Rezension: "Es muss nicht immer Hirn sein" von Chris van Harb

02 September 2013 | 0 Kommentare

DATEN

Es muss nicht immer Hirn sein von Chris van Harb - Selfpublishing - 100 Seiten - ASIN B00CPO3XHQ - E-Book - 2,99 Euro -  Hier kaufen

INHALT

Jeder weiß, dass Zombies sich von Menschen ernähren. Je frischer die Speise, umso besser. Allerdings fällt es vielen Neu-Untoten schwer, von einer Sekunde auf die andere statt in ein saftiges Rumpsteak in ein wabbliges Hirn zu beißen.
Genau für jene Zombies ist dieses "Kochbuch" gedacht. Natürlich auch für alle anderen Untoten und für alle Lebenden, die ihr Herz an Innereien verloren haben. Die fleischigen Zutaten stammen nur vom Tier. Es soll als köstliche Einstiegshilfe dienen. Mit den ausgesuchten Innereien-Gerichten können zögerliche Untote sich Stück für Stück an ihre neuen Essgewohnheiten gewöhnen. Falls sie das dann überhaupt noch möchten. Denn die Rezepte sind verteufelt schmackhaft. (Quelle: Amazon.de)

MEINE MEINUNG

„Es muss nicht immer Hirn sein“, ist zweifelsohne kein Buch zu dem ich einfach so greifen würde. Die Aufmachung des Covers hat mich jedoch so begeistert, dass ich mich auf dieses Experiment einfach einmal ganz unvoreingenommen eingelassen habe. 

Chris van Harb erzählt hier in zehn unterschiedlichen Kurzgeschichten jeweils verschiedene Geschichten von Zombies und Untoten. Die Einordnung ist reichlich schwer und eigentlich kann man gar nicht so genau bennenen, zu welchem Genre man dieses Buch jetzt zählen würde. Wenn man Fan von Innereien ist, dann wird man mit diesem Buch sogar Freude haben. Die Rezepte kann man nämlich alle genauso nachkochen. Innereien sind für mich nichts, das kann ich ganz klar sagen. Als Kochbuch nützt mir das Buch deswegen wenig. Allerdings hatte ich mit den einzelnen Geschichten durchaus meinen Spaß. Man muss ja auch wirklich erst einmal die Idee für solche Geschichten haben.

Chris van Harbs Schreibstil ist dabei wirklich gut und die Beschreibungen der stöhnenden, stinkenden, faulenden Zombies sind wirklich gelungen. Ich konnte mir diese Monster wirklich bildlich vorstellen und war trotzdem gar nicht angeekelt. Man entwickelt fast so etwas wie Sympathie mit diesen Wesen. Wenn man jedoch wirklich Schockmomente oder auch eine Prise Horror erwartet, dann wird man leider enttäuscht werden. Das fehlt hier nämlich leider ganz. Die einzelnen Geschichten kann man stattdessen eher als skurril und komisch bezeichnen oder auch als ziemlich amüsant.

Wenn ich mir jetzt eines wünschen könnte, dann wäre es ein Buch mit diesen tollen Zombies, einem Cover das mich genauso anzieht und dafür aber einer Extraportion Horror oder zumindest dem nötigen Thrill. Lesen würde ich es dann ganz sicher, denn Chris van Harb kann schreiben. So viel steht fest.

FAZIT

Wer sich tatsächlich für Gerichte mit Innereien begeistern kann, der muss sich dieses Buch unbedingt zulegen. Wer einfach ein paar amüsante Kurzgeschichten rund um Zombies lesen will, dem sei es ebenfalls ans Herz gelegt. Positiv überrascht sein wird man mit diesem Buch auf jeden Fall. Eigentlich vergebe ich 4,5 Sterne, weil mir der gewisse Thrill ein wenig gefehlt hat, ich es sonst aber auf jeden Fall empfehlen kann. Da es auf meinem Blog keine halben Bewertungen gibt, werden es 4/5 Punkten mit klarer Tendenz nach oben.

4/5 Punkten

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