Die Longlist und die Lust auf neue Bücher

16 August 2014 | 5 Kommentare
Vor kurzem wurde die Longlist für den Deutschen Buchpreis 2014 veröffentlicht und darauf finden sich einige ziemlich interessante Bücher. Insgesamt wurden 176 Titel genauer unter die Lupe genommen und 20 davon sind nun nominiert. Zeit sich mit diesen Büchern genauer zu befassen.

Folgende Bücher standen entweder schon auf meinem Wunschzettel oder bringen ihn nun langsam zum sprengen: 3000 Euro von Thomas Melle aus dem Rowohlt Verlag. "Thomas Melle erzählt von einer Liebe am unteren Rand der Gesellschaft, von der menschlichen Existenz in all ihrer drastischen Schönheit und Zerbrechlichkeit – ein zärtlicher, heftiger Roman über zwei Menschen und die Frage, was dreitausend Euro wert sein können". Kleine Kassa von Martin Lechner aus dem Residenz Verlag. "Martin Lechner ist ein turbulentes, atemloses Romandebüt gelungen, das Provinzkomödie mit literarischer Virtuosität verbindet." Koala von Lukas Bärfuss aus dem Wallstein Verlag. "Lukas Bärfuss hat einen gedanklich weit ausgreifenden Roman geschrieben, der über die Frage, warum jemand willentlich den Tod gesucht hat, zu einer anderen vordringt: Welche Gründe gibt es, sich für das Leben zu entscheiden?" Nachkommen von Marlene Streeruwitz aus dem Fischer Verlag. "›Nachkommen.‹ ist ein Roman über die Ordnung der Generationen und wie sie durch Gier und Vernachlässigung außer Kraft gesetzt wird." Das Polykrates-Syndrom von Antonio Fian aus dem Droschl Verlag. "Es geht uns allen viel zu gut. Die Kinder sollen’s einmal besser haben. Der kurze Text »Die guten Eltern« aus Antonio Fians Gedichtband Fertige Gedichte bringt das Polykrates-Syndrom auf den Punkt: Die Steigerung allzugroßen Glücks ist möglicherweise größtmögliches Unglück. Das sagt zumindest eine tief in uns verwurzelte Angst – und diese Angst und ihre Folgen stehen im Zentrum von Fians zweitem Roman. April von Angelika Klüssendorf aus dem Kiepenheuer & Witsch Verlag. " Ohne Pathos, nüchtern und souverän erzählt sie von einem Weg aus der scheinbar ausweglosen Vergangenheit – mit psychologischem Feingefühl und klarem Blick für die gesellschaftlichen Zustände. Es entsteht ein Doppeltes: ein erschütternder Adoleszenzroman und ein nüch­ternes Porträt der sozialen Zustände im untergegangenen real existierenden Sozialismus – und im West-Berlin der 80er-Jahre."
Bei den anderen Büchern warte ich teilweise noch ab, was andere geschätzte Bloggerkollegen dazu zu sagen haben. Die oben genannten wandern aber ganz bestimmt in mein Regal. 

Wie gefällt euch die diesjährige Auswahl auf der Longlist? Habt ihr selbst etwas fürs Regal gefunden? Welche Bücher interessieren euch am meisten?

Kommentare:

  1. Über "Vor dem Fest" hab ich mal einige Artikel gelesen. Aber von allen anderen habe ich noch nie was gehört. Insgesamt ja alles "echte" Belletristik und nicht unbedingt leichte Kost...

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    1. Da geb ich dir recht. Die meisten sind wahrscheinlich auch nichts für mich, deshalb ist die Auswahl relativ klein ausgefallen. Aber die genannten interessieren mich tatsächlich sehr. :-) Ich bin gespannt.

      Petzi

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  2. Wahrscheinlich oute ich mich jetzt als totaler Kulturbanause aber irgendwie kann ich mit den Buchpreis-Büchern oft einfach nichts anfangen. Einzelne Titel sagen mir bei genauerer Betrachtung zu, aber die Masse erschlägt einen doch eigentlich immer nur damit, jetzt unbedingt mit aller Macht aus der Masse hervorstechen zu wollen. Warum muss ein Buch immer richtig schwere Kost und fast unverdaulich sein, um nominiert zu werden (oder gar den Preis zu bekommen)? Ist es nicht eine viel größer Kunst, schwierige Dinge einfach zu verpacken?

    Von den Titeln, die ich mir bisher genauer angesehen habe, gefällt mir nur "Der Allesforscher" Und der hat es auch gleich auf den Wunschzettel geschafft. Der Rest ist teilweise schon seit Monaten draußen, hat aber fast keine oder wenn, dann eher mittelmäßige Bewertungen bekommen (von denen, die ich mir rausgepickt habe). Klingt ja nicht gerade verlockend ;-)

    LG fireez

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    1. Hey,
      kann ich sehr gut verstehen und du bist damit keinesfalls ein Kulturbanause. Hauptsache man liest, egal welche Bücher. Und sich durch irgendwas durchzukämpfen, kann ja auch nicht Sinn und Zweck der Sache sein. In der Tat gefallen mir auch nicht alle Bücher, die ausgewählten find ich aber ganz ansprechend und bin gespannt drauf. :-)

      Liebe Grüße
      Petzi

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  3. Hallo,
    wenn man so alle Bücher zusammen sieht, fällt einen ja erst auf, wie toll die Cover sind!!
    "Koala" und "Vor dem Fest" würde ich sehr gerne mal lesen.
    Viele Grüße
    Nina

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