Rezension: "Angst" von Jack Kilborn

17 Oktober 2012 | 2 Kommentare

DATEN

Angst von Jack Kilborn - Heyne - 400 Seiten - ISBN 978-3453527973 - Taschenbuch - 8,99 Euro - Hier kaufen

INHALT

In dem kleinen Örtchen Safe Haven, Wisconsin, stürzt ein Militärhubschrauber ab. Doch keiner der Bewohner ahnt, welches Unheil dieser Absturz über den Ort bringt. Im Flugzeug die fünf grausamsten Massenmörder von Amerika, die vom Militär rekrutiert wurden. Im Gepäck ganz viele Waffen und große Mordlust. Für die Bewohner des kleinen Städtchens beginnt nun ein großer Albtraum und es gibt scheinbar kein Entkommen. Nur eine kleine Gruppe schafft die Flucht. Aber wird diese am Ende auch wirklich gelingen? 

MEINE MEINUNG

Als Fan von Thrillern und gerne auch welchen, die im Horror-Genre angesiedelt sind, war ich vom Klappentext sofort angetan. Aufgrund einer Empfehlung habe ich es letzten Endes gelesen.

Dieses Buch ist sicherlich nichts für zartbesaitete Gemüter und empfindliche Geschöpfe, die auch bei Horrorfilmen schon Panik bekommen. Ganz sicher auch nichts für Kinder bzw. Jugendliche. Man braucht schon einen robusten Magen und gute Vorstellungskraft um sich hier in die Abgründe der Menschheit hineinzuversetzen. Allerdings wurde hier definitiv zu viel Effekthascherei betrieben um die eigentlich platte und vorhersehbare Story zu kaschieren und zu überspielen. Literarische Meisterwerke habe ich nicht erwartet, aber etwas mehr hätte nicht geschadet. 

Ich habe zu Beginn nicht wirklich in die Handlung hineingefunden, habe ich doch auch anderes erwartet. Die Tatsache das hier Menschen mit implantierten Mikrochips im Gehirn ihr Unwesen treiben, die auf Vernichtung und Mord programmiert sind und stellenweise an Hulk erinnern, hat mir nicht so gefallen. Das ist aber auch rein subjektiv gesehen. Geschichten in denen literweise Blut fließt sind schließlich meist nicht mehr als das, eben ein Horror-Buch ohne viel Tiefgang.

Auch die Charaktere kommen stellenweise äußerst platt daher und hätten vom Autoren noch etwas besser ausgearbeitet werden können. Selbst die Namenswahl der einzelnen Protagonisten fand ich nicht immer gut gelungen, verbindet man mit einem Namen auch einen Typ. Das der Feuerwehrmann in Safe Haven letzten Endes Erwin heißt, hat mich doch ein wenig zum Schmunzeln gebracht. 

Ob es nun drei oder doch vier Punkte werden, habe ich mir gut überlegt. Lege mich aber letzten Endes doch auf drei Punkte fest. Denn wirklich überzeugen konnten mich weder die Geschichte, noch die Handlung und schon gar nicht die Charaktere.

FAZIT

Wer ein Buch lesen will, das wenig Tiefgang hat und vordergründig einfach nur blutig und grausig ist, der ist mit diesem sicherlich gut bedient. Wer vielleicht auch Wert auf eine Handlung legt, sollte besser zu einem anderen Buch greifen. Es gibt aus diesem Genre auf jeden Fall bessere Empfehlungen. 

3/5 Punkte

Kommentare:

  1. Eine ehrliche und klare Rezension.
    Für mich auf keinen Fall was, aber deine Rezi habe ich gerne gelesen ;)

    LG
    Lilly

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  2. Da stimme ich Lilly zu, eine offensichtlich sehr aufrichtige Rezension. Das mag ich. Und man soll nicht denken, negative Rezensionen würden nicht gelesen. Manchmal ist das wie mit den großen Katastrophen im Fernsehen; man muss wissen, was schiefgelaufen ist.

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