Rezension | 'Wie aus dem Nichts' von Sabine Kornbichler

17 Januar 2017 | 1 Kommentar

Lügen können Leben zerstören, die Wahrheit aber auch. Das weiß Dana Rosin nur zu gut. Die Inhaberin einer Alibi-Agentur hat schon vor langer Zeit einen Pakt mit der Lüge geschlossen. Ihr neuer Freund Alex – ein Enthüllungsjournalist und Verfechter der Wahrheit – lehnt ihre Einstellung allerdings strikt ab. Doch dann wird er eines Morgens erschossen, während sich Dana in letzter Sekunde vor dem Mörder verstecken kann. Bei den polizeilichen Ermittlungen stellt sich schnell heraus, dass Alex nicht der war, als der er sich ausgegeben hat. Wer aber war er dann? Und warum musste er sterben? Fragen, die Dana nicht loslassen – und ihr Leben in Gefahr bringen

Die Suche nach dem Fuchs-Mann

Ich bin mittlerweile großer Fan von Sabine Kornbichler und verfolge Veröffentlichungen neuer Bücher sehr genau. Die Kristina-Mahlo-Reihe (siehe z.B. 'Das böse Kind') hat mich in der Vergangenheit bereits sehr überzeugt und so habe ich natürlich auch dieses Buch sehnsüchtig erwartet.

Leider kann mich die Autorin hiermit aber nicht so fesseln, wie ich es mir gewünscht hätte. Das hat vielerlei Gründe und liegt vielleicht auch daran, dass ich ziemlich viele Thriller lese und mittlerweile bestimmte Erwartungen habe, die dieses Buch nicht erfüllen konnte. Dana Rosin ist Inhaberin einer Alibi Agentur, die Menschen hilft Seitensprünge zu verheimlichen oder andere Ausreden organisiert. Ihr Freund Alex arbeitet scheinbar als Enthüllungsjournalist und hat noch eine Freundin, die er vor Dana nicht verheimlicht. Er möchte Schluss machen und am Tag der Aussprache kommt es zur Tragödie. Alex wird ermordet und Dana selbst entkommt nur knapp dem Tod. Sie beobachtet den Mord und sieht einen ominösen Mann mit einer Fuchsmaske und begibt sich bald schon auf die Spur des Mörders.

Dana ist hier sicherlich die Person, die absolut im Fokus der Geschichte steht. Dennoch hat auch die Polizei ein paar Worte mitzureden und deren Arbeit überzeugt mich auf keiner Linie. Die Dialoge und Verhaltensweisen finde ich tatsächlich komisch. Anders kann ich es gar nicht beschreiben. Zudem kommt für mich persönlich kaum Fahrt in die Geschichte. Zu Beginn habe ich es sogar erstmal wieder zur Seite gelegt, weil ich keinen direkten Zugang zur Geschichte fand. Dies liegt sicherlich auch an den Protagonisten, die für mich keinerlei Wiedererkennungswert haben oder gar Sympathie wecken. Ich mochte keinen und deswegen habe ich mich in dieser Geschichte auch nicht wirklich aufgehoben gefühlt.

Nach etwa der Hälfte der Geschichte hatte ich bereits die Vermutung wohin mich diese Erzählung führen wird und die Auflösung war dann entsprechend genau so. Sabine Kornbichler kann zweifelsohne schreiben und ist eine sehr begabte Autorin, die mich in der Vergangenheit bereits mehrfach überzeugen konnte. Mit 'Wie aus dem Nichts' ist ihr aber leider kein Glücksgriff gelungen. Dieses Buch konnte mich weder von der Handlung noch von den Protagonisten überzeugen und war für mich leider nur durchschnittlich. 

Fazit

Dieses Buch hat zu viele Schwachstellen, als das ich es wirklich empfehlen kann. Wenn man etwas von Sabine Kornbichler lesen möchte, dann sollte man lieber zu anderen Büchern (z.B. der Reihe um Kristina Mahlo) greifen. Hier wird man wirklich gut unterhalten. 'Wie aus dem Nichts' bietet zu wenig Spannung, zu viele Schwachstellen und unsympathische Protagonisten. Der gute Schreibstil der Autorin konnte darüber leider nicht hinwegtäuschen und so ist dieses Buch für mich nur Mittelmaß, das man nicht unbedingt lesen muss.

3/5 Punkten

Wie aus dem Nichts von Sabine Kornbichler - Piper - 368 Seiten - ISBN 978-3-492-30873-1 - Paperback - 12,99 Euro - bei Amazon kaufen*
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1 Kommentar:

  1. Hallo,

    Danke für die aussagekräftige Rezi, ich werde das Buch nun von meiner Wunschliste streichen. Unliebsame Charaktere kann ich auch nicht ab.

    Wünsche dir eine lesereiche Restwoche und schicke winterliche Grüße vorbei!
    Barbara

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