31 Tage - 31 Bücher / No.23: Das Buch aus meinem Regal, das die wenigsten Seiten hat

23 August 2012 | 4 Kommentare
Bücher von Andrea Maria Schenkel sind ja grundsätzlich etwas schmaler als andere. Dieses Exemplar hat um die 124 Seiten und ist somit auf jeden Fall das Buch unter den Romanen mit den wenigstens Seiten im Regal.

In der tiefsten bayerischen Einöde: Eine ganze Familie wird in einer Nacht ausgelöscht, mit der Spitzhacke erschlagen. Jetzt heißt er nur noch Mordhof, der einsam gelegene Hof der Danners in Tannöd, und vom Mörder fehlt jede Spur … Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi Preis und dem Friedrich-Glauser-Preis.

Im Jahr 2009 habe ich dieses Buch übrigens in einem Rutsch gelesen und meine Rezension dazu (die ich damals nur auf Amazon veröffentlicht habe und die etwas dürftig ist, lautet wie folgt:


Habe dieses damals so hochgepriesene Buch nun endlich auch einmal selbst gelesen. 125 Seiten sind ja schnell durch und meine Erwartungen waren, nach vorherigem Lesen der Rezensionen hier, auch nicht besonders hoch gestellt.

So habe ich nun angefangen dieses Buch zu lesen und war mir schon anfangs sicher, dass ich wohl selbst auch nur 1 Stern geben werde. Zu verwirrend fand ich den Schreibstil. Und die eingebauten Gebetspassagen gar nicht passend. Doch dann auf einmal hat es angefangen mich zu fesseln, irgendwie. Man kann es nicht recht beschreiben, weil dieses Buch doch sehr außergewöhnlich ist. Die Autorin lässt hier die Personen die mehr oder weniger mit dem Fall und der Familie zu tun haben immer einzeln zu Wort kommen und baut zwischendurch immer wieder die Handlungen des vermeintlichen Täters ein um eine gewisse Spannung aufzubauen.

Die Gebetspassagen hätte man weglassen können, da sie meiner Meinung einfach nur Seitenfüller für den dünnen Lesestoff sein sollten. Da sie mit der eigentlichen Geschichte auch nichts zu tun haben, kann man sie getrost überblättern. Ansonsten muss ich sagen, dass dieses Buch nicht zu recht die Leser spaltet. Was man an den teils sehr unterschiedlichen Kritiken lesen kann. Tannöd ist auf jeden Fall ein irgendwie anderes Buch. Aber nach einer gewissen Weile kommt Spannung auf und dann packt es einen doch. Und als ich mit dem Lesen fertig war (mitten in der Nacht, allein zu Hause) hat es mich fast ein bisschen gegruselt. Deshalb gebe ich jetzt auch 3 Sterne, weil es doch nicht so schlecht ist, wie ich anfangs vermutet habe. Doch eine wirkliche Empfehlung kann man hier nicht geben. Am Besten selbst lesen. 

Welches Buch ist bei euch im Regal das Buch mit den wenigsten Seiten? Sind Bücher mit wenigen Seiten und Standardpreisen Abzocke des Verlags?`

Kommentare:

  1. Ich habe Tannöd nicht als Buch gelesen, sondern auf der Bühne gesehen und ich war so gefesselt von der Geschichte, dass ich fast sprachlos das Theater verlassen habe. Einerseits waren natürlich die Schauspieler in der Umsetzung wahnsinnig gut, aber andererseits war die Geschichte und Inszenierung so packend, dass man einfach an den Lippen der Schauspieler hing. Aber ich glaube auch, dass man dieses Buch besser als Stück verstehen kann, weil die Verwirrung die am Anfang natürlich vorhanden ist und den Reiz dieser Geschichte auch ausmacht durch das Zuschauen sich nach und nach auflöst.
    Mein dünnstes "Büchlein" ist Woyzeck von Georg Büchner. Ich musste es aber im Lieteraturkurs aufführen und war deswegen wirklich nicht begeistert von der Geschichte :P

    LG Doreen

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  2. Das Buch lesen wir momenten im Deutsch-LK uuund nun ja... Ich finds lahm :D Nachdem ich es zugeschlagen hatte dachte ich mir eigentlich nur '... Schön. Und jetzt?' :D Wenn du verstehst was ich meine...
    Und ich versteh was du meinst mit den Gebetsteilen. Am Anfang baut das ja vielleicht ein bisschen Atmosphäre auf, aber dann hat mans einfach nurnoch überblättert...

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  3. Das Buch hab ich gelesen, als ich im Zusammenhang mit dem Originalfall darauf aufmerksam gemacht wurde. Ich muss leider sagen, dass ich mir - aufgrund meiner Beschäftigung mit dem Tatsachen-Mord - mehr erhofft hatte. ;)

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  4. Hm... das mit den wenigsten Seiten... der Cora Verlag bring so Heftchen a ungefähr 120 Seiten raus. Von denen habe ich einige. Aber als wirkliches Buch würde ich sie nicht bezeichnen.
    Ansonsten haben wohl die beiden ersten Debüts auf meinem Blog die niedrigste Seitenzahl. Mal überlegen wie die hießen...
    Blanche- der Erzdämon und Blutflucht Evolution.
    Je etwa 200 Seiten denke ich.

    Liebe Grüße
    Nadine

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