Rezension: "Die schöne Philippine Welserin" von Brigitte Riebe

18 März 2013 | 1 Kommentar

DATEN

Die schöne Philippine Welserin von Brigitte Riebe Gmeiner Verlag - 324 Seiten - ISBN 978-3-8392-1351-3 - Broschiert - 14,99 Euro - Hier kaufen

INHALT

Philippine Welser und Ferdinand II. verlieben sich, heiraten heimlich und bekommen vier Kinder. Im 16. Jahrhundert eine verbotene Liebe zwischen der Bürgerstochter und dem Kaisersohn. Am Hof der Habsburger wird ein Skandal heraufbeschwört und ihre Ehe nicht anerkannt. Die schöne Philippine, wie sie von dem meisten genannt wird, muss einige schwere Schicksalsschläge in ihrem Leben durchmachen. Zwei ihrer Kinder sterben und ihr selbst wird nach dem Leben getrachtet. In ihren Adern fließt Gift, heimtückisch verabreicht. Und als sie im sterben liegt, durchlebt sie noch einmal ihr Leben. Wer will die Frau aus dem Weg räumen, die einen eigenen Kräutergarten besitzt und vom Volk als Heilkundige verehrt wird?

MEINE MEINUNG

Brigitte Riebe ist bekannt für gut recherchierte und fundierte historische Romane. Auch mit diesem Buch ist ihr wieder eine Geschichte gelungen, die eine fiktive Handlung mit wahrer Begebenheit vermischt. 

Erzählt wird hier die Geschichte der Philippine Welserin, die als normale Bürgerstochter mit Ferdinand II. verheiratet war. Deren Ehe wurde aber Jahrelang nicht anerkannt und Philippine wurde als Geliebte bzw. Ferdinands Hure verschrien. Da die Ehe nicht anerkannt war, wurden auch die beiden Kinder als Bastarde angesehen und deren Aufstieg in den Adel wäre ihnen immer verwehrt worden. Doch Ferdinand II. liebte seine Frau wirklich und setzte sich für sie, ihr Leben und deren Ehe ein. Auf Schloss Ambras in Südtirol fanden sie eine Heimat, doch Philippine war auch dort nicht wirklich glücklich. Als dann auch noch zwei ihrer Kinder starben, starb auch etwas in ihr. Aus den höchsten Kreisen droht Gefahr, denn augenscheinlich will sie jemand vergiften. Nur knapp hat sie ein Anschlag verfehlt und Philippine muss seitdem um ihr Leben fürchten.

Brigitte Riebe hat das Leben einer interessanten, aber mir bis dahin unbekannten Frau, im Rahmen einer fiktionalen Geschichte auf Papier gebracht. Das gelingt ihr auch augenscheinlich sehr gut. In zwei unterschiedlichen Erzählsträngen lässt sie Philippine immer zu Wort kommen, wenn diese Einträge in ihr Tagebuch verfasst und wenn die normale Handlung erzählt wird. Die Geschichte beginnt schon mit einer kranken Frau, deren Körper vergiftet wurde und erzählt nun im Lauf der Handlung wie es dazu kam. 

Auch wenn Brigitte Riebe flüssig schreibt und man ihrer Geschichte gut folgen kann, fehlt mir dennoch die gewisse Portion an Spannung. Man langweilt sich bei diesem Buch keinesfalls, wird aber auch nicht wirklich von ihr eingenommen und gefesselt. Positiv sind die vielen Erzählungen rund um Kräuter und Heilpflanzen, die bei jedem Kapitelbeginn noch mit Illustrationen ergänzt wurden. Für mich persönlich sehr interessant. 

Die einzelnen Protagonisten konnten nicht wirklich überzeugen. Ferdinand war für mich die ganze Handlung über sehr blass und spielte kaum eine Rolle. Philippine selber stand im Mittelpunkt der Erzählung, hat es aber leider nicht geschafft mich vollkommen zu überzeugen.

FAZIT

Ein gut recherchierter historischer Roman über eine interessante Frau, dem es aber leider an Spannung und Unterhaltungswert fehlt. Wie von Brigitte Riebe gewohnt jedoch sehr gut geschrieben und lesbar und mit vielen interessanten Informationen zu Kräutern und Heilpflanzen versehen.

3/5 Punkte

1 Kommentar:

  1. Mir haben besonders die Zeichnungen mit den Heilkräutern und ihre Erklärungen gefallen.
    Denn sie zeigen sehr gut, was die Leute damals schon drauf hatten und das gegen jede Krankheit auch ein Kraut gewachsen ist.

    LG..starone...

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