Die Sache mit den Hörbüchern und mir

27 November 2015 | 7 Kommentare

Hörbücher und ich. Das ist eine ganz schwierige Beziehung. Habe ich als Kind gerne mal Benjamin Blümchen oder diese typischen Hörspiele gehört, habe ich mich relativ schnell davon verabschiedet. Es ist nicht so, als hätte ich es nicht versucht. Immer wieder habe ich mir spannende Sprecher empfehlen lassen und doch mal wieder eines gekauft. Es kann so schwer ja nicht sein, dachte ich. 

Neidisch habe ich gelesen, wenn jemand schrieb, er putzt oder bügelt jetzt mit einem Hörbuch im Ohr. Eigentlich ja eine clevere Sache, denn so kann man diese unnütze Zeit zumindest noch mit einem sinnvollen Punkt füllen. Aber auch das wurde nichts. Wenn ich nicht absolut still saß und mich auf das Hörbuch konzentrierte, dann schlugen meine Gedanken schnell andere Bahnen ein und ich ließ mich durch diverse Geräusche ablenken. Irgendwann war immer der Punkt erreicht, in dem ich ausgestiegen bin.

Vor einigen Wochen saß ich also in der Bahn. Morgens 6 Uhr, absolute Dunkelheit und absolute Müdigkeit. Krampfhaft versuchte ich in meinem Buch zu lesen, musste aber irgendwann dennoch aufgeben. Ich wäre schlicht beinahe eingeschlafen. Das konzentrierte lesen und mitdenken klappt direkt nach dem Aufstehen nicht. Zumindest nicht um 6 Uhr. Also entschloss ich, es noch einmal zu versuchen. Gesagt, getan. Smartphone gezückt, die audible App geladen und ein Hörbuch gewählt. Es sollte möglichst spannend sein, und da mich der Sprecher in der Hörprobe überzeugte, wurde es 'Die stille Bestie' von Chris Carter.

Was soll ich sagen? Es funktioniert tatsächlich. Wenn ich das Hörbuch direkt im Ohr habe, dann konzentriere ich mich deutlich besser. Und selbst wenn ich morgens noch so müde bin, für das Hörbuch reicht die Aufmerksamkeit immer. So nutze ich die Bahnfahrt effektiv und komme trotzdem noch irgendwie in den Genuss von Büchern. Und selbst beim Kochen, bügeln und putzen funktioniert das prima. Hätte mir ja auch mal jemand verraten können, dass der Trick an der Art zu hören liegt. Kopfhörer auf oder Ohrstöpsel rein und los gehts. 

Und weil mir das jetzt gerade so viel Spaß macht, habe ich schon mal durch die audible App gestöbert und mir ein paar Hörbücher auf die Liste gesetzt. Da sich hier ja auch einige erfahrene Hörbuchhörer tummeln will ich wissen, ob meine Liste zu empfehlen ist? Wisst ihr was besseres? 

Dieser Blogpost ist in Zusammenarbeit mit audible entstanden. Danke für die nette Zusammenarbeit.

Kommentare:

  1. Ich tue mir bei Hörbüchern auch eher schwer. Ich lese irgendwie lieber weil ich da mein eigenes Tempo bestimmen kann und Szenen überspringen und solche Sachen. Wenn ich dann eines höre nur mit weiblichen Sprechern, weil ich männliche irgendwie nicht aushalte.

    LG
    Sophie♥

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  2. Bei mir funktioniert es komischerweise mit Köpfhörern nicht so gut. Habs mal eine Weile beim Spazierengehen oder auch im Zug versucht, aber da werde ich dann durch das abgelenkt was ich sehe.
    Ich höre sehr gern Hörbücher beim Puzzeln und falls ich jemals ein Malbuch finden werde, das mir gefällt, will ich auch diesem Trend mal nachgehen :D

    Zu der Jeffery Deaver Entscheidung kann ich dich nur beglückwünschen :D Ich liebe seine Bücher und kenne seine Kathryn Dance Reihe als Hörbuch. Dietmar Wunder hat eine super tolle Stimme, die wunderbar zu Deavers Geschichten passt.

    Falls du mal etwas von der Thriller Richtung wegwillst, kann ich Christoph Maria Herbst als Sprecher empfehlen. Ist als Schauspieler nicht mein Fall, aber er liest/spricht wirklich klasse.

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  3. Schön, dass du endlich DEINEN Weg gefunden hast, Hörbücher zu hören. ;)
    Ich höre am liebsten beim Autofahren (nur bekannte Strecken) oder beim Basteln und Puzzlen, sonst lass ich mich auch zu sehr ablenken.

    Liebe Grüße und fröhliches Hören, Tine

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  4. Ja, fast genau so bin ich auch zum Hörbuch gekommen. :-) Bei mir war es so, dass ich die Hälfte meines Arbeitsweges zu Fuß unterwegs war bzw. auch immer recht lange Umsteigezeit hatte, in der ich im Winter im Dunkeln dann dort beim Warten auch schlecht lesen konnte. Da sind Hörbücher einfach so praktisch! Ich bin damals mit der Rizzoli&Isles-Reihe von Tess Gerritsen gestartet. Leider wechselt da irgendwann der Sprecher. Auch alle bis dahin von mir noch nicht gelesenen Fitzek-Bücher habe ich dann als Hörbuch gehört sowie die Thriller Reihe von Linda Castillo. Da könnten deine Vorschläge also sehr nach meinem Geschmack sein. Ich schau sie mir mal an und höre ein wenig rein! :-)

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  5. *hehe* Ich freue mich, dass du den Hörbüchern auch nach Benjamin Blümchen noch eine Chance gibst! :D Ich habe erst seit ich relativ viel mit dem Auto unterwegs bin, angefangen Hörbücher zu hören. Dann macht's mir auch gaaar nichts aus, wenn's mal etwas länger dauert. Mit Hörbuch ist man gut unterhalten bei Stau, Sauwetter und Motorschaden :P (naja, fast). Ich find's jedenfalls auch sehr schön, beim Auto-Bus-Zugfahren Multitasking betreiben zu können - und mich von schönen Geschichten berieseln lassen zu dürfen :D

    Viele liebe Grüße! *hug*
    Nana

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  6. Hey Petzi,

    mir geht es mit den Hörbüchern wie dir. Ich versuche es immer wieder, aber wir werden einfach keine Freunde, aber der "Trick" mit morgens in der Bahn klingt richtig gut. Das werde ich auch mal ausprobieren :) Danke für die Idee.

    Liebe Grüße
    Tatze

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  7. Liebe Petzi,
    genau so ging es mir auch. Ich hab es morgens in der Bahn einfach nicht mehr geschafft zu lesen und abends nach der Arbeit, nach dem ich Stunden auf einen Bildschirm gestarrt habe, erst recht nicht über mich gebracht, den Kindle oder das Buch rauszuholen. Und dann waren da überall Werbung für Audible und die Begeisterung darüber, gerade auch wegen dem Hörbuch "der Marsianer", also hab ichs einfach mal ausprobiert. Ich liebe es, das ich schon morgens beim Frühstücken und Zähneputzen die Stöpsel reinstecken kann und trotz Masterarbeitsstress zum Lesen/Hören komme. Am liebsten höre ich Hörbücher auch beim Joggen. Joggen wird auf Dauer echt langweilig, man kann die Strecken nur so und so oft variieren, die Songs auf meiner Playlist kenne ich in und auswendig und ein Hörbuch hält mich wirklich davon ab, nicht die ganze Zeit darüber nachzudenken, wie weit ich noch muss.

    Liebe Grüße,
    Susanne

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