Moka - Das Büchermagazin

17 Januar 2016 | 0 Kommentare

Wenn ich mich und meinen Buchgeschmack beschreiben müsste, dann käme ganz sicher darin vor, dass ich ein Faible für Koch- und Einrichtungsbücher habe, an schön aufgemachten Büchern nie vorbeigehen kann, Sachbücher liebe und mich gerne mit Büchern beschäftige, die sich mit Dingen beschäftigen, die mir guttun. Durch Mareike von Herzpotenzial wurde ich auf MOKA aufmerksam und ein Blick hat ausgereicht, um mich sofort zu verlieben. MOKA ist ein Online-Büchermagazin, das sich mit all diesen Büchern und schönen Dingen aus Papier befasst und zusätzlich dreimal im Jahr auch als Beilage in der Zeitschrift emotion erscheint. Auf so ein Magazin habe ich tatsächlich schon ganz lange gewartet und bin jetzt umso glücklicher, dass es nun ein solches gibt. Herausgeberin Enja Jans und Art Direktorin Sandra Albert sind die kreativen Köpfe dahinter, die mit MOKA ein ganz wunderbares Projekt auf die Beine gestellt haben.

Liebe Enja, liebe Sandra, ich liebe tolle Kochbücher, interessante Ratgeber, Bildbände und Kunstwerke in Buchform. MOKA bietet dem Leser genau das. Ihr habt ein Magazin gegründet, welches sich in erster Linie mit schönen Büchern und Dingen aus Papier befasst und damit sofort mein Herz eroberte. Wie entstand die Idee für das, was ihr jetzt tut? 
Liebe Petra, erst einmal vielen Dank für das tolle Lob. Uns geht jedes Mal das Herz auf, wenn wir sehen und hören, dass MOKA die Leser inspiriert, denn das ist genau der Grund, warum wir das Magazin gegründet haben. Wir lieben Papier und Magazine. Seit 15 Jahren arbeiten wir als Herausgeberin (Enja) und Art Direktorin (Sandra) zusammen – 10 Jahre davon haben wir JAM Der Bücherscout zusammen gemacht, ein internationales Büchermagazin für Kunst-, Architektur,- Fotografie- und Designbücher. Dann habe ich mich in die Welt der Apps verliebt und habe mit ARTMAPP eine Kunst-Navi-App entwickelt. Im letzten Sommer hat es uns wieder gepackt und die Lust, mit Verlagen und ihren wunderbaren Büchern zu arbeiten hat MOKA entstehen lassen. Uns interessieren diese Themen (Kochen, Backen, Reisen, Yoga, Bewegung, Kreative Techniken ....) schon immer, aber jetzt passt einfach alles zusammen: Die Suche vieler nach Auszeiten im hektischen Alltag, die Freude an gesunder Ernährung und Kreativität und die Sehnsucht, mit Yoga und Bewegung wieder mehr für sich zu tun ist groß. Es gibt viele sehr schöne und inhaltlich durchdachte, anregende Bücher – wir versuchen mit unserer Auswahl die interessantesten herauszufiltern. 

Wunderschöne Bilder, tolle Beiträge und ein bezaubernder Instagram-Account sind alles Dinge, die ich mit euch in Verbindung bringe. Wie viel Arbeit investiert ihr in MOKA und ist der Feierabend auch wirklich Feierabend? 
Seit letztem Herbst haben wir das Heft mit 68 Seiten gestaltet, die Website und den Instagram Account konzipiert, gefüttert und gepflegt – der Adventskalender auf der Website mit mehr als 24 Büchern war dann unser arbeitsaufwendigster Höhepunkt in 2015. Das Wort „Feierabend” haben wir in der Zeit aus unserem Wortschatz gestrichen. Kaputt und glücklich sind wir dann ins neue Jahr gestartet. Jetzt lernen wir unsere Leser kennen, kommunizieren mit ihnen auf allen Kanälen, freuen uns über Feedback und Anregungen und ja, machen den Rechner auch wieder früher aus. Es wird immer anstrengende Zeiten geben, aber auch kreative Pausen, das haben wir uns fest vorgenommen! 

