Rezension: "Sommer in Grasgrün" von Annell Ritter

15 Dezember 2014 | 3 Kommentare

Zum Buch

Sommer in Grasgrün von Annell Ritter - Forever by Ullstein - 176 Seiten - ISBN 9783958180130 - E-Book - 2,99 Euro

Inhalt

Die erfolgreiche Anwältin Carla erbt überraschend einen Bauernhof in Brägenbeck, einem abgelegenen Dorf in Norddeutschland. Gemeinsam mit ihrer extrovertierten Freundin Lou macht sie sich auf, die Erbschaft zu begutachten. Das Landleben mit seinen rustikalen Gepflogenheiten und schweigsamen Bewohnern ist für die gestandene Münchnerin erst einmal eine Herausforderung. Doch nach einer durchtanzten Nacht auf der Brägenbecker Scheunenparty kommen die Freundinnen zu der Einsicht, dass das Leben außerhalb der Großstadt gar nicht so übel ist. Ein streikendes Cabrio, ein attraktiver Mechaniker und ein arroganter Großbauer später fasst Carla einen weitreichenden Plan. 

Meine Meinung

Obwohl momentan ja Winter ist, habe ich für diese typischen Winterromane gar nichts übrig. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich den Winter nicht sonderlich mag. So kam mir dieser unterhaltsame Roman gerade recht.

Das Buch beginnt mit der Testamentseröffnung, auf der Carla von ihrer Erbschaft erfährt. Sie ist eine Person, die mir sofort sympathisch war und das hat sich im weiteren Verlauf der Handlung auch immer so fortgesetzt. Ihre Freundin Lou dagegen ist das genaue Gegenteil. In der Münchner Schickeria zu Hause ist sie genau die Person, die man auf dem Land nie vermuten würde. Ihre Art sorgt daher schnell für den ein oder anderen Lacher und trotzdem wirkt sie niemals arrogant oder überheblich, sondern ebenso sympathisch wie Carla. Die beiden Frauen könnten zwar unterschiedlicher nicht sein, harmonieren in der Geschichte aber perfekt miteinander.

Die Handlung hat mich größtenteils überzeugt, auch wenn es für meinen Geschmack ruhig noch einige Seiten mehr hätten sein können. Stellenweise hätte ich es ganz gut gefunden, wenn auf bestimmte Punkte noch näher eingegangen worden wäre oder manche Zeitabschnitte nicht so großflächig übersprungen worden wären. Das Autorenduo hinter Annell Ritter hat mit ihren unterschiedlichen Charakteren und den Beschreibungen vom Dorftratsch auf jeden Fall meinen Nerv getroffen. Wer schon jemals auf dem Dorf gelebt hat, der weiß, dass es genau so auch wirklich ist.  

Natürlich wurde mit dieser Geschichte nichts gänzlich Neues erfunden, denn das Grundgerüst der Geschichte findet man so oder so ähnlich bestimmt auch woanders. Aber das muss auch gar nicht sein. Wer für einige Stunden unterhalten werden möchte und in eine andere Welt mit anderen Sorgen und Problemen abtauchen will, der ist mit 'Sommer in Grasgrün' bestens bedient.

Ich für meinen Teil würde mir ja wünschen, dass man bald mal wieder eine Geschichte von Carla und Lou lesen kann. Eine, die vielleicht wieder in Brägenbeck spielt und dieses Mal ruhig auch ein paar Seiten mehr Umfang haben darf. Insgesamt ist mit 'Sommer in Grasgrün' eine unterhaltsame, lustige und vor allem gut geschriebene Geschichte gelungen, die ich sehr gerne gelesen habe und die mich bestens unterhalten hat. 

Fazit

Ein unterhaltsamer und gut geschriebener Roman, der zwar im Sommer spielt, aber problemlos auch im Winter gelesen werden kann. Zwei sympathische Protagonistinnen und eine unterhaltsame Rahmenhandlung machen dieses Buch zum kurzweiligen Schmöker und zu einer Leseempfehlung.

4/5 Punkten

Kommentare:

  1. Schöne Rezi :) Mir hat die Geschichte auch gut gefallen und ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung.

    Liebe Grüße und eine schöne Woche wünscht

    Diana

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  2. Das Cover gefällt mir total gut und deine Rezension klingt auch nett. Ich stelle es mir als das perfekte Zwischendurch-Buch vor. :)

    Liebe Grüße, Tine

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  3. Ach, schön, dass wir bei diesem Buch so ziemlich der gleichen, positiven Meinung sind! :-)

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