Essen & Trinken | 'Einfach indisch!' von Amandip Uppal

28 Mai 2017 | 4 Kommentare

Amandip Uppal lernte bereits früh die traditionelle nordindische Küche von ihrer Mutter kennen. Ihr Vater, ein kreativer Koch, brachte ihr zudem bei mit Aromen zu experimentieren und sich ganz auf die Nase und die Augen zu verlassen. Lange war die Autorin bei der Times beschäftigt, bevor sie stellvertretende Chefredakteurin von Condé Nast Traveller wurde. Ihr Liebe zu Essen und Kochen blieb jedoch und so gründete sie die 'Lotus Food und Events Company', die coole Events mit leckerem Essen kombiniert.

Was bietet das Buch?

Es ist eine schier unglaubliche Menge an Köstlichkeiten der indischen Küche, die sich in diesem Buch versammelt. Unverzichtbare Gewürze werden ebenso erläutert, wie auf den Inhalt des Vorratsschranks und wichtige Grundrezepte eingegangen. Darüber hinaus gibt es Kapitel für kleinere Leckereien, alles mit Gemüse, Hülsenfrüchte und Eier oder auch Fisch, Fleisch und Geflügel. Chutneys, Eingemachtes und Joghurt findet ebenso seinen Platz, wie Desserts und Getränke.


Was findet man im Buch?

Richtig viele gute Sachen, aber auch Dinge, die mir bisher unbekannt waren. Der Untertitel 'Der entspannte Weg zum perfekten Curry' ist allerdings etwas irreführend, weil dieses Buch bei weitem nicht nur Curryrezepte enthält. Allgemein bin ich in der indischen Küche weniger bewandert und esse diese relativ selten. Allein deshalb war ich umso gespannter, was mich erwartet und mit welchen Geschmacksexplosionen ich überrascht werde. Ein Rezept für das klassische Naan-Brot fehlt natürlich nicht. Aber auch sahnige Erbsen-Pilz-Pfanne, gebratener Blumenkohl mit Erbsen, Butterhühnchen, gebackener Lachs mit Kokos-Rahm, Knoblauch-Chili-Chutney oder Granatapfel-Granita machen ziemlich großen Appetit.

Beschreibung & Zutaten

Die Rezepte sind allesamt verständlich verfasst und gut gegliedert, allerdings würde ich behaupten, dass Anfänger in der Küche von der Liste an Zutaten wahrscheinlich etwas überfordert sind. Man muss indisch schon mögen, denn andernfalls wird man sich wohl nicht die nötigen Gewürze anschaffen. Garam Masala, Panch Phoron oder Tamarindenmark hat wahrscheinlich nicht jeder im Vorratsschrank stehen. Wenn man aber gerne kocht und indisch noch dazu mag, dann sollte die Umsetzung der Rezepte kein Problem sein. Die Gewürze bekommt man in der Regel schon in großen und gut sortierten Supermärkten und nicht alle Rezepte benötigen wirklich so viele "außergewöhnliche" und umfangreiche Zutaten. Die sehr schönen Foodfotos und das tolle Layout machen Lust auf die Gerichte und haben mich absolut begeistert. Hier merkt man sofort, dass die Autorin wert auf gutes Design legt.


Das Probekochen

Die Liste meiner vorgemerkten Gerichte ist lange, allerdings habe ich noch nicht die Zeit gefunden, wirklich alles zu testen. Ausprobiert habe ich aber den Lachs in Kokos-Rahm und den gebratenen Blumenkohl mit Erbsen. Beide Gerichte gelangen, schmeckten unglaublich lecker und haben mich überzeugt. Das Naan-Brot habe ich noch nicht probiert, wobei das aber demnächst auf jeden Fall umgesetzt wird. Ich bin gespannt, ob es ebenso gut gelingt, wie beim Inder um die Ecke.

Fazit

Wer gerne indisch isst und sich mit der indischen Küche näher befassen möchte, der macht mit 'Einfach indisch!' alles richtig. Ein umfangreiches Kochbuch, das unterschiedlichste indische Gerichte beinhaltet und mich überzeugt hat. Für Kochanfänger könnten die vielen Zutaten und Zubereitungsschritte unter Umständen abschreckend wirken, das sollte man daher bereits im Vorfeld beachten.

Einfach indisch! von Amandip Uppal - aus dem Englischen von Linde Wiesner - Knesebeck - 256 Seiten - ISBN 978-3-86873-960-2 - Hardcover - 24,95 Euro - bei Amazon kaufen*

Kommentare:

  1. Liebe Petzi,
    okay, das Buch wandert direkt auf meine Wunschliste. Ich liebe es, landestypisches Essen auszuprobieren und Indien liegt da ganz weit vorne :) Das Buch sieht noch dazu so schick aus! Danke dir für die schöne Vorstellung.
    Liebste Grüße,
    Anna

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  2. Liebe Anna,

    freut mich sehr, dass ich dich zu einem Kochbuch inspirieren konnte. Ich koche ja gerne, hatte mit indisch bisher aber weniger Erfahrung. Das Buch fand ich aber ziemlich cool. Es lohnt sich auf jeden Fall einen Blick reinzuwerfen. :)

    Liebe Grüße
    Petzi

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  3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  4. Huhu!

    Ich liebe indisches Essen, aber selber habe ich es bisher nur ganz selten gekocht. Eigentlich könnte ich das ja mal ändern... Die Gewürze müstte ich mir aber auch erstmal anschaffen, die habe ich auch nicht im Haus!

    Als Vegetarierin müsste ich mir erst mal anschauen, wieviele vegetarische Rezepte das Buch hat. :-)

    Ich habe deinen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka

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