Rezension: "Vom Liebesleben der Mondvögel" von Elias Wagner

26 April 2012 | 0 Kommentare

DATEN

Vom Liebesleben der Mondvögel von Elias Wagner - Hoffmann und Campe - 240 Seiten - ISBN 978-3455403565 - Gebundene Ausgabe - 19,99 Euro - Hier kaufen

INHALT

Max ist fünfzehn und wohnt mit seinem Vater am Starnberger See. Weit mehr als für Mädchen interessiert er sich für die wunderbare Welt der Insekten. Als die Sommerferien beginnen, weiß er gar nicht wie er die sechs Wochen verbringen soll. Sein bester Freund Jacob hat es sich zum Ziel gesetzt das beliebteste Mädchen der Klasse ab zu schleppen. Ganz nebenbei hat Max das Gefühl, dass sein Vater verrückt wird. Denn seit seine Mutter verunglückt ist, übermalt dieser in seinen depressiven Phasen die Gemälde seiner Frau. Wenn Max alles zu viel wird, dann verschwindet er, am liebsten auf die "Insel der Seligen". Bei einem seiner Streifzüge begegnet er Sofia und für kurze Zeit gerät alles durcheinander.

MEINE MEINUNG

"Vom Liebesleben der Mondvögel" war für mich ein Buch das mich beim lesen der Inhaltsangabe und auch beim Anblick des Covers sofort angesprochen hat. Als ich dann mit dem Lesen begann, war ich auch direkt gefesselt. Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig und äußerst angenehm zu lesen. Einige Male musste ich wirklich schmunzeln und das im Buch sehr oft zu Insekten und Faltern Bezug genommen wird, macht das ganze noch origineller. 

Elias Wagner schreibt nicht nur angenehm, sondern ist zudem auch noch witzig. Ganz oft hat mich das Buch zum schmunzeln gebracht und auch die Beschreibungen der Natur und Landschaft, besonders rund um die "Insel der Seligen" fand ich sehr gelungen. Zwischenzeitlich hatte ich selbst das Gefühl mitten in diesem Sommer zu stecken und alles hautnah zu erleben.

Manchmal schweifte der Autor hier aber ein wenig ab und erzeugte den Eindruck von gewollt, aber nicht gekonnt. Beispielsweise dann, wenn die Ausdrucksweise sehr poetisch wurde und streckenweise die Handlung an Natürlichkeit verlor und eher konstruiert daher kam.

Nichts desto trotz, sind die Charaktere allesamt sehr sympathisch dargestellt. Besonders Max, der mir deutlich älter und reifer vorkam, als fünfzehn Jahre. Die Beziehung zum Vater wurde sehr anschaulich geschildert, denn anfangs haben beide miteinander noch ihre Problem. So ist es eher ein nebeneinander her leben, als ein miteinander leben. Doch nimmt dies im Lauf der Handlung eine positive Wendung.

Wer ein Buch mit spannender Handlung sucht, wird hier enttäuscht sein. Spannung kommt hier nämlich keine auf, aber dafür ist dieses Buch auch nicht gedacht. Es erzählt von einem Sommer auf dem Weg zum Erwachsenwerden und von einem fünfzehnjährigen der seinen Weg noch nicht ganz gefunden hat. und ist somit sehr erfrischend und anders und dazu angenehm zu lesen. Ein perfektes Buch für die Hängematte und zum runterkommen und abschalten.  

FAZIT

Sehr erfrischend, anders und angenehm zu lesen. Ein tolles Buch für angenehme Lesestunden in der Hängematte, zum runterkommen und abschalten.  

4/5 Punkte

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen