Rezension: "Die Mädchenwiese" von Martin Krist

30 Januar 2013 | 6 Kommentare
DATEN
Die Mädchenwiese von Martin Krist - Ullstein - 416 Seiten - ISBN 978-3548283531 - Taschenbuch - 9,99 Euro - Hier kaufen 

INHALT
Die Geschichte spielt in einem kleinen Dorf in der Nähe von Berlin. Die 16 jährige Lisa verschwindet spurlos. Ihre alleinerziehende Mutter und ihr kleiner Bruder sind außer sich vor Sorge. Als Lisa nach Tagen immer noch nicht gefunden ist, wird der Verdacht immer größer, dass "die Bestie" wieder am Werk ist. Der Ex-Polizist Alex Lindner, der selbst im Dorf wohnt und vor drei Jahren den Mörder bereits gejagt hat, entdeckt große Ähnlichkeiten mit den alten Fällen. Damals unterlief ihm ein schrecklicher Fehler. Es scheint fast so, als würde "die Bestie" Alex persönlich herausfordern. Wird er das Spiel eingehen?

MEINE MEINUNG
Martin Krist ist mit "Die Mädchenwiese" ein spannender, unterhaltsamer und interessanter Thriller gelungen der nicht dem Muster eines typischen Thrillers folgt und wohl gerade deswegen so gut zu lesen war.

Die Geschichte beginnt mit den Erzählungen der jungen Berta und einem Erzählstrang mit dem man zunächst noch nicht so viel anfangen kann. Danach erfährt man jeweils im Wechsel wie es dazu kam, dass Lisa verschwunden ist, wie die Mutter und der Bruder damit umgehen und was Berta im Lauf ihres Lebens erlebt hat. Am Ende laufen diese beiden Stränge zusammen und ergeben ein grauenvolles Bild. Der Autor hat wahnsinnig gute Protagonisten erschaffen. Da wäre beispielsweise die alleinerziehende Mutter Laura, die mit ihrem Leben unzufrieden ist und das eigentlich eher an ihren Kindern auslässt. Die auch gar nicht merkt, dass ihre Tochter ein ganzes Wochenende verschwunden ist und das erst erfährt, als die Lehrerin wieder einmal beklagt, warum sie nicht in der Schule erschienen ist. Genauso aber auch der ehemalige Polizist Alex der bereits vor drei Jahren "die Bestie" gejagt hat und in Folge eines schrecklichen Fehlers den Dienst suspendiert hat. Ganz Polizist kann er diesen Fall aber nicht auf sich beruhen lassen und stellt eigene Nachforschungen an. Obwohl auch die Polizei eine Rolle spielt, rückt Alex als Ermittler eindeutig in den Fokus.

Stück für Stück bekommt man ein Puzzleteil geliefert, dass am Ende immer mehr ein ganzes Bild ergibt. Ich war förmlich gezwungen ständig weiterzulesen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Martin Krist beschreibt hier, wie brutal und abartig Menschen sein können was ich an sich immer wieder schockierend finde.

Kleines Manko an diesem Buch ist jedoch die Einteilung der einzelnen Kapitel. Die Abschnitte enden jeweils an ihrem Spannungshöhepunkt, was natürlich die Spannung enorm steigert und den Effekt hat das man unbedingt weiterliest. Dann jedoch geht es schon mit einem neuen Abschnitt weiter, der nur mit einer Leerzeile vom anderen Abschnitt getrennt ist. Das war anfangs noch etwas verwirrend, weil man nicht genau wusste wo man jetzt genau ist. Da die einzelnen Abschnitte sehr kurz gehalten sind, tut man sich am Anfang besonders schwer die Protagonisten kennen zu lernen und zu verstehen und ist aufgrund der vielen Namen zu Beginn auch leicht verwirrt. Im ganzen Verlauf der Handlung legt sich das jedoch wieder bzw. habe ich mich so daran gewöhnt, dass ich gut darüber hinwegsehen konnte. Der Spannung hat das keinen Abbruch getan, aber eine andere Einteilung wäre hier sinnvoll gewesen. 

Trotzdem hat der Autor hier einen fesselnden Thriller entwickelt, der mit einer spannenden Hintergrundgeschichte punkten konnte, Gänsehaut verursacht hat und mich damit trotz des kleinen Mankos vollauf überzeugte.

FAZIT
Ein spannender, fesselnder und unterhaltsamer Thriller erschreckender Hintergrundgeschichte die auf jeden Fall Gänsehaut verursacht. Trotz kleiner Mankos konnte mich das Buch auf ganzer Linie überzeugen und ist für Thrillerleser deshalb unbedingt zu empfehlen.

5/5 Punkten
Rechte am Cover liegen beim Verlag

Kommentare:

  1. Na, dann sind wir jetzt aber wieder der gleichen Meinung :-) Ich war auch total begeistert von dem Buch...L.G. Annette

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  2. Danke für die Rezension:-) Das Buch ist gerade auf meine Wunschliste gewandert:-)

    LG Elli

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  3. Hallo Petzi,

    habe lange nichts mehr vom Ullstein-Verlag gelesen, könnte ich jetzt bei Deiner Rezi direkt mal wieder machen.

    Danke für den Tipp.

    LG..starone...

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  4. Oh das hört sich toll an :D
    Leider ist es immer schwerer einen tollen, packenden und gut konstruirten Thriller zu finden.

    Ich werde das Buch lesen :D

    LG
    Jessi

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  5. Eine tolle Rezi.
    Mich hat das Buch damals leider nicht so überzeugen können. Aber so ist das eben, jeder hat einen anderen Geschmack und ich bin ja nun auch nicht die typische Thrillerleserin :D

    LG
    Lilly

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