Rezension: "Das 5. Gebot" von Nika Lubitsch

27 Juni 2013 | 1 Kommentar

DATEN

Das 5. Gebot von Nika Lubitsch - MVG - 288 Seiten - ISBN 978-3868824650 - Taschenbuch - 9,99 Euro - Hier kaufen 

INHALT

Die Engländerin Victoria McIntosh findet in Berlin Grunewald eine Leiche, die aussieht wie sie selbst. Völlig geschockt flieht sie vom Tatort. Als ihre Mutter kurze Zeit darauf in England getötet wird und sie selbst nur knapp einem Mordanschlag entkommt, ahnt Vicky, dass es ein dunkles Geheimnis in ihrer Vergangenheit geben muss. Die Suche nach der Wahrheit führt Vicky quer durch Europa. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn sie ist nun manchen Menschen im Weg und soll sterben. 

MEINE MEINUNG

Das zweite Buch von Nika Lubitsch, ist nun vom Umfang her schon einiges dicker, konnte mich mit seiner Handlung aber leider nicht so überzeugen, wie das erste Buch.

Victoria McIntosh ist Engländerin die wegen der beruflichen Karriere ihres Mannes nach Berlin gezogen ist. Beim Joggen an einem See stößt sie auf eine weibliche Leiche, die ihr selbst wie aus dem Gesicht geschnitten scheint. Scheinbar ihre Zwillingsschwester, dabei ist sie als Einzelkind aufgewachsen. Nur kurz danach wird ihre Mutter in England getötet. Der scheinbare Autounfall war in Wahrheit ein tödlicher Mordanschlag. Vicky ist entsetzt und entkommt selbst nur knapp dem Tod. Wer hat es auf sie abgesehen? Und welche Geheimnisse birgt ihre Vergangenheit?

Nika Lubitsch spinnt hier eine interessante Geschichte, die hauptsächlich in England und Frankreich spielt. Ihr Schreibstil ist wieder sehr spannend und temporeich und zwingt den Leser das Buch nicht aus der Hand zu legen. Victoria und ihr Mann sind mir allerdings beide nicht sympathisch, weswegen es mir schwer viel mich mit den Protagonisten verbunden zu fühlen und vollkommen in die Handlung einzutauchen. 

Die Basis der Handlung sind wahre Begebenheiten, die ich trotzdem im Zusammenhang irgendwie nicht so ansprechend fand, dass mich diese Geschichte vollkommen faszinieren konnte. Was anfangs spannend begann, verliert sich im Lauf der Geschichte und wird unglaubwürdig. 

Vicky verliert also ihr Handy, ihr Mann ebenso. Kurz zuvor sagt Vicky sie kann ihren Mann nicht in der Firma anrufen, da er dies nicht so gerne mag. Einige Seiten später ruft sie ihn wie selbstverständlich in der Firma an und tut ganz verwundert, weil sie nicht früher drauf gekommen ist. Andererseits tut sie dies aber auch erst nach einer Woche. In dieser Notsituation würde doch jeder normale Mensch sofort alles Mögliche versuchen um den Mann zu erreichen, oder nicht? Als sich Vicky dann auch noch bei einem ihrer besten Freunde versteckt, sucht ihr Mann sie überall, aber nicht bei ihm. Auch irgendwie unglaubwürdig. Das sind alles Kleinigkeiten, die einen Handlungsablauf aber dennoch stören und nicht ganz zueinander passen.

Das Ende ist mir dann zu verwirrend und durcheinander. Musste manches zweimal lesen um den Zusammenhang genau zu verstehen und zu folgen. Dass die Autorin das besser kann, hat sie mit ihrem ersten Buch bewiesen. 

FAZIT

Ein durchaus lesbares Buch, das besonders für Thriller-Fans interessant ist. Allerdings wird man auch nichts verpassen, wenn man dieses Buch erst mal links liegen lässt. Wenn Nika Lubitsch, dann lieber zum ersten Buch "Der 7. Tag" greifen.

3/5 Punkten

1 Kommentar:

  1. "...konnte mich mit seiner Handlung aber leider nicht so überzeugen, wie das erste Buch." So sehe ich das auch, obwohl die Aurorin diesen Roman für ausgereifter hält und für "das bessere Buch" hält.

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