Rezension: "Aussicht auf Sternschnuppen" von Katrin Koppold

04 Juni 2013 | 1 Kommentar
DATEN
Aussicht auf Sternschnuppen von Katrin Koppold - Self Publishing - 296 Seiten - ISBN 978-1482689853 - Taschenbuch - 9,95 Euro - Hier kaufen  

INHALT
Helga (36) ist sauer. Gerade hat sie noch von einer glücklichen Zukunft mit Giuseppe geträumt und dann findet sie einer äußerst verdächtige SMS auf seinem Handy. Sie muss herausfinden, was dahinter steckt und folgt ihm zum Flughafen. Die scheinbare Geschäftsreise kann nur ein Vorwand sein, sie muss ihm also hinter. Doch der europäische Luftraum macht Helga einen Strich durch die Rechnung. Dank Aschewolke fliegt kein einziges Flugzeug. Da bleibt nur noch der Mietwagen, den sie sich zu allem Übel noch mit Nils teilen muss. Die Reise geht über München zum Gardasee bis in die Toskana und dann kommt alles ganz anders, als Helga gedacht hat. 

MEINE MEINUNG
Wer Lust auf eine leichte, unterhaltsame und amüsante Geschichte hat, der sollte dieses Buch lesen. "Bei Aussicht auf Sternschnuppen" gibt es keinen Tiefgang und man weiß, worauf es hinausläuft. Der Weg dorthin ist jedoch mit vielen lustigen Szenen gespickt und schafft es, den Leser zu unterhalten.

Helgas Freund Giuseppe muss ganz überraschend auf einen Geschäftstermin nach Italien. Weil Helga kurz vorher eine verdächtige SMS auf seinem Handy fand, ist sie der Meinung Giuseppe betrügt sie. Kurzerhand fasst sie den Plan ihm nach Italien zu folgen und ihn in flagranti mit seiner Geliebten zu erwischen. Also auf zum Flughafen. Dort bremst sie die Aschewolke jedoch aus. Kein Flugzeug startet und landet. Die Toskana ist ja nicht weit und so bleibt nur eine Lösung - ein Mietwagen. Auf diese Idee kamen aber auch noch einige andere Reisende und so ist natürlich nur noch ein Auto übrig. Und um den vorhandenen Smart muss sie sich auch noch mit einem sonderbaren Schönling streiten, der das Auto ebenfalls für sich beansprucht.

Eine unterhaltsame Reise findet also ihren Anfang in München, da Helga den Mietwagen mit dem gutaussehenden Nils Schöneberger teilt. Nebenbei bemerkt ist dieser ein bekannter Schauspieler, den jeder kennt nur Helga nicht. Während die ganze Fahrt über Nils immer sympathischer wird, eckt Helga mit ihrer nervigen, zickigen Art oft bei mir an. Als Leser würde man zu gerne in die Handlung springen und Helga einmal kräftig durchschütteln. Im Verlauf der Handlung hat es sich aber gelegt.

Von Beginn an ist klar, wie die Handlung wohl enden wird. Das stört aber beim Leservergnügen keineswegs. Chick Lit ist schließlich in den meisten Fällen so gestrickt.

Dieses Buch läuft wie ein abgedrehter Film vor meinem inneren Auge ab. Ich hatte förmlich das Gefühl dabei zu sein, bekam Lust auf Urlaub, Sonne und die Toskana und habe mich bestens unterhalten gefühlt. Die Autorin schafft es mit authentischer und bildhafter Sprache ein genaues Bild der Orte und Protagonisten zu erzeugen und den Leser an die Geschichte zu fesseln.

Ein neues Buch ist, laut Autorin, bereits in Arbeit. Ich persönlich hoffe sehr, dass dieses Mal Fee eine größere Rolle spielen wird. Helgas Schwester konnte mich bereits in diesem Buch mit ihrer Art überzeugen und es wäre sicherlich amüsant mehr von ihr zu erfahren.

FAZIT
Mit "Aussicht auf Sternschnuppen" hat Katrin Koppold ein unterhaltsames Debüt hingelegt. Ein amüsanter und kurzweiliger Frauenroman, der sicherlich vorhersehbar ist, aber eben auch sehr unterhaltsam. Mit der bildhaften Sprache und den sympathischen Protagonisten, konnte mich dieses Buch durchaus begeistern.

5/5 Punkten

1 Kommentar:

  1. Schöne Rezension. Ich fand auch, dass sich das BUch locker lesen lässt. Gut für einen gemütlichen Nachmittag auf dem Sofa.
    LG
    Yvonne

    AntwortenLöschen