Rezension: "Das Pestzeichen" von Deana Zinßmeister

06 Oktober 2012 | 1 Kommentar

DATEN
Das Pestzeichen von Deana Zinßmeister - Goldmann - 409 Seiten - ISBN 978-3442476398 - Taschenbuch - 9,99 Euro - Hier kaufen

INHALT
Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges ist das Land an der Saar menschenleer und verwüstet. Die Menschen, die den Krieg überlebt haben, leiden oft Hunger oder fallen der Pest zum Opfer die zu dieser Zeit wütet. Susannas Familie hat das alles überstanden und ihnen geht es verhältnismäßig gut. Als Susanna gerade nicht auf dem elterlichen Hof weilt, überfallen ihn grausame Fremde. Sie morden und zerstören, nur Susannas Vater überlebt schwer verletzt. Bevor er stirbt vertraut er seiner Tochter geheimnisvolle Schriften an, die sie zu einem Schatz führen sollen. Doch Susanna ist nicht die Einzige die von der Existenz des Schatzes weiß. Auch der geheimnisvolle Jeremias will ihn heben und ist Susanna auf der Spur. Auf der Flucht begegnet Susanna ein junger Schweizer auf der Durchreise und sie ahnt noch nicht, dass dieser ihr helfen kann, den Schatz zu finden. Die Zeit drängt, denn auf dem Weg lauern einige Gefahren und nicht nur Jeremias kommt näher, sondern auch die Pest...

MEINE MEINUNG
Wer Deana Zinßmeister kennt, der weiß wie viel Recherche und Arbeit in ihren Büchern stecken. Auch in diesem bedient sie sich wahren Fakten und Begebenheiten bzw. Schauplätzen die es so wirklich gibt. Drumherum wurde die Geschichte von Susanna gesponnen, deren unbesorgte Jugend plötzlich von einem Tag auf den anderen Vergangenheit ist. Als sie unterwegs ist, wird ihre ganze Familie ermordet und sie steht allein und ohne Zuhause da, verfolgt von skrupellosen Schatzjägern, die vor nichts zurück schrecken. 

Susanna ist eine selbstbewusste junge Frau, die sich so leicht nicht einschüchtern lässt und nun das Beste aus ihrem Schicksal macht. Zinßmeister hat diese Figur sehr glaubhaft und sympathisch dargestellt und der Leser leidet und fiebert mit Susanna regelrecht mit. Die detaillierten Beschreibungen der einzelnen Schauplätze und Orte und die flüssige und angenehm lesbare Schreibweise machen hier ihr übriges. In diesem Buch werden nicht nur die Pest und das Leben nach dem Dreißigjährigen Krieg behandelt, sondern beispielsweise auch der Salzhandel und so bekommt man neben der spannenden Geschichte auch noch allerlei historisches Hintergrundwissen, das hier anschaulich dargestellt wird. 

Wer bisher mit Historischen Romanen noch nicht wirklich etwas Anfangen konnte, könnte vielleicht mit diesem Buch Zugang zu diesem Genre bekommen. Nicht umsonst schreiben Kritiker, dass Zinßmeister in der obersten Riege der Autoren von Historischen Romanen angekommen ist. 

Das Land an der Saar und die Sorgen und Nöte der Menschen, die sie damals hatten wurden hier auf anschauliche Art und Weise näher gebracht. Diese Autorin kann schreiben, das merkt man hier auf jeder Seite.

FAZIT
Fans von Historischen Romanen sollten Deana Zinßmeister und speziell auch dieses Buch unbedingt gelesen haben. Für alle anderen könnte dieses Buch vielleicht ein Einstieg in ein abwechslungsreiches und spannendes Genre sein. 


5/5 Punkte

Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars

1 Kommentar:

  1. Susanna ist ein toller Charakter, nicht? Sehr eigensinnig, aber sympathisch :)

    Das Beste an dem Buch war für mich, dass die geschichtlichen Hintergrundinfos so ganz "nebenbei" im Buch auftauchen, wie selbstverständlich und es fällt beim Lesen nicht unangenehm auf.

    Gute Rezension!

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