Rezension: "Am Arsch vorbei geht auch ein Weg" von Alexandra Reinwarth

07 Juni 2016 | 1 Kommentar
Es gibt Momente im Leben, in denen einem klar wird, dass man etwas ändern muss. Der Moment, als Alexandra Reinwarth ihre nervige Freundin Kathrin mit einem herzlichen „Fick Dich“ zum Teufel schickte, war so einer. Das Leben war schöner ohne sie – und wie viel schöner könnte es erst sein, wenn man generell damit aufhörte, Dinge zu tun, die man nicht will, mit Leuten die man nicht mag, um zu bekommen, was man nicht braucht! Wer noch der Meinung ist, das Leben könnte etwas mehr Freiheit, Muße, Eigenbestimmung und Schokolade vertragen und dafür weniger Kathrins, WhatsApp-Gruppen und Weihnachtsfeiern, der ist hier goldrichtig. Lass dich von Alexandra Reinwarth inspirieren, wie man sich Leute, Dinge und Umstände am Arsch vorbei gehen lässt, aber trotzdem nicht zum Arschloch mutiert. Und lerne von ihr, wie kleine Entscheidungen einen großen Effekt auf die Lebensqualität haben können. Ganz einfach. 

Mach dich locker

Alexandra Reinwarth habe ich bereits vor drei Jahren für mich entdeckt, als sie mich mit dem "Glücksprojekt" begeistert hat. Natürlich liegt es deshalb nahe, dass ich mich voller Vorfreude auf ihr neustes Werk gestürzt habe, was auch noch den genialen Titel "Am Arsch vorbei führt auch ein Weg" trägt. 

Tatsächlich gehöre ich zur Kategorie Menschen, die sich grundsätzlich über viel zu viele Dinge Gedanken machen, viel zu viel auf die Meinung anderer hören und sich auch viel zu oft über unwichtige Kleinigkeiten ärgern. Eigentlich müsste ich viel öfter "Am Arsch vorbei" sagen und lernen, dass manche Situationen einfach so nichtig sind, dass sich nicht einmal der Gedanke daran lohnt.

Alexandra Reinwarth beschreibt in ihrem Buch viele Alltagssituationen aus dem Job, der Beziehung und dem Leben, die viele von uns genauso oder ähnlich selbst kennen. Mir ihrem gewohnt guten Schreibstil, ihrem großartigem Humor und ihrer Art begeistert sie mich immer wieder und bringt mich tatsächlich auch immer wieder zum Lachen. Während des Lesens musste ich des Öfteren schmunzeln und habe mir einige Punkte selbst hinter die Ohren geschrieben.

Ihre Bücher sind nicht unbedingt typische Ratgeber oder Sachbücher, aber so toll geschrieben, dass man für sich selbst ganz viel mitnehmen kann. Sie schreibt immer auf einer sehr persönlichen Ebene, bringt ganz viele eigene Erfahrungswerte aus ihrer Beziehung und dem Alltag mit ein und ist damit so viel persönlicher und sympathischer, als es ein Ratgeber je sein könnte. 

Ich könnte jetzt auch noch wirklich ganz viel um dieses Buch herumschreiben, erzählen, dass sie sogar auf das böse Thema "Schwiegermutter" eingeht und überhaupt ganz viele lohnenswerte Tipps und Checklisten parat hat und sogar den Platz bietet, eigene Eintragungen vorzunehmen. Tatsächlich kann ich aber einfach nur raten, dieses Buch selbst zu lesen. Mit seinen knapp 200 Seiten hat man es schnell durch und ist danach viele Erfahrungen und Lacher reicher. Lohnt sich garantiert.

Fazit

Alexandra Reinwarth hat mich mit ihrem aktuellen Buch wieder sehr begeistert zurückgelassen und absolut überzeugt. Der Name ist hier Programm und ganz unabhängig davon lohnt sich ein Blick auf ihre anderen Bücher, die ebenfalls sehr lesenswert sind.

5/5 Punkten

Am Arsch vorbei geht auch ein Weg von Alexandra Reinwarth - mvg Verlag - 192 Seiten - ISBN 978 3 86882 666 1 - Taschenbuch - 16,99 Euro

1 Kommentar:

  1. Vielen Dank für diesen guten Artikel. Ich habe mir das Buch gestern gekauft und kann es kaum erwarten Feierabend zu machen und weiter zu lesen!!!! Sehr Sehr empfehlenswert!!!!

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