Rezension: "Abgeschnitten" von Sebastian Fitzek & Michael Tsokos

19 Dezember 2012 | 11 Kommentare

DATEN

Abgeschnitten von Sebastian Fitzek & Michael Tsokos - Droemer Knaur - 400 Seiten - ISBN 978-3426199268 - Gebundene Ausgabe - 19,99 Euro - Hier kaufen

INHALT

Rechtsmediziner Paul Herzfeld bekommt einen Leichnam auf den Autopsietisch, in dessen Kopf er die Telefonnummer seiner Tochter Hannah findet. Kurze Zeit darauf muss er feststellen, dass seine Tochter verschleppt wurde und eine perverse Schnitzeljagd beginnt. Der psychopathische Entführer hat auf Helgoland eine weitere Leiche mit Hinweisen hinterlassen. Herzfeld jedoch hat keine Chance. Die Insel ist wegen eines schlimmen Unwetters komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Nur wenige Menschen sind noch dort, unter ihnen die Comiczeichnerin Linda, die den Toten am Strand gefunden hat. Unter Herzfelds telefonischer Anleitung muss sie nun eine Autopsie durchführen um an weitere Hinweise zu gelangen. Es geht um Leben und Tod, denn von Herzfelds Tochter Linda fehlt noch immer jede Spur.

MEINE MEINUNG

Zusammen mit dem Rechtsmediziner Michael Tsokos hat Fitzek hier einen neuen Psychothriller abgeliefert, der wie von Fitzek gewohnt, mit einer spannenden und fesselnden Geschichte aufwarten kann. 

Man merkt dem Buch an, dass beim Schreiben auch ein Mediziner beteiligt war, weil einiges sehr detailliert erklärt wird. Auch die Einführung in die Geräte der Rechtsmedizin am Ende des Buches sprechen für sich. Das wichtigste am Buch ist aber natürlich die Geschichte und die ist Fitzek soweit sehr gut gelungen. Allerdings kommt sie nach meinem Befinden nicht ganz ohne Schwächen aus, die ich hier kurz erläutern werde.

Fitzeks Schreibweise ist gewohnt flüssig und packend und nach einigen Sätzen ist man schon wieder in diesem typischen Sog gefangen. Einfach lesen, denn man will das Buch kaum aus der Hand legen. Der Rechtsmediziner Paul Herzfeld ist gerade an der Autopsie einer Leiche beschäftigt, als ihm ein kleines, aber wichtiges Detail ins Auge springt. Im Kopf der Leiche ist eine Nummer, um genau zu sein die Handynummer seiner Tochter Hannah. Schnell kommt er dahinter, dass hier ein perverses Spiel gespielt wird und es um das Leben seiner Tochter geht. Ein weiterer Hinweis führt ihn nach Helgoland, aber wegen eines schlimmen Unwetters ist es unmöglich auf die Insel zu gelangen. Nur wenige Menschen sind noch dort, unter anderem die Comiczeichnerin Linda, die sich in der Pathologie der Inselklinik einfindet. Per telefonischer Anleitung muss sie nun die dort gefundene Leiche obduzieren um einen weiteren Hinweis in dieser Schnitzeljagd zu finden. Doch Herzfeld muss seine ganze Überredungskunst anwenden um Linda endlich soweit zu bringen. Die Zeit rennt davon, denn von Hannah fehlt immer noch jede Spur. 

Die Konstruktion der Geschichte hat mir zu Beginn ziemlich gut gefallen. Die Idee eine Schnitzeljagd zu starten und den nächsten Hinweis jeweils in einer neuen Leiche zu verstecken, kann fast nur von Fitzek stammen. Die Charaktere konnten mich begeistern, allen voran die taffe Linda, die ihre Ängste überwindet und eine Autopsie vornimmt. Die Details die von Tsokos kommen, passen perfekt ins Buch und anders wie manche meinen, finde ich das Buch auch keinesfalls zu brutal. Es handelt sich immerhin um einen Psychothriller und da sollte man wissen, was einen erwartet. Wie sich die Geschichte dann aber entwickelt, hat mich streckenweise etwas enttäuscht. Besonders das Ende konnte mich nicht wirklich begeistern. Es kam mir so vor, als wäre es schnell so dahingeschrieben worden, damit das Buch eben ein Ende hat. Auch die Auflösung hat mir nicht zugesagt und dieses hin und her nicht gefallen. Ich kann, um nicht zu spoilern, leider nicht mehr verraten. Leser werden aber vielleicht wissen, was ich damit meine. 

FAZIT

Fitzek hat mit Michael Tsokos zusammen einen sehr spannenden und psychopathischen Thriller entwickelt, der genau nach meinem Geschmack ist. Packend und spannend von der ersten Seite an ist dieses Buch ein Lesegenuss, auch wenn das Ende nicht überzeugen kann. Dafür einen Punkt Abzug.


4/5 Punkte

Kommentare:

  1. Hallo,
    tolle Rezi. Werde mir das Buch auch zulegen.

    Lg. Heike

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  2. Höre das Buch gerade - bis jetzt gefällt es mir sogar richtig gut. Es ist eben ein Fitzek. Schade, dass das normale Fitzek-Ende hier wohl etwas nachlässt, ich bin gespannt, ob wir da einer Meinung sind. Ich werde berichten ;-)

    Liebe Grüße
    Marleen

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  3. Schöne Rezi! :)
    Ich fand das Buch typisch Fitzek. :)
    Gut, das Ende kam etwas abrupt aber trotzdem solide.

    Liebe Grüße
    Elli

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  4. Hi Petzi,
    die Rezi gefällt mir :)
    Das Ende hat mir schon gefallen. Ich fand es das beste Fitzek-Buch, das ich bisher gelesen habe! Naja, ich hab es gehört, aber das zählt ja auch :)
    LG an dich

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  5. Hallo Petzi,

    ein guter Tipp für meine Verwandschaft.

    LG..starone..

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  6. Mein Vater bekommt das Buch zu Weihnachten, ich hoffe es wird ihm gefallen. Ich habe es ja nicht so mit Thrillern, aber die vielen guten Rezis haben mich zum Kauf für ihn überzeugt. Den neusten Olsen hatte er ja leider schon *lol*

    LG
    Lilly

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  7. Huhu :)
    Danke für die Rezension :)
    Ich werde mir noch überlegen,ob ich mir das Buch noch kaufe.
    LG Lisa
    __
    http://www.buecherparadis.blogspot.de

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  8. Tolle Rezi. Meine Kollegin hat das Buch und ich lieg ihr schon dauernd in den Ohren, dass sie es jetzt ENDLICH lesen soll, damit ich es anschließend haben kann :) Nach deiner Rezi freue ich mich jetzt noch mehr drauf.
    LG Isabel

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  9. Hallöchen:)

    Tolle und ausführliche Rezi :)
    Werde mir das Buch kaufen :}

    LG Lisa
    __
    http://www.buecherparadis.blogspot.de

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  10. Hey Petzi!
    Deine Rezi gefällt mir sehr gut.
    Mr. Fitzek ist ja bekannt für seine "Enden". Auch ich habe am Ende geseufzt, aber gut, trotz allem konnte er mich mit seinem neuen Thriller begeistern :)
    Liebe Weihnachts-Grüße
    Anka

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  11. Hallo Petzi,

    auch Dir und allen anderen ein tolles Weihnachtsfest und klar einen guten Start ins Neue Jahr.

    LG..starone...

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