Sachbuch | 'Dieser Mensch war ich - Nachrufe auf das eigene Leben' von Christiane zu Salm

26 Januar 2014 | 4 Kommentare
INFO
Dieser Mensch war ich - Nachrufe auf das eigene Leben von Christiane zu Salm - Goldmann - 256 Seiten - ISBN 978-3-442-31350-1 - Gebundene Ausgabe - 17,99 Euro - Bei glatteis kaufen - Leseprobe

INHALT
Die ehemalige Geschäftsführerin von MTV, Christiane zu Salm, ließ sich als ehrenamtliche Sterbebegleiterin ausbilden. In diesem Buch lässt sie ganz verschiedene Menschen zu Wort kommen. Den KfZ-Mechatroniker, die Frau aus dem Supermarkt, Junge und Alte. Wie betrachten diese Menschen ihr Leben, wenn Sie wissen, dass ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt? Die persönlichen Nachrufe sind in diesem Buch gesammelt. Es ist kein Buch über das Sterben, sondern eines über das Leben.

MEINE MEINUNG
Manche Menschen haben Angst vor dem Tod. Zu denen gehöre ich nicht. Bedingt durch meine Arbeit, habe ich selbst ganz oft mit dem Tod zu tun. Oft frage ich mich, ob diese Menschen noch etwas zu sagen gehabt hätten. Bücher zu diesem Thema finde ich deshalb sehr interessant. „Dieser Mensch war ich“ hat mich deshalb sofort angesprochen und wurde von mir in einer Nacht komplett verschlungen.

„Wer dieses Buch gelesen hat, wird sein Leben noch mal überdenken.“ Maria Furtwängler 
Christiane zu Salm, die früher Geschäftsführerin von MTV war oder den Fernsehsender 9Live aufgebaut hat, scheint zu Beginn nicht unbedingt die Autorin, von der man ein solches Buch erwartet. In einer 17 seitigen Einführung erfährt der Leser jedoch, was sie zu diesem Schritt bewogen hat und wie es zu diesem Buch kam. Dann beginnen die einzelnen Erzählungen.

Manche sind hoffnungsvoll, andere sind ziemlich traurig und regen zum Nachdenken an. Gerne hätte ich manchmal noch mehr zum jeweiligen Menschen erfahren. Die Informationen dazu sind aber nur recht dürftig. Man findet lediglich einen Namen, manchmal auch ein Alter und die Art der Erkrankung. Die Autorin schreibt die Erzählungen so, wie die jeweiligen Personen sie wiedergegeben haben. Nichts ist beschönigt oder verändert und genau das macht es auch so authentisch. Im Schnitt sind die Nachrufe, aus Deutschland und den USA, zwei Seiten lang und damit natürlich sehr schnell zu lesen.
„Wo ist bloß die Zeit hin, und was haben wir denn all die Jahre gemacht, in denen wir unsere Träume geträumt haben, statt sie zu leben?“ S. 64 
Wenn an mit dem Lesen fertig ist, dann nimmt man einige Weisheiten mit. Man sieht manches vielleicht ein wenig anders und wird ganz sicher beginnen, manches zu hinterfragen. Man sollte nicht zu lange warten, um sich Träume zu erfüllen, sich mit lieben Menschen zu versöhnen oder Dinge gerade zu rücken. Schneller als man meint, ist das nämlich nicht mehr möglich.

FAZIT
Ein berührendes, nachdenklich stimmendes und gleichzeitig auch hoffnungsvolles Buch über das Leben und Sterben. Es gibt den nötigen Anstoß um über das eigene Leben nachzudenken und sich ganz kritisch mit der Frage „Habe ich je richtig gelebt?“ auseinanderzusetzen. Für jeden, der sich für diese Thematik interessiert, eine absolute Empfehlung.

5/5 Punkte

Kommentare:

  1. Liebe Petzi,

    ich glaube, solch ein Buch zu lesen ist nicht unbedingt leicht, aber sicher einige Erfahrungen wert. Danke für das Vorstellen, ich habe es direkt auf meine Wunschliste gesetzt.

    Liebe Grüße,
    Fraencis

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  2. Und schon wieder eine lobende Rezension zu dem Buch. Ich glaube, das muss ich doch auch mal lesen und habs jetzt auf die Wunschliste gesetzt.

    Liebe Grüße,
    Julia

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  3. Ich habe von dem Buch bisher noch nichts gehört …. klingt aber sehr ansprechend! Das kommt dann auch mal auf meine Liste!

    Liebe Grüße,
    Olivia

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  4. Eine tolle Rezension zu einem Buch mit schwerem Thema. ich setze es auch mal mit auf meine Wunschliste. Liebe Grüße Petra

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