03 März 2016

Rezension: "Frau Maier hört das Gras wachsen" von Jessica Kremser

03 März 2016 |

Frau Maier, die mit ihrer Katze in einem kleinen Haus am Chiemsee wohnt, möchte eigentlich nur ihre Ruhe haben. Doch irgendwie ist das gar nicht so leicht. Im benachbarten Kurhotel verschwindet ein Hotelgast und wird schließlich tot aufgefunden. Frau Maier will den Dingen auf den Grund gehen und macht dabei eine grausige Entdeckung. Sie ahnt noch gar nicht, dass sie dem Täter schon ziemlich nah auf den Fersen ist… 

Ein Krimi mit Herz

Frau Maier lief mir das erste Mal 2012 ganz zufällig über den Weg gelaufen und hat sich ganz still und heimlich in mein Herz geschlichen. Dennoch hat es jetzt gute drei Jahre gedauert, bis ich endlich ein weiteres Buch um die rüstige alte Dame gelesen habe und auch dieses Mal bleibt sie mir in guter Erinnerung. 

Frau Maier ist ein bisschen anders als andere. Zusammen mit ihrer Katze bewohnt sie ein kleines Haus am Chiemsee, ein Telefon hat sie nicht und Familie gibt es ebenfalls nicht. Ihre Neugierde ist dafür umso größer. Um ihre knappe Rente etwas aufzubessern arbeitet Frau Maier für ein paar Stunden in einem Hotel als Zimmermädchen. Doch als ein Hotelgast verschwindet und schließlich tot aufgefunden wird, ist Frau Maier nicht mehr zu bremsen. Ihr kriminalistischer Spürsinn erwacht und heimlich und unentdeckt begibt sie sich auf die Spur des Täters.

Jessica Kremser hat mit 'Frau Maier hört das Gras wachsen' wieder einen humorvollen und unterhaltsamen Krimi abgeliefert, der mich auf ganzer Linie überzeugt hat. Ihr lockerer Schreibstil tut hier sein Übriges und macht das Lesen besonders leicht. 

Im Zentrum der Geschichte steht die Rentnerin Frau Maier, die mit der Polizei zwar nichts am Hut hat, aber ihre Neugier auch niemals zügeln kann. So ermittelt sie selbst für sich und versucht den Mörder zu überführen. Dies geschieht mit so viel Witz und Charme, dass man der alten Dame ziemlich schnell verfallen ist und sie direkt ins Herz schließt. Frau Maier überzeugte mich auch in diesem Buch wieder auf ganzer Linie und hat mich bestens unterhalten. Sie schafft es nämlich durchaus, dass der Leser sich den einen oder anderen Lacher nicht verkneifen kann und manchmal gar nicht sicher ist, ob es sich hier um einen Krimi handelt. 

Natürlich kann man mit diesem Buch nicht den perfekten, gut durchdachten und bestialischen Krimi erwarten. Darum geht es hier aber auch gar nicht. In diesem Buch steht eindeutig Frau Maier im Fokus, die eben nebenbei noch einen Mord aufklärt, weil sie es einfach nicht lassen kann. Das ist perfekte Unterhaltung, viele Lacher und ganz viel Charme und damit ein Buch, das man hin und wieder einfach braucht. Eben ein Buch fürs Herz.

Fazit

Frau Maier muss man einfach mögen und wenn man mal Lust auf einen leichten Krimi fürs Herz hat und nebenbei gerne auch Lachen möchte, dann sollte man unbedingt zu einem Buch von Jessica Kremser greifen. Für mich eine echte Empfehlung unter dem Gesichtspunkt, dass dies eben wirklich ein lockerer und sehr unterhaltsamer Krimi ist.

5/5 Punkten

Frau Maier hört das Gras wachsen von Jessica Kremser  
Pendragon - 344 Seiten 
ISBN 978-3-86532-371-2
Taschenbuch - 12,99 Euro

1 Kommentar:

  1. ich mag frau maier auch sehr gerne - warte schon auf den nächsten teil und hoffe es dauert nicht mehr so lange :0)
    lg von der numi

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