Essen & Trinken | 'Schärensommer' von Viveca Sten

19 April 2015 | 1 Kommentar

Die Krimiautorin Viveca Sten schreibt nicht nur gerne Krimis, sondern kocht auch leidenschaftlich gerne. Aus diesem Grund hat ihr deutscher Verlag Kiepenheuer & Witsch auch dieses Kochbuch von der schwedischen Schriftstellerin veröffentlicht. "Schärensommer" ist ein zauberhaftes Buch und eine kulinarische Reise durch dieses interessante und vielseitige Land. Dank seiner vielen Landschaftsfotografien hat man direkt Lust auf eine Reise durch Schweden und bekommt akutes Fernweh. Es soll also keiner sagen, ich hätte ihn nicht gewarnt.

Inhalt

Viveca Sten portraitiert in diesem Buch viele verschiedene Menschen auf den Schären (eine Inselgruppe an der schwedischen Küste) und zeigt viele verschiedene Rezepte, die dort besonders beliebt sind. In siebenundfünfzig Rezepten von Fisch, über Fleisch bis hin zu Gebäck, Kuchen und Getränke zeigt die Autorin einen kleinen Einblick in die Köstlichkeiten des Landes. Mit den wunderschönen Landschaftsbildern und den schönen Geschichten von ihrer Reise auf den Schären ist dieses Buch ein Schmuckstück im Regal und besonders für Schwedenfans ein absolutes Muss.

Warum dieses Buch?

Schwedische Küche war für mich bisher größtenteils absolutes Neuland, und da ich mir sehr viele Fischgerichte erhofft habe (was sich hier auch bestätigt), wollte ich dieses Buch unbedingt haben. Das es inhaltlich so schön aufgemacht wurde, ist natürlich ein weiteres kleines Plus. Das Buch bekommt auf jeden Fall einen festen Lieblingsplatz im Kochbuchregal.


Was findet man darin?

Viele verschiedene Rezepte. Das reicht vom Klassiker Kanelbullar über Smörrebröd, bis zu eingelegten Heringen, Knäckebrot, getrüffelten Schwarzwurzeln, selbst gemachtem Baguette mit leckeren Dips, gegrilltem Lammbraten oder leckerem Himbeerdessert. Die Auswahl ist wirklich groß. Zu jedem Rezept gibt es immer noch kleine Anmerkungen und eine ansprechende Foodfotografie.

Beschreibung & Zutaten

Alle Rezepte sind mit Angaben der Portionen ergänzt und die Beschreibung ist verständlich und gut gegliedert. Zutaten sind in der Regel leicht zu bekommen. Bei Elchfleisch hat man hier vielleicht so seine Probleme, aber dafür wird auch immer eine Alternative genannt. Kleine persönliche Anekdoten mit jedem Rezept machen das Buch noch ein Stück weit sympathischer. Die Erzählungen von der Schäreninsel und die tollen Bilder des schwedischen Sommers tun aber natürlich ihr übriges und haben mich restlos verzaubert. 

Das Probekochen

Beim Probekochen habe ich mich für das Bärlauchpesto von Seite 69, die Wiener Flunder von Seite 130 entschieden (die hat so lecker geschmeckt, dass es nicht mal mehr für ein tolles Bild gereicht hat) und für die Zitronenmuffins von Seite 26. Allerdings stehen bereits ein paar andere Rezepte in den Startlöchern. Der mediterrane Dorsch von Seite 132 wartet schon auf die Zubereitung und ich freue mich sehr darauf. Wie nicht anders zu erwarten, sind alle probierten Rezepte super gelungen, waren einfach zu kochen und haben vorzüglich geschmeckt.

Fazit

"Schärensommer" ist ein schwedisches Kochbuch mit knapp sechzig wunderbaren Rezepten, die alle Lust aufs sofortige Nachkochen machen. Beim Durchblättern wird man sich dabei ertappen, wie man an laue Sommerabende mit leckerem Fisch, Freunden und Wein denkt und das Leben einfach in vollen Zügen genießt. Dieses Buch transportiert dieses tolle Gefühl auf ganz wunderbare Weise und macht zudem Lust, sofort einen Urlaub nach Schweden zu buchen. Für Schwedenfans und Fans von kulinarischen Genüssen ist dieses Buch eine absolute Empfehlung. 

Schärensommer von Viveca Sten - Kiepenheuer & Witsch - ISBN 978-3-462-04773-8 - Gebundene Ausgabe mit Leinen - 19,99 Euro - Hier kaufen* 

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1 Kommentar:

  1. Das klingt toll und schreit nach "Muss ich auch haben". ;-) Ich liebe Schweden, war als Kind schon von dem zauberhaften Lindgren Land fasziniert, wo ich Pippis Limonadenbaum, Michels Schuppen und die Straßen der Kinder aus Bullerbü unsicher gemacht habe. Die zaubern tolle Sachen, die Schweden. Nur den schwedischen Käsekuchen ('Oskaka' oder so ähnlich), den hab ich ganz und gar grauenhaft in Erinnerung. Liebe Grüße von nebenan

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