Rezension: "Der 7. Tag" von Nika Lubitsch

26 Juni 2013 | 5 Kommentare

DATEN

Der 7. Tag von Nika Lubitsch - MVG Verlag - 192 Seiten - ISBN 978-3868824476 - Taschenbuch - 8,99 Euro - Hier kaufen 

INHALT

Sybille und Michael sind das was man ein glückliches Paar nennt. Beide beruflich erfolgreich und gut situiert führen sie ein Leben um das sie viele beneiden. Längere Zeit versucht Sybille schwanger zu werden, als es endlich klappt sind beide überglücklich. Das Familienglück scheint perfekt. Doch dann verschwindet Michael spurlos. Lange Zeit weiß kein Mensch von seinem Verbleib. Nach einiger Zeit wird Michaels Leiche gefunden, erstochen in einem Hotelzimmer. Die einzige Verdächtige: Sybille. Die Anklage lautet auf Mord. Im Gerichtssaal muss Sybille den Zeugenaussagen zuhören, ihr gemeinsames Leben mit Michael zieht an ihr vorbei. Am siebten Prozesstag erkennt sie plötzlich die Wahrheit und muss sie nur noch beweisen.

MEINE MEINUNG

Der Erfolgshit der Kindle-Bestsellerlisten ist jetzt von der Münchner Verlagsgesellschaft verlegt worden und auch als Printbuch erhältlich. Der Klappentext hat mich sofort fasziniert und aufgrund des schmalen Umfangs habe ich dieses Buch auch in einem Rutsch ohne Unterbrechung durchgelesen. 

Sybille und Michael sind das, was man ein Vorzeigepaar nennt. Die Beziehung scheint perfekt, ihr Leben geordnet. Einzig Nachwuchs fehlt zum vollkommenen Glück. Das Leben könnte kaum besser laufen, als Sybille schwanger wird. Als Michael spurlos verschwindet, ist Sybille verzweifelt. Hat sie sich wirklich so in ihrem Mann getäuscht? Die Sorge schlägt irgendwann in blanken Hass um, gefolgt von Wut. Wut auf ihren Mann, der sich einfach allein lässt ohne ein Wort der Erklärung. Als es nach langer Zeit eine Spur von ihm gibt, ist Michael kurze Zeit später tot. Sybille ist die einzige Verdächtige und muss sich in einem Prozess wegen Mordes vor Gericht verantworten. 

Nika Lubitsch schreibt unheimlich fesselnd und spannend und zwingt den Leser förmlich das Buch nicht aus der Hand zu legen. Ihr Schreibstil ist auch keinesfalls einfach, sondern ausnehmend gut, wenn auch anfangs vielleicht ungewohnt. Allerdings wechselt sie während eines Kapitels öfter die Handlungsstränge und auch die Zeiten, was mir persönlich oft zu anstrengend war. Man muss einfach zu schnell verstehen, um wen es jetzt gerade geht, wenn man gedanklich noch bei anderen Protagonisten ist. Auch die Erzählform in Zeitungsartikeln ist nicht ganz mein Fall, hat aber zu diesem Buch gepasst.

Davon abgesehen finde ich die Handlung, sowie die Protagonisten gut gewählt. Besonders Sybille ist mir als starke und interessante Frau in Erinnerung geblieben. Die Wendungen der Geschichte, die Spannungskurven und schließlich die finale Auflösung des Falles fand ich mehr als genial gelöst.

Nika Lubitsch ist ein besonders positives Beispiel einer Indie-Autorin die es mit einer guten Geschichte und einem ansprechenden Cover geschafft hat, einen Verlag zu finden und für dieses Buch bereits sogar die Filmrechte verkauft hat. 

FAZIT

Ein fesselnder und spannungsgeladener Thriller den man gut in einem Rutsch durchlesen kann und der mit seinem Ende überzeugt. Für Thriller-Fans daher besonders zu empfehlen.

4/5 Punkten

Kommentare:

  1. Hallo Petzi,
    habe das Buch heute fertig gelesen und kann mich deiner Meinung nur voll und ganz anschließen. Ein wirklich toller Krimi.
    LG Isabel

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  2. Hallo, danke für den Tipp:-) ich liebe auch Krimis.

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  3. Noch so ein Buch das auf meinem ebook-SuB versauert :D
    Im Moment greife ich echt lieber zu Printausgaben!

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    1. Hallo Svenja,
      das Buch wird mittlerweile von einem Verlag verlegt. Hab auch diese Version gelesen. ;)
      LG Petzi

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  4. Es stellt sich die Frage, warum niemand in den Verlagen, die das Manuskript von "Der 7. Tag" abgelehnt haben, das Potential dieses Kriminalromans erkannt hat.

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