Rezension: "Blaues Blut" von Felicitas Gruber

04 August 2015 | 1 Kommentar
Hochsommer in München und die Stadt glüht. Die neu erwachte Liebe zwischen der Rechtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth und Hauptkommissar Joe Lederer ebenso. Doch die Leiche einer alleinstehenden Adligen, verblutet in der eigenen Badewanne, verhindert, dass die beiden von einer zweiten Hochzeit träumen können. Alle Spuren führen zu Polizeireporter Charly Loessl, der mit besagter Dame verheiratet war. Nur Sofie glaubt an seine Unschuld und Charly braucht ihre Hilfe. Doch hat er am Ende vielleicht mehr zu verbergen, als seinen Adelstitel?

Ein neuer Fall für die Kalte Sofie

Mit dem dritten Band der Reihe hat das Autorenduo um Brigitte Riebe und Gesine Hirsch wieder einmal genau ins Schwarze getroffen. Herrlicher Humor, beste Unterhaltung mit viel Lokalkolorit und ein spannender Fall machen dieses Buch zur perfekten Sommerlektüre und einem Buch, das man in einem Rutsch weg lesen kann. 

Ich bin von Anfang an Fan von der Kalten Sofie und auch ‚Blaues Blut‘ wird nichts daran ändern. Bereits der Einstieg war spannend geschrieben, und weil ich die Protagonisten und deren Humor so mag, war ich auch nach kurzer Zeit bereits wieder in der Geschichte gefangen. In erster Linie darf man natürlich nicht vergessen, dass man es hier mit einem Lokalkrimi zu tun hat. Wer diese Art von Büchern nicht mag, ist mit diesem hier natürlich schlecht bedient. Wer aber auf eine große Portion Lokalkolorit steht und der bayerischen Mundart nicht abgeneigt ist, der wird mit diesem Werk seine Freude haben. Der bayerische Dialekt sollte aber nicht abschrecken. Mit dem lockeren und leichten Schreibstil kann man die paar bayerischen Sätze zur Not auch überfliegen und wird der Geschichte trotzdem folgen können. 

Wie immer hat es mir natürlich Tante Vroni ganz besonders angetan. Die rüstige alte Dame habe ich schon seit dem ersten Teil in mein Herz geschlossen und bin großer Fan. Dass das Buch in München spielt, ist natürlich ein weiterer Pluspunkt. Ortskundige haben beim Lesen die passenden Bilder im Kopf und fühlen sich damit noch mehr in die Geschichte ein.

Für Sofie ist dies kein leichter Fall. Gerade erst ist die Liebe zwischen ihr und ihrem Ex-Mann Joe wieder entflammt, muss sie feststellen, dass der smarte Charly Loessl eigentlich ein waschechter Ritter ist und aus adligen Kreisen stammt. Sie liebt ihren Joe, genauso glaubt sie aber auch an Charlys Unschuld und das schürt natürlich eine große Portion Eifersucht und Misstrauen zwischen den Beiden. Aber auch alle anderen bekannten Charaktere, inkl. Mops Murmel sind wieder mit von der Partie und machen dieses Buch zur perfekten Unterhaltung für die Gartenliege. Die knapp 300 Seiten waren so schnell gelesen, dass ich den neuen Band bereits jetzt sehnsüchtig erwarte. 

Der entwickelte Plot der Autorinnen hat mich auch komplett überzeugt. Die Geschichte, die sich ganz auf Charly Familie konzentriert war gut erzählt und immer wieder eingestreute falsche Fährten haben für zusätzliche Spannung gesorgt. Die Auflösung fand ich als sehr gelungen. Sicherlich ist das keine Krimikost auf höchstem Niveau, aber das muss es auch ganz oft gar nicht sein. Manchmal braucht man Unterhaltung, gute Laune und Spaß und dieses Buch liefert all diese Punkte auf ganzer Linie. 

Fazit

‚Blaues Blut‘ ist die perfekte Mischung aus humorvoller Geschichte, einer Prise Liebe, viel Lokalkolorit und einem spannenden Kriminalfall, der von den Autorinnen gut konzipiert wurde. Ein Buch, das man unbedingt lesen sollte.

5/5 Punkten

Blaues Blut von Felicitas Gruber - Diana Verlag - 304 Seiten - ISBN 978-3-453-35850-8 - Taschenbuch - 9,99 Euro - bei glatteis kaufen

Die Reihe 


Rezension zu Band 1 > 'Die Kalte Sofie'
Rezension zu Band 2 > 'Vogelfrei'

1 Kommentar:

  1. Hallo,
    super, wenn eine Geschichte in München spielt, kann ich kaum widerstehen :D
    Vielen Dank für die tolle Rezension!
    Liebe Grüße

    https://daskneipenkind.wordpress.com/

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