Rezension: "Schnitt" von Marc Raabe

02 November 2012 | 5 Kommentare
DATEN
Schnitt von Marc Raabe - Ullstein -  448 Seiten - ISBN 978-3548284354 - Broschiert - 14,99 Euro - Hier kaufen

INHALT
Gabriel beobachtet als kleiner Junge einen grausamen Mord. Doch sein Unterbewusstsein vergisst dreißig Jahre lang, was in dieser Nacht wirklich geschah. Dann wird seine Freundin entführt und gerät in die Hände eines grausamen Psychopathen und bald muss Gabriel feststellen, dass dieses Ereignis unabdingbar mit seiner Vergangenheit und den damaligen Ereignissen verknüpft ist. Doch das bringt ihn in tödliche Gefahr und um zu verstehen, muss er sich erinnern...

MEINE MEINUNG
Mit diesem Buch hat Debütautor Marc Raabe einen spannenden und äußerst fesselnden Psychothriller abgeliefert, der seinen Namen wirklich verdient. Geschickt hat es der Autor geschafft Spannung und Nervenkitzel zu erzeugen und den Leser förmlich an das Buch zu binden. Der Großteil kommt ohne zu viel Brutalität aus, zum Ende hin wird es mehr. Für zartbesaitete Leser ist dieses Buch daher weniger etwas, für Thrillerfans aber natürlich ein Muss.

Gabriel Naumann findet sich hier in einem wahren Albtraum wieder. Als Angestellter einer Sicherheitsfirma ist er gerade unterwegs in eine alte Villa, in der die Alarmanlage angeschlagen hat. Als sein Handy klingelt, fleht seine Freundin Liz um Hilfe. Sie wurde überfallen und ist verletzt. Am vermeintlichen Tatort angekommen, findet Gabriel Polizei und Rettungskräfte vor. Von seiner Freundin fehlt jedoch jede Spur. Dafür liegt dort eine männliche Leiche und plötzlich ist Gabriel der Hauptverdächtige.

Das Tempo das in diesem Buch vorgegeben wird ist hoch und nach einer kurzen Einleitung ist man mitten im Geschehen. Die Dinge passieren Schlag auf Schlag und die Spannungskurve steigt permanent an. Das macht einen guten Thriller aus. Die Charaktere sind von Raabe authentisch beschrieben. Besonders gut hat mir die Hauptperson Gabriel gefallen, denn hier ist es dem Autor besonders gelungen die zwei Gesichter und den inneren Dialog mit Luke (seinem Kindheitsidol) aufzuzeigen und seine Zerrissenheit darzustellen. Seine Freundin Liz verkörpert dagegen eine starke und selbstbewusste Frau die als Journalistin mitten im Leben steht. Doch die Frage bleibt: Wie selbstbewusst ist man, wenn man in den Händen eines grausamen Killers, eingesperrt in einem Kellerverlies wieder erwacht?

Marc Raabe legt in seiner Geschichte viel Wert auf Details, was aber keinesfalls störend oder überflüssig gewirkt hat. Der Spannungsbogen wird bis zum Ende hin aufrechterhalten. Und erst zum Schluss fallen die Puzzleteile an ihren Platz und die Zusammenhänge werden Stück für Stück aufgeklärt.

Ein kleiner Minuspunkt an diesem Buch waren manche Handlungen von Personen die nicht immer nachvollziehbar waren. Auch die inneren Dialoge zwischen Gabriel und Luke waren stellenweise verwirrend und ich kam kurzzeitig etwas aus dem Lesefluss. Nichts desto trotz wurde ich aber von diesem Psychothriller mehr als gut unterhalten und gefesselt.

FAZIT
Für Thrillerfans ist dieses Buch ein Muss und eine absolute Empfehlung. Spannend von Anfang bis Ende und ein Leseerlebnis eines Debütautoren, dessen Namen man sich merken sollte.

5/5 Punkte

© Cover: Ullstein

Kommentare:

  1. mir hat das Buch auch richtig gut gefallen....LG buecherloewe...
    kann mich Deinen Worten nur anschliessen :-)

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  2. Hallo ,

    da kommt ja beim Cover an schauen schon ne spannende Stimmung rüber!
    Danke für die Rezi..guter Tipp für Weihnachten, wie ich finde.

    LG..starone...

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  3. Hi Petzi, ich war im Mai bei der Premierenlesung von "Schnitt"in Köln. Guck doch mal rein, falls Du Lust hast.Es war richtig toll. L.G. Annette

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  4. Wieder ein Buch mehr auf der Wunschliste.

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  5. Tolle Rezi, Petzi!
    Das Buch hat mir auch total gut gefallen, obwohl ich sonst eigentlich nicht so der Thriller-Leser bin. Total spannend und gut gemacht :)

    LG
    Lilly

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