Rezension: "Seelenloser Schwur" von Jens Niemeyer

05 Januar 2013 | 1 Kommentar

DATEN

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INHALT

Nach einem traumatischen Erlebnis während eines Einsatzes ist Detective Michael Cold vom Los Angeles Police Departement erst einmal außer Dienst. Als er endlich wieder arbeiten kann und zurückkehrt, muss er sich bereits einer neuen Bedrohung stellen. Ein anonymer Brief eines Psychopathen trifft auf dem Revier ein. Darin wird angekündigt, dass weitere Menschen, und auch Michael selbst, sterben müssen. Der Gegner bestimmt das Spiel und zieht die Fäden. Michael muss alles dafür tun, dass der Racheengel seine Vorhersage nicht in die Tat umsetzt und keine weiteren Menschen sterben.

MEINE MEINUNG

Der Klappentext und die bereits sehr positiven Vorrezensionen haben mich neugierig gemacht und so habe ich mich entschlossen diesen Thriller, den Jens Niemeyer selbst veröffentlicht hat, zu lesen.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Detective Michael Cold, der nach einer längeren Auszeit ins LAPD zurückkehrt und auch bereits den ersten Fall auf den Tisch bekommt. Kurze Zeit danach trifft ein anonymer Brief im Revier ein, unterzeichnet vom Racheengel. Er kündigt an, dass weitere Menschen sterben werden und am Ende auch Michael Cold selbst. Doch wer steckt hinter diesen Briefen und den Taten? Um möglichst viele Menschenleben zu retten, ermittelt Michael Cold und sein Partner nun fieberhaft um den Racheengel schnellstens zu fassen.

Die Idee der Geschichte finde ich vom Autor gut gewählt, ist es doch eine die große Spannung verspricht. Die Umsetzung hatte aber kleinere Fehler, die ich hier nun erläutern werde. 

Während des Lesens fühlte ich mich öfter in die typischen amerikanischen Fernsehserien hineinversetzt und hatte das Gefühl, dass auch der Autor diese vor Augen hatte, als er diese Geschichte verfasst hat. Das ist aber kein Negativpunkt. Wer also gerne diverse Fernsehserien schaut, wird auch mit diesem Thriller seine Freude haben.

Die Charaktere und der Schreibstil konnten mich leider nicht überzeugen. E-Books die im Selbstverlag veröffentlicht werden, durchlaufen in der Regel ja kein professionelles Lektorat, was es natürlich schwierig macht, alle Fehler aus zu bessern. Grammatikalisch ist dieses Buch aber soweit in Ordnung. Einzig an der Satzstellung und dem Aufbau könnte noch gearbeitet werden. Die Charaktere kommen neben Michael Cold alle relativ blass und unscheinbar daher. Cold steht die ganze Handlung über im Mittelpunkt und für alle anderen Protagonisten ist es schwierig da heran zu kommen. Auch ein bisschen mehr Privatleben hätte dem Ermittler nicht geschadet um ihn besser zu verstehen und ihn auch ein wenig sympathischer zu finden. 

Das Ende des Buches war dann ein wenig verworren. Scheint fast so, als war lange Zeit nicht klar wie das Ende genau aussehen sollte. Ein oder zwei Protagonisten weniger hätten dem ganzen sicher gut getan. Die Motivation des Täters war jedoch gut gewählt und auch verständlich, was er sich durch die Tat erhofft hat. 

FAZIT

Ein Thriller mit viel Potenzial, der aber doch einige kleinere Schwächen hat. Sei es die relativ unscheinbaren Charaktere oder das verwirrende Ende. Alles in allem würde ich dem Buch 3,5 Punkte geben. Weil meine Wertung aber keine halben Punkte zulässt, runde ich großzügig auf 4 Punkte auf.

4/5 Punkten
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Autor Jens Niemeyer
Rechte am Cover liegen beim Autor

1 Kommentar:

  1. Hmm, dass Buch klingt echt ganz gut. Aber meine ungelesenen Bücher schreien NEIN. *g*

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