Ich bin ein sehr visueller Mensch und liebe es immer, etwas in der Hand zu halten. Ich setz’ mich gerne mit einem Kaffee aufs Sofa und blättere durch Magazine. Wie wichtig war euch eine gedruckte Version und sind weitere Veröffentlichungen in anderen Zeitschriften geplant? 
MOKA bewegt sich in beiden Welten: drei Mal im Jahr als gedrucktes Booklet und sonst in allem, was das Internet zu bieten hat: Website, Instagram und Facebook. Auf der Website stellen wir in den Rubriken wie „Unsere Top-Five“, „Das Buch der Woche“ oder „Aufgelesen“ herausragende Bücher vor und können kein Ende finden... Im gedruckten Magazin müssen wir uns auf 96 Seiten begrenzen, aber man kann blättern und etwas in der Hand halten. Daher freuen wir uns sehr über die weitergeführte Kooperation mit dem Frauenmagazin emotion, deren Leser Bücher lieben, aber auch digital unterwegs sind! Ganz bewusst haben wir MOKA im feinen Pocket-Format herausgebracht, handlich und doch großzügig genug für die tollen Bilder und mit Platz für informative Texte. So kann man mit einem Post-It seine Lieblingsbücher markieren und damit direkt in die Buchhandlung gehen. Das ist schön– Listen führt man schon in so vielen Apps, das genügt. Andere Magazine haben mittlerweile auch Interesse bekundet, MOKA als Beileger „mitzunehmen“, aber ihre Leser müssen zu uns passen. Wir gucken immer wieder neu und können uns durchaus vorstellen, in mehreren Magazinen parallel vertreten zu sein. Sobald sich unser Spektrum auf Kinderbücher, Hörbücher, Kunst und Kultur ausweitet, ergeben sich automatisch neue Wege. 

Wenn man über Bücher schreibt, dann muss man sich auch selbst viel mit Büchern beschäftigen. Wie viele Bücher habt ihr privat zuhause und ist ein Leben ohne Bücher überhaupt denkbar? 
Enja: Um frei mit Loriot zu sprechen: „Ein Leben ohne Bücher ist möglich, aber sinnlos...”. Ich habe ursprünglich den Beruf der Buchhändlerin gelernt, nicht aus Zufall oder aus Mangel an Ideen. Ich kann mir eine Wohnung ohne eine Bücherwand nicht vorstellen, sie spiegelt mein Leben wider und es macht mir Freude, einige davon rauszuziehen, hinzulegen, aufzuklappen, frontal aufzustellen, anzusehen, reinzulesen, durchzulesen oder einfach nur zu besitzen. Eine Bücherwand IST das Leben. Ca. 1.500 Bücher habe ich, aber mehr sollen es auch nicht werden. Ich kann mich trennen von Büchern, die mehr versprochen als sie gehalten haben, übrig bleiben sollen nur die, die mich begeistern! 
Sandra: Ich habe sehr viele Bücher und eine Welt ohne Papier und Bücher ist für mich unvorstellbar. Gerade in der jetzigen Zeit, in der alle immer und überall online sind, finde ich es wichtig, etwas in den Händen zu halten. Als Grafik-Designerin habe ich natürlich ein besonders großes Interesse an Büchern. Nicht nur die Texte sind ausschlaggebend, ob ich ein Buch kaufe sondern auch die Gestaltung, die Fotos, die Typografie, das Papier ... Die Liebe zu Büchern teile ich mit meinem Mann und auch schon mit unserem Sohn (9 Jahre). 

Wenn man Bücher einmal ausklammert, welche Dinge begeistern euch am meisten? 
Enja: Reisen, Yoga, Laufen und Stand-Up-Paddeln, Kunst und Architektur, Backgammon bei Tee und Gesprächen mit meiner Tochter! 
Sandra: Interior-Design und Architektur, Basteln und Zeichnen, Reisen und Fotografieren. Und eine große Leidenschaft von mir ist das Backen – darüber freut sich besonders meine Familie. 

Drei aktuelle Lieblingsbücher, die auch auf MOKA zu finden sind? 
Enja: Sweet Pauls fabelhafte Welt“ aus dem Umschau Verlag – Ein kleines Gesamtkunstwerk aus Kochen, Liebe und Leben. „Der Himmel neben dem Louvre“ von Julie Mebes – Eine kluge Frau mit einem wunderbaren Blick auf Paris. „Bulli Love“ von Delius Klasing – Ein Bulli ist kein Auto sondern ein Lebensgefühl und Freiheit pur. 
Sandra: Kunst aus Büchern“ vom Haupt Verlag – Es ist eine wundervolle Idee, ausgelesenen Büchern zum Beispiel als Blüte, neues Leben einzuhauchen. „Der kreative Tisch“ aus dem Umschau Verlag – Ich liebe viel weiß und ein bisschen Farbe. Und genau das finde ich hier. Eine zauberhafte Inspirationsquelle! „Lomelinos Backen“ aus dem AT Verlag – Backen! Ich liebe backen ... aus diesem Buch möchte man alles sofort ausprobieren und die Tipps zu Foodfotografie sind einfach spitze. 

Und was wünscht ihr euch für die Zukunft mit MOKA? 
Oh, das würde deinen Blog sprengen ... :-) Wir wünschen uns Leser, die Bücher und MOKA lieben, genauso wie wir. Wir möchten Print und Internet gleichermaßen nutzen und damit Buchliebhaber von 25 bis 60+ erreichen. Wir möchten inspirieren und Events/Lesungen mit Verlagen zu unseren Themen machen. Wir träumen von Superfood-Verkostung, Yoga- und Bastel-Workshops ... Und vor allem möchten wir unsere MOKA-Leser kennenlernen, nicht nur über Chats auf unseren Social-Media-Kanälen sondern auch im richtigen Leben und mit ihnen über Bücher sprechen ... 

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