeidlich scheint, beginnt Mae seine Haare und Fußnägel zu sammeln. Zuletzt fängt sie sogar die Luft aus seinem Krankenzimmer in einem Tupperdöschen ein. Weiß sie doch genau, wie es ist einen geliebten Menschen zu verlieren und wie es ist gegen das Vergessen anzukämpfen. Ihr Bruder starb an Krebs und alles was ihr von ihm blieb, sind seine roten Chucks, die sie seither Tag für Tag träg 

Meine Meinung

Ich bin auf dieses Buch im Rahmen der Debütautorenaktion von Lovelybooks aufmerksam geworden und bin sehr froh es gelesen zu haben."Chucks" ist ein Buch, das den Leser lachen und weinen lässt und einen am Ende tief berührt zurück lässt. Mae ist ein gebrandmarktes Kind. Als Kind musste sie damit klarkommen ihren Bruder zu verlieren und sehen wie die Familie daran zerbrochen ist. Als Jugendliche scheint sie auf die schiefe Bahn zu geraten, trinkt Dosenbier und ist mit der Punkerin Tamara unterwegs. Dann ist sie die junge Frau, die mit dem vernünftigen Architekten Jakob zusammen lebt, der für sie einfach zu vernünftig ist und den sie dann schließlich auch verlässt. Als sie im Aids-Hilfe-Haus Paul kennenlernt ist sie verliebt. Und wie sie sich um ihn kümmert und mit dem todkranken umgeht, ist absolut berührend. Mae ist ein, auf Anhieb, sympathischer Charakter den man ihn sein Herz schließt. Eine Prise Aufmüpfigkeit gepaart mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Die Schreibweise der Autorin ist flüssig und leicht lesbar und nach den ersten Seiten ist man bereits gebannt und will einfach nur weiterlesen. Die Wechsel zwischen den Zeiten waren anfangs etwas verwirrend, wenn man sich aber eingefunden hat, merkt man schnell, das dies das besondere an diesem Buch ist. 

Fazit

Cornelia Travnicek lässt die Gefühle des Lesers Achterbahn fahren und berührt. Das Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung.

5/5 Punkte

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