Rezension: "Die Pestmagd" von Brigitte Riebe

16 Dezember 2012 | 1 Kommentar

DATEN

Die Pestmagd von Brigitte Riebe - Bertelsmann Verlag -  544 Seiten - ISBN 978-3641098421 - Gebundene Ausgabe - 19,99 Euro - Hier kaufen 

INHALT

Als Johanna Arnheims Mann an einer Krankheit stirbt und sie plötzlich als Witwe dasteht, muss sie den gemeinsamen Weinhandel fortan alleine führen. Ihr Schwager jedoch will um jeden Preis Johannas Zukunft zerstören und bezichtigt sie des Mordes am eigenen Mann. Der Tod scheint bereits gewiss, doch dem Arzt Vincent gelingt ein Freispruch für Johanna. Die Bedingung: Sie muss als Pestmagd den Erkrankten helfen und darf das Pesthaus nicht verlassen. Da damit ihr Todesurteil bereits unterschrieben ist, willigen die Richter ein. Doch sie wissen nicht, dass Johanna bereits früher die Pest hatte und ihr diese deshalb nichts mehr anhaben kann. Vincents Hilfe hat jedoch einen Grund und bald schon holt Johanna die Vergangenheit wieder ein...

"Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann? Niemand!
Und wenn er aber kommt? Dann laufen wir davon!"

MEINE MEINUNG

Dieses Buch war mein erstes, welches ich von der Autorin Brigitte Riebe komplett gelesen habe. Mit ihrer Schreibweise und ihrem Stil konnte sie mich von Beginn an überzeugen.

Die junge Johanna Arnheim betreibt mit ihrem Mann einen gutgehenden Weinhandel, als dieser an einer Krankheit verstirbt. Als Witwe nun an auf sich allein gestellt, versucht sie ihr Schicksal zu meistern. Bis plötzlich keiner der Bauern mehr mit ihr Geschäfte machen will und sie um ihre Existenz fürchten muss. Als sie dann von den obersten Richtern der Stadt auch noch des Mordes am eigenen Mann bezichtigt wird und ins Verlies kommt, schließt Johanna bereits mit ihrem Leben an. Hinter diesen ganzen Anfeindungen steckt ihr Schwager, der schon immer auf Johanna eifersüchtig ist und ihr Haus bewohnen möchte. Dabei schreckt er eben auch nicht davor zurück eine Falschaussage zu leisten.

Der junge Medicus Vincent ist neu in der Stadt und muss schon bald feststellen, dass die Beulenpest in Köln Einzug gehalten hat. Die obersten der Stadt möchten dieses aber so lange wie möglich geheim halten um keine Panik zu schüren. Als Vincent jedoch entdeckt, dass Johanna früher schon einmal an der Pest erkrankte und ihr diese nichts mehr anhaben kann, schlägt er den Richtern vor, sie als Pestmagd aus dem Verlies zu entlassen. Johanna ist außer sich, doch bleibt ihr nichts anderes als sich dem Schicksal zu fügen. Kurze Zeit später erkennt sie, dass sie mit Vincent einiges mehr verbindet und sie eine gemeinsame Vergangenheit haben. Doch was steckt dahinter?

Riebe schreibt sehr flüssig und gut lesbar und ich war von Beginn der ersten Seite in der Geschichte gefangen. Mit Johanna Arnheim und dem Medicus Vincent sind ihr zwei liebenswerte und sympathische Charaktere gelungen, die man gerne auf ihrem Weg begleitet. Johanna ist eine taffe Frau die mitten im Leben steht und sich in der Männerwelt gut behaupten kann. Sie lässt sich von den Gegebenheiten nicht so leicht einschüchtern. Parallel läuft nebenbei noch ein anderer Handlungsstrang dem man anfangs nicht so leicht folgen kann, bald schon aber hinter das Geheimnis um diesen kommt.

Ein Buch das anschaulich aus der Zeit der Pest erzählt und bewusst macht wie schwer diese schlimme Krankheit in Deutschland gewütet hat und wie viele deshalb ihr Leben lassen mussten. Weil mich in diesem Buch aber auch nicht wirkliches neues erwartet und man sich schon zu Beginn das Ende größtenteils denken kann, ziehe ich einen Punkt ab.

FAZIT

Ein flüssig und gut lesbarer Historischer Roman der anschaulich über die Pest erzählt und im Anhang einiges an Hintergrundinformationen bietet. Sympathische Charaktere machen das Buch zu einem Leservergnügen. Einzig die sehr vorhersehbare Handlung bringt einen Punkt Abzug.

4/5 Punkten

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an Blogg dein Buch und den Bertelsmann Verlag.

1 Kommentar:

  1. Das wär was für mich :) Klingt echt gut und nach einer durchaus heldenhaften Protagonistin. Nur schade, dass die Handlung vorhersehbar ist. Ich erkenne meist auch sehr schnell, wohin eine Geschichte führt, dann wartet man praktisch nur noch ab... Ist denn wenigstens etwas Romantik dabei? :p

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