Rezension: "Tödlicher Absturz" von Andreas Franz & Daniel Holbe

09 Juni 2013 | 1 Kommentar
DATEN
Tödlicher Absturz von Andreas Franz & Daniel Holbe - Droemer Knaur - 480 Seiten - ISBN 978-3426512371 - Taschenbuch - 9,99 Euro - Hier kaufen 

INHALT
Neujahr 2011. Das neue Jahr ist nur wenige Stunden alt, als unweit des Bankenviertels von Frankfurt eine Frauenleiche gefunden wird. Julia Durant und ihr Team ermitteln und die erste Spur führt sie direkt in die Chefetage einer großen Bank. Doch schon kurze Zeit später gibt es eine weitere Tote. Die Ehefrau eines Anlageberaters. Zunächst sieht alles nach Selbstmord aus, doch Julia Durant zweifelt daran. Schon bald gilt es in zwei Fällen zu ermitteln. Ziemlich schnell wird jedoch klar, dass beide Fälle eine Verknüpfung miteinander aufweisen und verstrickt sind.


MEINE MEINUNG
Mit Andreas Franz bin ich nie komplett warm geworden und deswegen war ich umso gespannter auf den ersten Roman, der allein aus Daniel Holbes Feder stammt. 

Ich kenn die ersten drei Bände von Andreas Franz und kann deswegen ein klein wenig mit dem Schreibstil von Daniel Holbe vergleichen. Sicherlich merkt man als Leser, dass man es hier mit einem anderen Autor zu tun hat. Würde Daniel Holbe exakt genauso schreiben, wäre es auch sehr verwunderlich. Ich für meinen Teil empfinde es jedoch als positive Verbesserung und habe es sehr genossen diesen Krimi zu lesen. 

Im Bankenviertel von Frankfurt wird eine junge Frau tot aufgefunden. Allem Anschein nach eine Prostituierte. Am Körper finden sich Würgemale und DNA. Die Spuren der Ermittler führen in die Chefetage einer renommierten Frankfurter Bank und der Hauptverdächtige wird schwer belastet. Dennoch beteuert er, mit dem Tod der Frau nichts zu tun zu haben. Als kurz darauf eine weitere Frauenleiche gefunden wird, die scheinbar Selbstmord begangen hat, zweifelt Julia Durant. Und tatsächlich finden sich einige Merkmale die gegen den Freitod sprechen. Durant und ihr Team ermitteln fieberhaft und schon bald sind die ersten Verbindungen der beiden Fälle sichtbar. 

Julia Durant als Person war von Anfang an schwierig. Wer sie in den Andreas Franz Büchern nicht mochte, wird sich auch jetzt noch mit ihr schwer tun. Jedoch empfinde ich sie mittlerweile trotzdem sympathischer, als noch ganz am Anfang und auch ihre Kollegen, allen voran Hellmer, haben sich entwickelt. Manch einer mag es vielleicht negativ empfinden, mir gefällt es jedoch sehr gut, dass Julia Durant beispielsweise versucht mit dem Rauchen aufzuhören. Das war einer der Punkte, der mich früher ziemlich gestört haben. 

Auch der Fall rund um den Mord im Bankenviertel war spannend erzählt und nicht leicht zu durchschauen. Im letzten Drittel hat sich mein Verdacht immer mehr bestätigt, aber auch wenn man es letzten Endes ahnen kann, wurde man mit der Handlung bestens unterhalten und hatte Spaß am Lesen. 

Die Schreibweise finde ich für einen Krimi genau angemessen. Holbe erzählt spannend und unterhaltsam und man will das Buch kaum aus der Hand legen.

FAZIT
Ein spannend erzählter Krimi mit einem mitreißenden Plot, der Lust auf weitere Bücher dieses Autors macht. Auch wenn die Fußstapfen von Andreas Franz sehr groß waren, wurde mit Daniel Holbe ein würdiger Nachfolger gefunden.

5/5 Punkte

1 Kommentar:

  1. Man will es kaum aus der Hand legen, aber bei dem Seitenumfang bleibt einem nichts anderes übrig, als es zumindest für eine Nacht ruhen zu lassen. Ein richtig guter Krimi!

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