Rezension: "Zeitsplitter - Die Jägerin" von Cristin Terrill

16 März 2014 | 0 Kommentare

Zum Buch

Zeitsplitter - Die Jägerin von Cristin Terrill - Boje Verlag - 332 Seiten - ISBN 978-3-414-82390-8 - Hardcover - 14,99 Euro

Inhalt

Marina ist ein reiches und beliebtes Mädchen, verliebt in einen hinreißenden, attraktiven und intelligenten Jungen. Em ist seit Jahren auf der Flucht, eingesperrt in eine winzige Zelle und wird beinahe täglich verhört. Marina und Em haben eigentlich nichts gemeinsam außer einer Sache: Sie sind ein und dieselbe Person. Vier Jahre unterscheiden sie. Das sind vier Jahre, in denen einiges geschah. Der hinreißende Junge hat die Welt verändert.

Meine Meinung

Als mich dieses Buch erreichte, war ich erst einmal skeptisch. Wer meine Lesegewohnheiten und mich kennt, der weiß, dass das eigentlich kein Buch ist, zudem ich einfach so greifen würde. Die Situation nahm ich also zum Anlass einmal in ein Genre reinzulesen, das ich bisher Links liegen ließ und war positiv überrascht.

Em und Marina sind beide ein und dieselbe Person, die vier Jahre voneinander unterscheiden. Im Jugendalter machen vier Jahre eine Menge aus und das merkt man auch hier deutlich. Während ich Marina als relativ naiv und kindisch empfunden habe, ist Em das genaue Gegenteil. Sie ist gereift, hat schlimmes gesehen und Schmerzen gespürt. Zusammen mit Finn will sie in die Vergangenheit zurückreisen und die schlimmen Dinge abwenden. Auch wenn sie gleichzeitig weiß, dass sich damit alles ändert und das sie den Jungen, den sie als Marina liebt, töten muss.

Cristin Terrill ist hier ein unglaublich spannendes, mitreißendes und tolles Buch gelungen, das sogar mich begeistern konnte. Und das will auf jeden Fall etwas heißen, weil ich mir dieses Buch ohne die Buchpost von Bastei Lübbe wohl nie gekauft hätte. Eben nicht mein Genre. Jetzt bin ich allerdings neugierig geworden und will tatsächlich mehr.

Das Setting ist grandios konstruiert. Ausgangssperre und Überwachung an jeder Ecke. Ein richtiger Polizeistaat ist entstanden. Überall auf der Welt werden Kriege geführt, nichts ist mehr, wie es einmal war. Durch die unterschiedlichen Perspektivwechsel schafft es die Autorin, zusätzlich Spannung zu erzeugen. Ist man erst noch bei Em und liest von den Grausamkeiten, wechselt man zu Marina und hat plötzlich eine ganz andere Sicht auf die Dinge. Als Leser weiß man ja viel mehr, als Marina weiß und das wirft zusätzliche Spannung auf. Die ruhigen Kapitel werden aber auch schon bald actionreich und spannungsgeladen und irgendwann kann man sich dem Sog der Geschichte gar nicht mehr entziehen.

Trotz Zeitsprüngen, Perspektivwechsel und einem Hin und Her war die Geschichte zu keiner Zeit verwirrend. Man wusste als Leser immer sofort, wo man sich befand, konnte dem Verlauf ohne Probleme folgen und war einfach gebannt. Erzählt wird die Handlung in der Ich-Perspektive, die zusätzliche Nähe zu den Protagonisten schafft und zum Buch gepasst hat.

Fazit

Zeitreiseromane waren bisher nicht mein Genre. Cristin Terrill hat es jedoch geschafft mein Interesse zu wecken und mich mit diesem Buch komplett begeistert. Eine flüssige Erzählweise, viel Action, ein grandioses Setting und tolle Protagonisten machen dieses Buch absolut zum Lesetipp.

5/5 Punkte

Danke an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar.

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