Rezension: "Das Gebot der Rache" von John Niven

25 Mai 2014 | 2 Kommentare

Zum Buch

Das Gebot der Rache von John Niven - Heyne Hardcore - 304 Seiten - ISBN 978-3453675841 - Hardcover - 19,99 Euro - bei glatteis kaufen

Inhalt

Mit seiner wohlhabenden Frau Sammy und seinem kleinen Sohn Walt, führt Donald Miller ein Leben, von dem andere nur träumen können. Zusammen bewohnen sie ein großes Haus in der kanadischen Provinz. Sie haben alles, was man braucht. Nette Freunde in der Nachbarschaft, eine Familie, die sich liebt. Doch eines Tages zerbricht diese heile Welt. Als Donald den Familienhund abgeschlachtet auf einem Feld findet, ahnt er, dass da etwas in sein Leben getreten ist, was er gerne für immer begraben hätte. Seine Sorgen scheinen nicht unbegründet, denn während eines Schneesturms wird seine Frau Sammy entführt. Kurze Zeit später findet man ihre grauenvoll zugerichtete Leiche. Eine unbekannte Bedrohung zieht ihre Kreise um Donald und seinen Sohn und sie stehen einem Feind gegenüber, dem Menschlichkeit fremd geworden ist und der nur noch Rache kennt. 

Meine Meinung

Dieser Thriller brilliert mit seiner Erzählweise und verstört mit seiner Geschichte. Wer bei einem etwas härteren Thriller an seine Grenzen kommt, sollte dieses Buch besser erst gar nicht lesen. Zu Recht ist es im Heyne Hardcore Verlag erschienen.

Es ist äußerst schwierig, diesem Buch mit einer Rezension vollkommen gerecht zu werden und dennoch nicht zu viel von der Handlung zu verraten. Stellenweise ist es schon fast zu viel, was der Klappentext verrät. Vielmehr sollte man sich von diesem Buch gefangen nehmen lassen. Ganz sicher wird man es kaum noch aus der Hand legen können und die Worte förmlich in sich aufsaugen.

Das Buch beginnt ganz ruhig und lange denkt man nicht daran, einen Thriller in der Hand zu haben. Dennoch hat es mich auch hier schon überzeugt, weil Niven ein Talent zu schreiben hat. Er schafft es den Leser sofort bei der Stange zu halten, streut Rückblenden über Donnies Vergangenheit ein und lässt den Leser mit den einzelnen Protagonisten sympathisieren. Am Ende mag man sie alle und wartet umso gespannt auf das, was da noch kommen mag. Denn das wird es.

Auch der Schauplatz hat mich überzeugt und seinen Teil zur düsteren Spannung beigetragen. Die verschneite kanadische Provinz, die von Schneestürmen geplagt wird. Häuser, die meilenweit voneinander entfernt stehen. Hier sieht kein Mensch, was mit seinen Nachbarn passiert. Man ist alleine, es ist kalt, es ist Nacht. Beklemmung auf ganzer Linie. 

Als es dann endlich so weit ist, wirft einen Niven regelrecht hinein ins Geschehen und man hält den Atem an. Man kann kaum glauben, was hier geschieht. Die Spannungskurve steigt rapide an und jetzt ist es so weit, dass man die letzten Seiten förmlich inhaliert und das Buch keinesfalls vor dem Ende zur Seite legen mag. Es ist gewaltvoll, blutig, schaurig und damit eben auch nichts für schwache Nerven. Wer aber auf solche Art von Büchern steht, der wird seine Freude damit haben. 

Der Autor liefert mit "Das Gebot der Rache" einen sehr gut konzipierten Thriller ab, der die Frage aufwirft, was einen Menschen antreibt, solch eine Tat zu vollführen. Was ist sein Antrieb an den Rachegedanken festzuhalten? Als Leser ist man hin und hergerissen zwischen Verständnis und Abscheu, geschockt und paralysiert und wird dieses Buch ziemlich aufgewühlt beenden. Eine Lektüre, die auch nach dem Lesen noch nachwirken wird. 

Fazit

Ein Thriller, der mit seiner Erzählweise brilliert und mit seiner Geschichte verstört. Wer ein Buch lesen möchte, das den Leser geschockt und paralysiert zurück lässt und auch nach Beenden noch aufwühlt und zum Nachdenken anregt, der sollte dieses Buch ganz dringend lesen. Absolute Empfehlung.

5/5 Punkten

Kommentare:

  1. Das klingt definitv nach einem Buch für mich - gut das es schon auf meiner Wuli steht :)

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  2. Ui...das hört sich spannend an!! ich wusste gar nicht, dass es sogar heyne Hardcore gibt! ;) Das Buch kommt gleich auf meine Wunschliste!
    LG Martina

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