Rezension: "Purpurmond" von Heike Eva Schmidt

16 August 2012 | 2 Kommentare

DATEN

Purpurmond von Heike Eva Schmidt - PAN Verlag - 347 Seiten - ISBN 978-3426283660 - Gebundene Ausgabe - 14,99 Euro - Hier kaufen

"Hexe, Hexe, du sollst brennen,
mit dem Kopf nach unten hängen.
Teufelslieder sollst du singen,
bis die Flammen dich umringen.
Hexe, Hexe, du sollst sterben,
mit deiner Asche den Himmel färben."

INHALT

Cat, die eigentlich Caitlin heißt ist neu nach Bamberg gezogen. Und eigentlich gefällt es ihr hier überhaupt nicht. Zu allem Überfluss hat sie die größte Zicke der Klasse ständig auf dem Kieker. Als Sina sie jedoch zu einer Party einlädt, geht Cat hin. Die Party soll im alten Drudenhaus stattfinden, das früher als Kerker für die angeklagten Hexen diente. Natürlich läuft die Party nicht wie geplant und Sina und ihre Freundinnen wollen Cat einen Schrecken einjagen und sperren sie ein. Als Cat einen Ausweg sucht, findet sie einen alten Halsreif und legt ihn sich um. Schon bald muss Cat feststellen, dass der Reif mit einem Fluch belegt ist und sie geradewegs in die Vergangenheit befördert. Und zu allem Überfluss lässt er sich auch nicht mehr entfernen. Gäbe es da nicht die kräuterkundige Dorothea und ihren Bruder Jakob, würde sie glatt verzweifeln. Zumal sich der Reif immer enger um ihren Hals zieht...

MEINE MEINUNG

Wie die meisten Leser meines Blogs wissen, sind Fantasybücher bei mir eigentlich weniger bzw. gar nicht vertreten. Weil Dani von Brösel's Bücherregal jedoch von dem Buch überzeugt war, ich schon viel gutes davon gehört habe und vieles ja auch im Mittelalter spielt und mir als Historien-Fan deshalb bestimmt gefallen könnte, las ich dieses Buch.

Der Fantasy-Bereich beschränkt sich in diesem Buch nur auf die Zeitreisen-Szenen und darum gefällt es mir wahrscheinlich relativ gut. Da ich ja nicht wirklich Fan von übersinnlichen Wesen bin. Von Anfang an ist es sehr flüssig geschrieben und der Leser ist schnell im Lesefluss. Was mich jedoch etwas gestört hat, war die übertriebene teenymäßige Art von Cat. Gut, es ist ein Jugendbuch und die Zielgruppe eigentlich auch etwas jünger. Aber dennoch kam es mir etwas übertrieben vor solche Sätze wie "Du blöde Bitch, mach die Tür auf" zu verwenden. Wenn man darüber aber hinwegsieht und Cat irgendwann immer länger im Jahr 1630 unterwegs ist, wird es auch immer besser. Das kann aber auch durchaus daher rühren, dass ich Historische Bücher sehr gerne lese und den Maßstab deshalb etwas anders angesetzt habe.

Ebenso ist es sehr interessant, dass die Autorin Heike Eva Schmidt die Themen der Hexenverbrennung und Hexenverfolgung gewählt hat, die zur damaligen Zeit ja wirklich keine Seltenheit waren. So werden hier Fantasy und geschichtliches gekonnt miteinander verbunden. Die Protagonisten, allen voran Cat, werden einem im Lauf der ganzen Handlung immer sympathischer und man leidet auf jeden Fall mit ihnen mit. Das Cat aber in den kurzen Aufenthalten im Mittelalter sofort die beste Freundin und die Liebe des Lebens findet, waren mir dann doch etwas zu schnell und nicht ganz nachvollziehbar.

Für mich war das Buch ein netter Ausflug in eine andere Welt, die mich auf jeden Fall gut unterhalten hat und mich auch hin und wieder schmunzeln ließ.

FAZIT

Ein Buch das Fantasy und Geschichtliches miteinander verbindet und gut unterhält. Und ganz nebenbei lernt man auch noch einiges über die Hexenverfolgung.

4/5 Punkten


Kommentare:

  1. Sehr schöne Rezi!
    Das Buch möchte ich auch nochmal lesen, es klingt sehr interessant mit der Hexenverfolgung als Thema.

    LG
    Lilly

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  2. Ich sehe schon, das Buch darf auf meiner WL bleiben. Da liegt es zwar schon etwas länger, jedoch zieht mich das pinke Cover garantiert früher oder später noch an ;-)

    Liebe Grüße
    Marleen

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